Wenn es Mama nicht reparieren kann, sind wir am Arsch

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Du bist mein Ursprung, mein Vertrauen,

meine Insel und mein Schatz,

mein Mund, der formt dein Lachen,

mein Herz schlägt deinen Takt.

Mein heutiger Eintrag, geht an alle Mütter. Jene, die es gerade geworden sind, #foreverminibreen, jene, die es werden wollen und jene, die es schon viele Jahre sind z. B. 32 Jahre lang. Mütter haben den ehrenwertesten, verantwortungsvollsten und anstrengsten Job dieser Welt und Liebe ist ihre Entlohnung. Mutterliebe ist bedingungslos und unendlich. Warum ich noch keine Mutter bin? Sagen wir, ich habe einfach Respekt und Angst, viel Angst. Angst zu versagen. Angst diesem „Job“ nicht gerecht zu werden. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich das große Glück habe, die Pionierin der Mutterschaft zu erwischen. Meine Mutter. Auf den Tag genau, wird dieser liebevolle Mensch 60 Jahre alt und aus diesem Grund, widme ich ihr diesen Eintrag.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, na klar, ich wusste immer, dass sie nur mein Bestes wollte und das Regeln und Gesetze nun mal dazu gehören. Deswegen fande ich es auch immer gerechtfertigt, mit süßen 16 um 21.30 Uhr zuhause sein zu müssen, mich mit manchen Leuten erst gar nicht treffen zu dürfen (ich hatte es natürlich sofort eingesehen, dass sie schlechter Umgang für mich waren) und nicht bauchfrei in die Schule zu erscheinen. Jetzt weiß ich, dass es zu meiner Erziehung gehörte, damals aber, war es für mich reine Schikane und sie mein persönlicher General. Sagte ich damals? Das ist jetzt der Moment, in dem alle Mütter laut lachen. Es wird niemals enden. Muttersein ist lebenslang.

Letzte Woche musste ihr Lebensgefährte tatsächlich mit seinem Auto vor mir herfahren, damit ich sicher im Dunkeln mit meinem Mini an die Hauptstraße zurück finde. Ich möchte erwähnen, dass mein Mini auch gewisse Scheinwerfer besitzt und ich nicht mit einem Kerzenlicht auf der Motorhaube fahre. War ihr egal. Das Kind könnte sonst von der Straße abkommen, verunglücken und keiner würde sie finden, da die Handyverbindung in dieser Region sehr schlecht ist. Meinen Einwand, dass dem Lebensgefährte auf besagten Rückweg das gleiche ausgemalte Schicksal ereilen könnte, wurde mit einem, „ach, was soll denn da passieren“, eliminiert. Wie gesagt, Mutterliebe ist bedingungslos, aber leider nicht für alle Menschen. Sorry, Klaus.

Ich habe, als Tochter gelernt, manche Dinge einfach mit einem Lächeln hinzunehmen und mich meinem Schicksal zu ergeben. Wie vor 4 Jahren. Meine Mutter rief im Büro an. Ich war nicht da. Krank. Krank? Mein Kind bleibt nicht von der Arbeit weg wegen krank. Also düste sie mit dem Zweitschlüssel meiner Wohnung zu mir. Übrigens, überlegt euch gut, ob ihr euren Müttern leichtfertig den Zweitschlüssel überlast. Ihr werdet zu 12 Jährigen, die keine Privatsphäre mehr haben. Sie stürmte die Wohnung, fande mich mit einer schlimmen Mandelentzündung vor, die gerade dabei war, meine Luftröhre zu schwellen zu lassen. Sie packte meine sieben Sachen einschließlich meinen Stoffhasen aus Kinderzeiten (Hoppel) und übergab mich meinem Hausarzt. Er konnte den Satz, schnell ins Krankenhaus, nicht richtig aussprechen, schleppte sie mich wieder ins Auto und düste weiter. Liebe Krankenwagenfahrer dieser Welt, von dieser Frau könnt ihr lernen. Letztendlich bin ich ihr für diese Aktionen immer sehr dankbar. Trotzdem war ich peinlich berührt, als sie filmreif in das Krankenhaus stürmte, mit den Worten.“ich brauche einen Arzt“ und  gleichzeitig die arme Krankenschwester mit: „ja, sie bekommen die geschissene Krankenkarte gleich!“ elegant abservierte. Jeder Mensch wäre sofort eingeschnappt gewesen, nicht diese Damen. Sie sah mich an und fragte mich: Ihre Mutter? Ich nickte. Sie lächelte. Alles war okay. Ich glaube, medizinisches Personal hat öfter mit dem Phänomen Mutter zu tun.

Aber, wie gesagt, für all diese Dinge liebe ich sie so sehr. Ich könnte stundenlang von dieser kleinen, liebevollen und frechen Person reden, aber kein Eintrag würde ihr nur ansatzweise würdig werden. Ich versuch es dennoch und zwar mit dem Top Sätzen meiner Mutter. Ich bin mir sicher, jeder hat sie schon mindestens einmal von seiner Mutter gehört. Wo lernt man diese überhaupt? In der Schwangerschaftsvorbereitung? Oder gibt es ein geheimes Mutterbuch, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird? Wie auch immer, lassen wir die Spiele beginnen.

11. „Andere wären froh, wenn sie das hätten.“ Ein absoluter Klassiker. Ja klar Mutter, jedes Kind dieser Erde wünscht sich mit 10 nichts lieber, als selbstgestrickte Fäustlinge und einem Geldbeutel zum Umhängen.

10. „Ich bin doch nicht eure Haushälterin.“ Stimmt Mama. Eine gute Haushälterin hätte mir nicht mein benutztes Geschirr in mein Bett gestellt.

9. „Aber komm vorm Dunkelwerden nach Hause.“ An dieser Stelle möchte ich mein tiefstes Mitgefühl an die Jugend aus Vietnam aussprechen. Da ist es ab 19 Uhr stockdunkel.

8. „Nein, nicht gleich – sofort!“ Spätestens dann, ist es ratsam sich in Bewegung zu setzen.

7. „Wollt ihr nicht mal rausgehen? Draußen ist schönes Wetter.“ Damals habe ich gedacht, boaaahhh Mama ist die Beste. Heute weiß ich, sie wollte mich loswerden.

6. „Es ist mir egal, was die anderen dürfen.“ Es war und ist ihr wirklich egal.

5. „Schatz, ich unterhalte mich gerade!“ An den Satz kann ich mich ganz genau erinnern, als wenn er gestern gewesen wäre. Es war gestern.

4. „Wer feiern kann, kann auch morgens aufstehen.“ Der beste Satz, denn eines Tages kommt er zurück. Es war mir eine Freude, nach einer Feier, morgens bei meiner Mutter aufzuschlagen. Fröhlich, taufrisch und ausgeschlafen und sie mit dieser Floskel gnadenlos aus dem Bett zu werfen. Es fehlte nur noch der Staubsauger, der im 3/4 Takt an die Schlafzimmertür rammelte. Gern geschehen.

3. „Das hat mir auch nichts geschadet.“ Gegen diesen Satz kommt man nicht an. Meine Mutter hatte kein Handy, kein Auto, kein Internet. Krass Mama. Du warst sozusagen der Survivor der Neuzeit und es hat ihr tatsächlich nicht geschadet.

2. „Von Nichts kommt nichts.“ Ich muss zugeben, alles richtig gemacht.

Und nun zu Platz 1…..

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“

Einen besseren Stamm hätte ich auch nicht haben können. Oder was sagt ihr?

Deswegen trinken wir heute auf all´ die Mütter dieser Welt und sagen DANKE. Ich persönlich, trinke auf die BESTE Mama dieser Welt. Ja, sorry. Ich habe nun mal die Beste erwischt.

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Wenn ich mal alleine sein will, stelle ich mich im Baumarkt an den Infostand! Klischee?

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Ich bin schon einigen Klischees begegnet, hatte selbst damit zu kämpfen und ja, auch ich bin „klischeevorbelastet“. Maurer sind immer pünktlich, Blondinen strohdoof  und Österreicher langsam und nicht nur ein bisschen langsam ,sondern urleiwandig langsam. Das zumindest, sagen besagte Klischees. Aber woher nimmt man diese Informationen? Gibt es darüber Statistiken? Einen extra Berufszweig, der sich damit beschäftigt? Der nationale Klischeekaufmann/-kauffrau?  Werden die gesammelten Erkenntnisse in einem ausgewählten Gremium ausgewertet und letztendlich in unseren Köpfen verankert? Wie soll ich mir das vorstellen? Wir haben 500 Schwaben gefragt, ob Sie gerne Geld ausgeben. 480 verneinten dies. Alles klar, Schwaben sind Pfennigfuchser und somit geizig. Lasst uns nun dieses Klischee deutschlandweit verbreiten!  Okay, so wird es wohl nicht ablaufen.

Die Füße am Boden, den Kopf in den Wolken

Also, machte ich mich auf die Suche nach dem Ursprung. Na gut , ich habe es lediglich gegooglet. Aufgepasst. Klischee bedeutet übersetzt Abklatsch. In unserem Sprachgebrauch wird es häufig für das Wort „Vorurteile“ verwendet. Aha! Und jetzt wird für mich, ein Schuh daraus. Vorurteile. Wir begegnen jeden Tag Menschen. Bekannten und unbekannten, alten und jungen, bayrischen und ausländischen Menschen und immer im Gepäck ein riesen Haufen Vorurteile.  Wir machen uns das Leben anscheinend selbst gern schwer, oder ? Beispiel.

Ich, aus Bayern, blond und eine Frau, bin laut Klischees: Eine Frau, die viel zu viel redet, nicht rechnen kann, keine Orientierung besitzt, daher wahrscheinlich  immer zu zweit aufs Klo gehen muss. Strohdumm bin ich natürlich auch noch, weil ja blond und ach ja, ich latsch selbstverständlich den ganzen Tag im Dirndl und mit einer Weißwurst in der Hand herum. Ohne viele Worte bekommt mein Gegenüber einen Schwall an Informationen über mich. Ob ich will oder nicht, ob sie wahr sind oder nicht, stecke ich binnen Sekunden in einer Schublade.  Ob es fair ist? Natürlich nicht. Darum stelle ich mir sofort die nächste Frage: Warum vorverurteilen wir?

  1. Fahren alle Zahnärzte Porsche?
  2. Haben alle asiatische Männer kleine Geschlechtsorgane?
  3. Sind tätowierte Menschen automatisch Kriminelle?
  4. Menschen mit Glatze,Nazis?
  5. Ist man weniger Wert, wenn man keine Markenkleidung trägt ?
  6. Oder automatisch dümmer ,wenn man kein Studium absolviert hat?
  7. Ledige, kinderlose Frauen über 30, beziehungsunfähige Emanzen?

Wie gesagt, wir machen uns das Leben schon selbst gern schwer. Aber, ich mache da nicht mehr mit – ich steige aus. Keine Sorge, ich werde mich nicht von der Gesellschaft abwenden. Mich nicht in einem abgeschlagenen Waldgebiet zurück ziehen und ein autarkes Leben führen. Werde meine Lebensmittel nicht selbst anbauen und nein, ich werde meine Exkremente nicht mit einer kleinen Schaufel im Waldboden vergraben. Die Vorstellung allein ist schon sehr amüsant. Ich mit dieser Schaufel und einem Ahornblatt, wohl möglich , ach egal, ich schweife ab. Kurz gesagt:

 

Tulpen statt Waffen

Vorsatz 2018: Keine Klischees mehr in meinem Leben. Vorsatz? Ja, warum müssen Vorsätze immer am Anfang des Jahres stehen? Ich werde Menschen nicht mehr mit Vorurteilen begegnen und ich werde keine erfüllen. Ich werde mit meinem blonden Haar, in Flip Flops von H&M, unstudiert mein berufliches Leben rocken. Solange bis ein asiatischer Mann kommt, um meine Hand anhält, mir trölf Kinder macht, die ich dann versuche in meinem, noch nicht vorhandenen, Porsche zu verstauen. Ich seh´ schon , es muss eine Anti – Klischee to do Liste her:

  1. Ich werde Tabak kauen und im Männersitz ein Pferd reiten – ja, okay, das stammt von dem Film „Titanic“, wartet…
  2. Ich werde mehr Risiken eingehen und mehr Sicherheiten ablegen.
  3. Ich werde in Barcelona im Park Güell einen Walzer tanzen und am Brandenburger Tor einen Flamenco vom Feinsten hinlegen.
  4. Und ein Eis in Warschau essen gehen und dabei mein Auto offen stehen lassen. Ich werde es zwar im Auge behalten, aber es wird geöffnet sein.
  5. Ich werde einen Russen, ohne Bestechung, zum Lachen bringen.
  6. Ich werde auf einem Schießplatz in Texas Tulpen verteilen.
  7. Und ein Regal mit einem schwarzhaarigen Schweden beim XXL Lutz kaufen. Wir werden es Hans – Peter nennen.
  8. Ich werde in Australien surfen lernen und mich dabei nicht von einem Hai fressen lassen.
  9. Werde in einer kanadischen Mall das Licht ausschalten, um dann festzustellen, dass Kanadier keine Angst im Dunkeln haben, aber ich.
  10. Ich werde mir in Rom Fritten bestellen und in Brüssel Spaghetti aglio e olio.

 

Zusammengefasst, werde ich alle Klischees dieser Welt auffinden und widerlegen. #teamantivorurteile. So, aber erstmal ein kühles Kölsch zum Durst löschen. Scherz, das verdunstet mir, der Bayerin, höchstens auf der Zunge. Dann müssen eben gleich drei her. Gut, dass ich kein Schwabe bin. So bleibe ich auch vom Zorn des Badeners verschont. Und mit dieser Win – Win Situation verabschiede ich mich nun in eine neue Woche, genieße noch ein wenig die Sonne und stecke meinen Kopf in die Wolken und träume von einer besseren Welt.

Quelle:Lxandra – Hush Hush Baby

 

Pfiats eich !

Bestandsaufnahme 2018 – ohne Franziska ist alles doof!!!

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Das erste warme Wochenende im Jahr 2018. Die ersten Blumen sprießen aus dem Boden. Bäume werden grün. Frühlingsgefühle sind auf dem Vormarsch. Zeit für eine persönliche Bestandsaufnahme.  Was ich nicht habe, was ich habe, aber nicht haben will und was ich habe.

Was ich nicht habe:

  1. Das Talent rhythmisch zu tanzen
  2. Ich kann nicht moonwalken, singen und dichten
  3. Ich habe keine Schokoladenseite, ich bin beidseitig unfotogen
  4. Ich habe keine Bar mit meiner Besten gegründet
  5. Ich habe nie Glühwürmchen, noch nie Frühstück bei Tiffany, nie eine Sonnenfinsternis gesehen
  6. Ich habe kein Haus, kein Baum, keine Kinder
  7. Ich kann nicht smalltalken, keine Sprachnotizen bei Whatsapp verschicken, keine Sprachansagen auf  AB´s  sprechen
  8. Ich habe kein gutes Bauchgefühl
  9. Ich habe kein Twitter, kein Tinder, keine Autobiografie auf meiner Facebookchronik
  10. Habe keinen Masterplan, kein Plan B, keine Terminapp
  11. Ich bin weit von einem Sixpack entfernt, habe keine Startnummer für einen Marathon, keinen Schrittzähler
  12. Ich habe keinen veganen Lebensstil
  13. Hochdeutsch ist mir fremd
  14. Ich habe keine Ahnung von Mode, kenne keine aktuellen Trends, ich habe keinen Einteiler im Schrank hängen
  15. Ich habe keine Fotos, von den schönsten Momenten in meinem Leben
  16. Ich hab keinen Mut einer Spinne zu begegnen, allein in den Keller zu gehen, Horrorfilme zu sehen, im Dunkeln zu schlafen

Was ich habe, aber nicht haben will:

  1. Ich habe eine Hausspinne namens Kurt, der sich anscheinend wohl bei mir fühlt
  2. Angst Entscheidungen zu treffen
  3. Angst falsche Entscheidungen getroffen zu haben
  4. Angst Menschen zu verletzen, um meine Träume zu verwirklichen
  5. Angst Fehler zu machen, Angst keine Fehler zu machen
  6. Angst, das Leben nicht in vollen Zügen zu leben, etwas zu verpassen, meine Träume nicht zu verwirklichen
  7. Angst nie einen Vulkan auf Hawaii zu erklimmen, nie ein Bier in Dublin zu trinken, nie mit Schweinen im Meer zu schwimmen
  8. Angst von der Zeit, die viel zu schnell vergeht
  9. Angst die Kontrolle abzugeben, obwohl ich diese niemals hatte
  10. Das Gefühl, andere Menschen sind besser : Models sind schöner, Großeltern sind weißer, Manager sind reicher
  11. Ich habe Angst vom Fliegen, habe Haarausfall, trage eine Zahnspange
  12. Ich habe einen Stalker – sei hiermit gegrüßt
  13. Ich habe SNAPCHAT
  14. Heißhunger nachts um 2
  15. Das Gefühl, zwei Herzen in meiner Brust zu haben
  16. Tausend Gedanken, denen man kaum folgen kann

 

 

Was ich habe:

  1. Freunde, die meinen Tanzstil akzeptieren, die sich mit mir photographieren lassen, die den Drang haben mir nachts um 3 Uhr zu sagen, dass sie mich lieben
  2. Ich habe einen Job, den ich liebe, ein Auto, das durch den TÜV kommt, einen eigenen Strandkorb, den ich viel zu selten benutze
  3. Beine, die gesund sind, zum Laufen, zum Tanzen, zum Stolpern vor allem zum Stolpern
  4. Freiheit, die Welt zu bereisen, alles essen zu können und soviel ich mag
  5. Ein Leben, das ich selbst in der Hand habe, selbst bestimmen kann, selbst entscheiden kann
  6. Das Glück, meine Zeit selbst einteilen zu können
  7. Eine Mama, die mich liebt, hinter mir steht, für mich kocht und meine Wohnung aufräumt, wenn ich nicht da bin
  8. Einen fränkischen Akzent
  9. Make up, um mich schön zu fühlen, ein Duden, der meine Fragen beantwortet, ein Sparbuch
  10. Tabletten gegen Flugangst, Geld, für Haar Extensions , gerade Zähne
  11. Einen Willen, der Berge versetzen kann
  12. Ich habe einen Seelenverwandten
  13. Mut, niemals aufzugeben
  14. Ich habe Ziele
  15. Ich habe mehr Herz als Kopf
  16. Ich habe tausend Gründe zum Lachen
  17. Ich habe die Freiheit, meine Liste zu ändern. Dinge, die ich nicht haben will, abzuschaffen. Dinge, die ich nicht habe, mir einfach zu holen und meine Liste, was ich habe, auszubauen.

 

Also, lasst uns unsere Wünsche und Träume einfach verwirklichen. Wer hält uns davon ab ? Dublin stell´ das Bier kalt, Kiauea zieh dich warm an und Kurt ? Kurt darf weiterhin bei mir wohnen. Legt den Lap Top weg, schaltet das Handy aus und seht Dinge nicht durch eine Linse.

Have fun!

 

 

Von Las Vegas, über Frankfurt in den Leichenkeller!

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Ich bin drin!! Ole, Ole! Nach gefühlten 1000 Stunden habe ich es endlich geschafft meinen eigenen Block zu hacken. Was man dazu benötigt, habe ich euch kurz zusammen gestellt.

  1. Das absolute A und O dafür und unabdinglich ist seinen Block so lange zu vernachlässigen bis man sämtliche Daten, Zugänge und Passwörter vergessen hat.
  2. Danach folgt die Anmeldung über  Facebook , um überhaupt seine Blogseite im World Wide Web wieder zu finden, weil siehe Punkte 1 auch diese Adresse erfolgreich verdrängt, vergessen oder bei der letzten Supersause versoffen worden ist und zu guter letzt
  3. sämtlich infrage kommende Passwörter einzugeben, um dann fest zustellen, wie leichtsinnig man mit seiner damaligen Wahl eigentlich war.
  4. Last but not least. Passwort ändern!

So, da bin ich also wieder. Ganze zehn Monate ist mein letzter Eintrag her und ich bin ehrlich, da wieder anzuknöpfen, ist schlicht unmöglich. Ich bin ein Mensch, der schon Probleme damit hat sich an sein Mittagessen zu erinnern, wie um Gottes Willen sollte ich jemals mein Erlebtes von 1,5 Jahren Revue passieren lassen.  Okay, Herausforderung angenommen! Was bisher geschah.

Nachdem ich also die Birthday – Sause meines Lebens in Las Vegas verbrachte, die besten Glückwünsche aus allen Teilen der Welt erhielt, ging es anschließen zum Hoover Dam und an den Grand Canyon.  Der Hoover Dam ist einfach gigantisch und der Grand Canyon auch. Genauso gigantisch sind die unverschämten Preise, die man für jeden zurückgelegten Zentimeter am und um den Grand Canyon bezahlen muss. Turbo gigantisch und an Gigantischität nicht zu übertreffen ist die dortige Selbstmordrate. Wer unbemerkt und sicher sterben will, stürzt sich, laut Aussage des Guides, einfach runter. Für mich nicht vorstellbar, da ich es nicht mal annähernd an den Rand der Schlucht geschafft habe ohne mich fast einzunässen. Schon allein der Anblick von verrückte Menschen, die ihre Sprösslinge über den Abgrund hielten, um das perfekte Selfie zu erhalten, bereitete mir monsunartige Schweißausbrüche. LOCO!  Da fehlten sogar mir die Worte.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich gar nicht soviel darüber berichten, weil a) Erinnerungslücken und b) war weit und breit keine passende (Sinn) City für mich dabei. Es gab noch nicht mal ein Dorf oder ein Haus. Ab und an habe ich mal einen Busch gesehen. Dieser war aber leider dem Tod näher als dem Leben. Amerika ist für mich nicht der richtige Ort. Obwohl. Ach mal schauen. Es war auf jeden Fall nicht die letzte Reise über den großen See. Möchte ich doch noch unbedingt nach Hawaii (da es zu meinem 31-igsten Geburtstag leider nicht geklappt hat), Seattle, Miami und Los Angels. Schauen kann man ja mal. Aber zunächst stand erstmal der Rückflug an. Zum Bedauern meines Wingmans. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als er , nachdem wir die Sitzplätze unseres Fliegers einnahmen, zu mir sagte: „Franzi, versuch doch mal den Flug ohne Beruhigungsmittel zu überste….!“ Die letzten Buchstaben habe ich leider nicht mehr verstanden, weil die besagten Mittel ihre Pflicht erfüllten. Nach einem ausgiebigen, zehnstündigen Powernap wachte ich pünktlich zum Landeanflug wieder auf. Hier an dieser Stelle möchte ich mich nochmals von ganzen Herzen bei meinem Besten bedanken. Ohne dich wäre die Reise nur halb so schön gewesen. Danke für diese unvergessliche Zeit. Danke, dass ich die zehn langen Flugstunden auf deiner Schulter schlafen durfte. Danke, dass du keine Probleme damit hattest, einen halben Tag mit einer tauben Schulter rum zu laufen. Du bist einfach der Beste.

Nachdem wir also wieder sicher in good old Germany gelandet waren und problemlos durch den Zoll gelangten, wartete schon ein netter Herr auf mich, der extra von München nach Frankfurt fuhr, um mich dort zu begrüßen. Er dann leider fest stellten musste, dass ich 0,0 aktiv im öffentlichen Verkehrsleben teilnehmen sollte, er mich kurzerhand einpackte und sicher nach Hause brachte. Ja, meine Damen und Herren, es gibt sie noch. Tolle Menschen. So toll, dass sie zur Mitverantwortung meiner Blogvernachlässigung gezogen werden. That´s life. So, jetzt fragen sich manche. Wo kommt denn der tolle Mensch her? Wie hat sie es geschafft, einen anständigen Kerl kennen zu lernen, wenn sie ständig durch die Gegend bummelt? Ich will ehrlich zu euch sein. Ich habe keine Ahnung. Es war wohl das Blinde Huhn – Korn – Phänomen.

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Ganz schlaue Köpfe können nun 1 und 1 zusammen zählen. Ich tauschte meinen Lap Top gegen Grillabende. Meinen Blog gegen Netflix. Meine spontanen Städtereisen gegen Pauschalreisen zu zweit. Ja, ich weiß, es war auch für mich Neuland.  Im voraus möchte ich klarstellen, dass es wunderschön war, aber, wie soll ich sagen, es ist nun mal die bekannte Anfangszeit. Die Zeit in der man sich selbst kaum wieder erkennt. Man möchte dem Gegenüber schließlich gefallen und macht vielleicht hin und wieder Sachen, die einem selbst zum Schmunzeln bringen. Die Franziska, die man in den ersten sechs Monaten kennen lernt, hat mit der eigentlich Franziska genauso viel Gemeinsamkeiten wie ein Veganer und ein Mettigel. Was erzähl ich euch. Als ob ihr das nicht kennen würdet. Kein Mensch präsentiert in den ersten Monaten seine Leichen im Keller. „Hallo, mein Name ist Franziska und ich habe mit festen Bindungen, ob einfache Handyverträge oder Beziehungen jeglicher Art, gewisse Probleme.“ Das sagt doch kein Mensch. Nein, man sagt natürlich: „Hallo, mein Name ist Franziska und ich habe einfach noch nicht den Richtigen gefunden.“ Und zack wirft man seine Leiche elegant in den Keller. Sicher im Keller verstaut, kommen wir zum nächsten und logischsten Schritt. Der wäre?  Genau! Man macht sich auf die Suche nach seinen Leichen. Hier wäre jetzt der richtige Zeitpunkt den Blog umzubenennen. Von Sinn City – Suche nach der perfekten Stadt in  Partnerschaft City – Suche nach seinen dreckigen Leichen und tiefsten Geheimnissen.  Da dieses Unterfangen einen gewissen Aufwand beinhaltet, werden natürlich sämtliche Freundinnen mit involviert. Kurz gesagt. Diese, daraus resultierenden Geschichten sind unterhaltsam und wahnsinnig amüsant zugleich. Aber mit dem Wissen, dass auch Männer diesen Blog lesen, bin ich zum Schweigen verdammt. Dennoch werde ich den ein oder anderen Schwank aus dieser Zeit raus hauen. Und mein Blog? Ja, der bleibt bestehen. Ihr dürft gespannt sein.

 

See you later….

 

 

Entschuldigen Sie: Ist das das teuerste Hotel der Welt ? Wynn interessierts! #SinnCitymeetsSinCity

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Einsamkeit, Abgeschiedenheit bis hin zur völligen Isolation. Diese Wörter treffen meine Lage wohl am Besten und daher auch die Funkstille meinerseits. Wenn ihr nun denkt, ich schreibe über die Wüstengegend rund um Las Vegas, dann habt ihr euch geschnitten! Da hat man nämlich, im Gegensatz zu meiner Wohnung, WLAN in Hülle und Fülle. Sich WLAN zu beschaffen, sollte doch heutzutage kein Problem darstellen, gibt es schließlich einen Berufszweig, der allein diese Tätigkeit ausübt, um Technik-Nerds, wie meine Wenigkeit, aus der Not zu befreien. Leider gibt es hierbei ein erhebliches Problem. Sogenannte Techniker finden nie den Weg zur Klingel, jedoch wissen sie stets, wo der dazugehörige Briefkasten angebracht ist.  Der wird nämlich immer dringend benötigt, um nette Botschaften zu hinterlassen: “ Leider waren sie nicht anzutreffen, bitte wenden Sie sich erneut an ihren Anbieter, den sie leider telefonisch nicht erreichen werden, da dieser nur einen verkackten Live Chat anbietet. Da schlagen Sie sich  ca. 2-3 Stunden durch, bis Sie einen erneuten Termin in trölf Monaten bekommen, um dieses aberwitzige Spiel erneut spielen zu dürfen“. Okay, ich gebe zu, so stand es nicht ganz auf meinem Kärtchen, aber das würde die Prozedur am Besten beschreiben.  Wer will schon vereisen oder seine freien Tage sinnvoll nutzen, wenn man seinen Jahresurlaub mit Warten verbringen kann.   Wie die Geschichte letztendlich ausgeht, ist noch ungewiss. Den heutigen und längst überfälligen Eintrag, verfasse ich ganz Old School vom Internetcafé aus.

friendship,

Sich an diese Stadt zurück zu erinnern, ist alles andere als schwer. Mein erstes Erlebnis? Kurzzeitiger Verlust meines Sehvermögens, da so viele Lämpchen gleichzeitig leuchten (allein die Freemont Street Experience in der Altstadt wird von 12,5 Millionen Glühbirnen erhellt), dass daraus eine spontane Erblindung resultierte. Dazu erhält man an jeder Ecke eine kleine Live Performance, von Elvis Presley bis hin zu Michael Jackson. Thriller, in the Ghetto, so zu sagen. Die 31 Millionen Touristen, die jährlich diese Stadt aufsuchen, mögen ja vernünftig bespaßt werden. Willkommen in Las Vegas. Aber, bevor sich meine pfiffige Reisetruppe inklusive mir ins Getümmel stürzt, erstmal im Hotel einchecken. Apropos Hotel, in welches wurde ich überhaupt eingebucht? Besagte Buchung sowie sämtlich geplante Aktivitäten in Sin City wurden von meinen Freunden alias der Reisetruppe übernommen, damit mein bevorstehender 30igster Geburtstag eine Aneinanderreihung von Überraschungen wird. Toller Plan, als ob mein Herz nicht schon mit dem Alter zu kämpfen hätte, wird es nun auch noch durch regelmäßig Überraschungsattacken boykottiert. Wursti, Hauptsache mein Zimmer ist sauber und im Besitz einer Toilette. Kurz vor weg: Ich hatte eine eigene Toilette. Allein die Größe meiner „WC – Suite“ erinnerte mich an meine erste Studentenbude und wenn wir schon beim Maßstäbe setzen sind, dann beschreibe ich euch gleich noch, wie lang mein Gesicht wurde, als wir vor das berühmt berüchtigte Hotel Palazzo fuhren und mir ein Mitarbeiter aus dem Auto half. Es war nämlich genauso lang, wie der Geduldsfaden, den man für den  Wlan-Techniker benötigt.

palazzo

Aber zurück zu Steve. Steve? Ja, so hieß mein persönlicher Kofferboy, der mir die Autotür aufhielt und sich somit einen schwierigen Job ans Land zog. Reisen mit leichtem Gepäck, nicht mein Ding. Der gute alte Steve. Jeder sollte eigentlich einen Steve haben, um z. B. die Einkaufstüten hochzutragen oder um die Tür zu öffnen, wenn man wieder einmal versucht, 1000 Sachen gleichzeitig von A nach B zu transportieren, ganz nach dem Motto: „Der faule Esel schleppt sich zu Tode.“ Ich kann mir leider keinen Steve leisten,  aber mir bleibt ja noch die Möglichkeit der Eheschließung und die Hoffnung, dass mein  Zukünftiger alte Tugenden zwischen PS 4 und Tinder App nicht verloren hat. Ja, liebe Männer, es gibt leider noch keine Funktion auf eurem  PlayStation-Joystick, um der Frau in den Mantel zu helfen oder ihr die Tür aufzuhalten.

reisetruppe

Nachdem Steve unsere Koffer sicher in die jeweiligen Zimmer verstaut hatte, ist mir das Ausmaß meines Zimmers bewusst geworden. Meine Freunde hatten mich in eine Junior Suite inklusive King Size Bett mit einem Panoramablick über Las Vegas einquartiert. I know, ich habe die geilsten Freunde der Welt und am liebsten würde ich einfach den gesamten Aufenthalt in meinem pompösen Bad verbringen. Kaum war ich mit diesem Gedanken fertig, stand schon Sightseeing an. Bei 42° kann man sich durchaus etwas Schöneres vorstellen, aber in Las Vegas bewegt man sich durch Hotel Hopping fort. Ganze 16 von 20 der größten Hotels weltweit befinden sich genau hier. Das Größte und das Teuerste mittendrin. Das MGM Hotel mit aberwitzigen 5000 Betten und das Wynn, das für rund 2,1 Milliarden € erbaut wurde.  Wynn sieht aus wie Wayne, wozu mir einfällt: Wayne interessiert das Geld schon? Gönn dir, Vegas, gönn´ dir. Diese Hotels inklusive Nachbauten von weltbekannten Sehenswürdigkeiten, wie Venedig, der Eiffelturm oder Rom, kann man nicht in Worte fassen. Es ist die Detailtreue, die einen ins Staunen versetzt und mich letztendlich viel Geld sparen läßt, da ich diese Orte nun nicht mehr bereisen brauche. Außer Paris, da habe ich definitiv noch eine persönliche Challenge am Eiffelturm. Dazu mehr, wenn es soweit ist. Es wird wirklich witzig und fantastisch zu gleich.

Las Vegas

Lange Rede, kurzer Sinn. Die legendäre Sin City muss einfach erlebt und die einzigartigen Eindrücke selbst gespürt werden. Zumal Las Vegas eine von zwei Städten in den USA ist, in der man heiraten kann. Quatsch! Spielen darf man da, wie ein Gestörter. Dazu bringt man noch ein Funken Glück mit, wie der 25 jährige Ingenieur aus Los Angeles, und erfreut sich über ein kleines Taschengeld in Höhe von 39.713.982,25 Dollar. Mythos? Nein, leider nicht, das ist wirklich passiert. Diese Gewinnausschüttung ereignete sich 2001 und gilt als höchste bisher dagewesene Ausschüttung in der Geschichte von Vegas. Vorweg, ich konnte die Ausschüttung nicht toppen. Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert. Gescheitert daran, dass ich überhaupt einen Sitzplatz an einem Roulette Tisch bekommen habe. Trotz meines deutschen Pass, dem 0,0 Glauben geschenkt wurde, war es mir Anfangs nicht möglich zu beweisen, dass ich wirklich schon 29 -fast 30- Jahre alt bin. Ich nehme es den Sicherheitsbeamten nicht übel, kann es ja selbst kaum glauben, dass ich in wenigen Stunden der Ü 30 Gesellschaft angehöre. Nachdem mein Bester mir ein 0,3 Liter Bier für mickrige 18 Dollar besorgte, saß ich da und beobachtete das Spielgeschehen. An diesem Abend hatten eine Hand voll Menschen Glück, ein Dutzend eine unterhaltsame Nacht, viele Existenzen wurden in wenigen Minuten zerbrochen und eine Persönlichkeit ärgerte sich noch immer über den verkackten Preis des Bieres. Ein wahrhaftiger Teufelskreis, dieses Roulette.

Aber wie heißt es so schön, neuer Tag – neues Glück! Mit dieser Erkenntnis legte ich mich in mein King Size Bett, schaute aus meinem Panoramafenster auf die Stadt und lies mich mal kräftig am A… lecken. und lies den ersten Tag elegant ausklingen.

See you later….

Warum liegen hier Autoreifen rum ? Warum trägt hier niemand eine Maske ? Und wo ist der Elektriker ?

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Ja hoppala, wer hat denn da seinen Blog ein wenig vernachlässigt ?! Ich bekenne mich schuldig und möchte zu meiner Verteidigung sagen, es war Sommer und ich habe es bevorzugt in der Sonne zu liegen, im Biergarten zu sitzen und in der Isar zu schwimmen. Es war grandios, aber noch grandioser war die Reise nach Las Vegas. Ich werde den Trip wohl nie vergessen, aber von vorne: Wie bekannt, ging es von New York nach Phoenix. In Phoenix angekommen, hieß es Road Trip. Jeder kennt wohl diese Szenen aus Film und Fernseher: Junge Truppen begeben sich auf Abenteuerreise und erkunden das Land mit dem Auto. Es ist 45 Grad und jeder schwitzt sich einen Wolf, niemand hat Verbindung mit seinem Handy und urplötzlich geht genau in der Wüste der Sprit aus. Genauso war es bei uns nicht.

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Es waren zwar 45 Grad, aber wir hatten eine super Klimaanlage, ständigen Kontakt zu Facebook & Co und der Sprit ging uns auch nicht aus. Das gute alte Benzin im schönen Amerika. So günstig wie bei uns das Wasser. Was es mit Wasser noch gemeinsam hat ? Es verdampft beim Anlassen eines Dodge Pick-Up genauso schnell wie Wasser auf einem 50 Grad heißen Stein. Was sind da schon gefühlte 35 Liter auf 100 km. Ich muss zugeben, nach diesem „Erlebnis“ sehe ich meine schöne grüne Plakette auf meinem Mini mit anderen Augen bzw. muss ich leider das Vorhaben der BRD, ab 2030 nur noch Elektrofahrzeuge als Neuzulassung frei zugeben,  ein wenig belächeln. Versteht mich nicht falsch, ich bin für den Klimaschutz, aber mir erscheint es ein wenig unausgewogen. Egal, zurück zu unserem Trip.

Da wir die Strecke von 529 Meilen nicht an einem Stück fahren konnten bzw. wollten, legten wir zu nächst einen Zwischenstop in Tucson, AZ ein. Jetzt kommt der Moment. Ich bin ganz aufgeregt. Meine Damen und Herren, ich habe offiziell den Arsch der Welt gefunden. Sorry Tucson, du bist an sich ein nettes Städtchen und das zweitgrößte in Arizona aber, wie gesagt, du liegst definitiv im Nirgendwo und mit dir zahlreiche Schlangen und Echsen. Unser erstes Ziel war Mount Lemmon. Nun können wir nämlich mit Stolz behaupten, wir haben den Arsch der Welt auch von oben gesehen, um genau zu sein aus 2.791 m Höhe. Der Name Tucson stammte übrigens von den Indianern ab und bedeutet nicht, wie von mir gedacht, wo du in der Sonne schmorst oder wo das Wasser so mangelhaft ist wie Deo bei einem 12-Jährigen. Nein, Tucson heißt übersetzt: Am Fuß des schwarzen Berges. Gibt auch Sinn. Der Ausblick war auf jeden Fall sagenhaft und die Landschaft einzigartig.

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Nachdem wir alles erkundet und besichtigt haben, ging es in die City, die sich als sehr flächig herausstellte. Ich erkläre: Tucson hat 520.116 Einwohner auf 505,3 km². Zum Vergleich. München hat 1.450.381 auf 310,7 km². Nachbarschaftsprobleme fehl am Platz, wahrscheinlich kennt man hier das Wort Nachbar nicht einmal. Auch die Parkplatzsuche fiel hier weg. Man hat ja schließlich 505,3 km² zur Verfügung. Das schnelle und bequem Parken war übrigens ein wahrer Segen, denn was Tucson definitiv zu bieten hat, ist eine super Auswahl an Shopping Möglichkeiten. Von Viktoria Secret bis Calvin Klein ist hier alles zu finden und das in Form von OUTLET Centern. OUTLET, Leute, OUTLET. Die Erinnerung an diesen Tag ist ein wenig verblast. Alles was mir blieb waren die Töne meiner Kreditkarte und das gelangweilte Gestöhne meines besten Freundes. Sebastian, du hast dich super geschlagen und darfst ab sofort immer bei diversen Einkaufstouren meine Begleitung sein. Yeaaah.

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Nachdem wir uns ausgiebig mit sämtlichen Outlet Angeboten auseinander gesetzt haben und hierbei steht das Wort Auseinandersetzung für wahlloses Einkaufen, ging es zur Nahrungsaufnahme. Vorab: Ich liebe Fleisch in allen Formen und Farben und die USA ist für diese Vorliebe ein reinstes Paradies. Sollte man dennoch Gelüste auf Obst und Gemüse haben, dann muss man tief, sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Genauer gesagt kostet ein bisschen Brokkoli  ganze 5.00 $. Im Vergleich: Für 10 Chicken Nuggets zahlt man gerade mal  1.99 $. Eine „ausgeklügelte“ Preisphilosophie mit riesen Auswirkungen, meiner Meinung nach. Bei dieser Preisspanne zwischen gesunden Lebensmitteln und Fast Food ist es kein Wunder, warum viele Menschen übergewichtig sind bzw. werden und dementsprechend mit den Folgen in Form von Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen etc. pp. letztendlich noch mehr Geld kosten als ein Brokkoli. Grundvoraussetzung, besagte übergewichtige Menschen sind überhaupt krankenversichert. Ein Teufelskreis. Das wäre doch ein super Wahlspruch. I want broccoli for USA.  Ich sollte eindeutig Präsidentin werden.

Bevor ich jedoch dieses Projekt angehe, wird erst mal Projekt Las Vegas in Angriff genommen. Die Koffer wieder gepackt und das Auto voll getankt (für umgerechnet 30 € oder 7 x Brokkoli), machte sich die lustige und pfiffige Reisetruppe auf nach Nevada.  413 Meilen ca. 665 km quer durch die Wüste. Das Erste, dass ich mir dachte, als ich die Straßen bzw. den Highway sah, war: Warum liegt hier alles voller zerrissener Autoreifen? Fehlt ja nur noch ein Elektriker mit Maske. Kopfkino. Also warum nun diese Autoreifen? Die Frage wurde mir sofort von unserem US Guide und Ehemann meiner Besten, der ein waschechter Amerikaner ist, erklärt:“Ach, das sind zerplatze Autoreifen. Die platzen hier aufgrund der Hitze, wie Luftballons auf einem Kindergeburtstag.“  Sehr beruhigend diese Antwort. NICHT. Aber vorab, wir sind sicher und wohlbehütet in Las Vegas gelandet. 8 Stunden , 3 Stops bei diversen Fast Food ketten und unzählige Pinkelpausen später, sahen wir Las Vegas von Weitem aus der Wüste ragen. Ein toller Anblick. Er war so grandios, dass ich natürlich kein Foto davon habe, weil ich mit Glotzen beschäftigt war.  Sorry.

Dann war es soweit: Sinn City meets Sin City. Eine besser Kulisse würde es für meine anstehende 30igste Geburtstagssause, die in zwei Tagen anstand,  wohl nicht geben. Meine was? Ich weiß, ist echt kacke. Ich werde tatsächlich 30 und ich habe alle beknackten Sprüche, Kommentare und Sticheleien dazu 1000 x mal gehört. Ja und? Ich bin dann unverheiratet, kinderlos und 30. Das ist auf jeden Fall besser, als 16, schwanger  zu sein und einen Freund namens Kevin zu haben. Bevor ich mich kopfüber in die 30 stürze, schmetter ich euch noch mein Resumé für Tucson, AZ hin und genieße noch 2 Tage mit meiner geliebten 29.

Fortsetzung folgt…

Freizeitangebot: ♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: ♥♥♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥ (Wohnort meiner Besten)

Menschen: ♥♥♥

Eine Geschichte über Erfolg, Glückseligkeit und Bullenklöten

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Logbuch: New York, Stunde 50, es ist ein sonniger Tag, der Geldbeutel ist leer und uns verbleiben noch 12 Stunden, bis unser nächster Flieger Richtung Westen startet. Wir waren am Time Square und haben unsere Kreditkarten zum Glühen gebracht, waren im Central Park und haben uns fast verlaufen, waren im Macy´s und haben uns mit der legendären Holzrolltreppe transportieren lassen.

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Last but no least, habe ich  noch einen Bullen an die Klöten gelangt. Was habe ich? Wenn manche nun denken, dass ich einem Police Officer an sein bestes Stück gelangt habe und schreiend weg gelaufen bin, dann ist nur Eines entgegenzubringen. Schmutzig und nein, habe ich nicht. Bei dem Bullen handelt es sich, um den Charging Bull, auch bekannt als Wall Street Bull und er soll Männlichkeit und Mut verkörpern. Er steht, wie der Name schon verrät, in der Wall Street. Ursprünglich stellte er Straßenkunst dar, aber der Schaffer Arturo Di Modica wollte damit etwas ganz anderes ausdrücken: Diese Bronzestatue soll ein Symbol dafür sein, dass man, egal woher man stammt, egal welche Nationalität oder egal welche Herkunft, durch Entschlossenheit und harter Arbeit erfolgreich werden kann. Wirklich very nice, warum er aber unbedingt Männlichkeit ausdrücken muss, ist für mich, eine Frau, natürlich ein wenig unbegreiflich. Wissen wir doch alle, dass auch Frau durchaus sehr erfolgreich sein kann. Das dachten sich bestimmt so einige Frauen und führten diese witzige Tradition ein. Wer besagten Bullen an die Klöten langt, wird erfolgreich und hat lebenslang Glück. Kurz vorab: Ich und geschätzte weiteren Trillionen Menschen werden sehr viel Erfolg und  lebenslang Glück haben. Woher ich das weiß ? Das haben mir dir extrem abgenutzten Klöten verraten. Nicht auszumalen wie dieser Bulle enden wird. Männlichkeit au revoir !

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Eine halbe Stunde später und Richtung Up Town stand ich vor dem nächsten atemberaubenden Building. Die Überleitung gestaltet sich gerade etwas tricky. Wie gelingt es mir von einem Bullen mit gewissen Männlichkeitsproblemen, zu dem Trump Tower zu schwenken und dabei politisch korrekt zu bleiben? Um ehrlich zu sein, gar nicht. Im Gegenteil, ich finde es zum Brüllen. Zurück zum Tower. Er befindet sich in Manhattan und ist stolze 202 Meter hoch. Die Fassade ist in einem Bronzeton gehalten. Wie erinnern uns zurück, Bronzestatue mit abgewetzten Gemächt. Immer noch zum Brüllen. Aber ich muss zugeben, dass Gebäude hat etwas einzigartiges und wunderschönes. Was es ist? Es steht direkt neben dem historischen Juweliergeschäft „Tiffany“. Sorry, aber es lautet schließlich: Diamonds are the girls best friend und nicht Bronze. Nachdem ich mir ausgiebig die Nase an den Schaufenster platt gedrückt habe, überlegte ich mir, wie ich schnellstmöglich an Geld gelangen könnte, um mich bei Tiffany stilgerecht einzudecken. Ein Gedanke, ein Wort. Glücksspiel! Wie der Zufall so will, hebt ja in wenigen Stunden mein nächster Flieger Richtung Westen ab. Okay, es geht nicht nach Las Vegas, NOCH nicht, sondern erstmal nach Phoenix. In wenigen Stunden ? Genau dieser Zustand veranlasste mich, ein wenig in Stress auszubrechen. Warum? 1. Ich leide an dem typischen Organisationsproblem – Syndrom bis ich ein Zeitproblem – Syndrom erlange und 2. Ich muss schon wieder fliegen. Aber erstmal zum Flughafen gelangen, ohne einen Kredit aufgrund der Taxipreise aufzunehmen, in eine Schuldenfalle zu stürzen und letztendlich bei Zwegat und seiner Flipchart zu landen. Nach ausgiebiger Recherche, blieb nur noch eine kostengünstige Alternative, um an den Flughafen zu kommen. Bustransfer. Dieses Wort ist übrigens der kleine Bruder von Geiselnahme. Das Einzige, was auf dieser Fahrt noch unangenehmer war, als der verschwitzte Fahrer vor mir, war der bedenkenswerte Zustand des Lenkrades. Mit der Spureinstellung eines Busses nimmt man es hier anscheinend nicht so genau. So wundert es mich nicht, dass der Fahrer von spontanen, monsunartigen  Schweißausbrüchen heimgesucht wurde, während er versuchte, den Bus irgendwie um eine Kurve zubekommen. Hier kam es eindeutig zu Gute, dass die Bremsen, sagen wir mal, suboptimal waren und so wurde ich Zeuge eines physikalischen Wunders aus Geschwindigkeit, Rotation und Schwerkraft. It´s magic.  Naja, dafür war es günstig und irgendeinen Tot stirbt man bekanntlich immer.

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Apropos Sterben. Der nächste Transfer wird für mich nicht angenehmer, steht ja der 5,5 stündige Flug nach Phoenix an. Nachdem der Sicherheitscheck mit Bravour gemeistert  und ein aberwitziges Sandwich für 18 Dollar verspeist wurde, lies ich die letzten Tage nochmal Revue passieren. Ich habe soviel unterschiedliche Eindrücke erlebt, dass es kaum in Worte zu fassen ist. New York muss man einfach erleben. Die Stadt, die Atmosphäre und die Menschen. Oh Gott, die Menschen. Unterschiedlicher kann ein Menschenschlag nicht sein. Auf der einen Seite, muss man sich von gewissen Taschendieben in Acht nehmen und sollte es tunlichst vermeiden,  nachts im Central Park herum zu stampfen, auf der anderen Seite erlangt man sofortige Hilfe, wenn man fragend in der Subway steht und nicht genau weiß, welches Ticket man ziehen soll. An dieser Stelle nochmal ein großes DANKE an den 70ig – Jährigen New Yorker namens Kurt, der, wie sich herausstellte, gebürtig aus Erlangen kommt. Diese Franken – eine reinste Heuschreckenplage.

Boarding. Einmal tief durchatmen, Augen zu und durch, wie schlimm kann es schon werden. Ach ja, ich habe ein Sitzplatz in letzter Reihe „ergattert“. Ich Glückspilz. So werden wenigstens meine Ängste und Gedanken von der ständigen Geräuschkulisse der Passagierstoilette übertönt. #positivdenkenkannich. Was jetzt noch fehlt ? Genau, mein Resumé. Mit der Skyline vor Augen, ist das ein leichtes.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: -♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥

Next stop, Phoenix. Endlich Wärme und Sonne. Ich freu mich drauf.