Bochum … ich war in dir

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Aufregende Tage liegen hinter mir und ich weiß gar nicht, wie, wo und mit was ich beginnen soll. Wie vielleicht jeder mitbekommen hat, stand der Jahreswechsel an und wie jedes Jahr kam er für mich urplötzlich. Ich habe schon lange aufgehört zu planen. Warum? Die Planer planen, und das Schicksal lacht darüber! Das trifft es wohl am Besten. Überlegt man, mit welchen Menschen man das Jahr begonnen hat und mit welchen Menschen das Jahr endet, stellt man schnell fest, dass eine Planung, egal wie ausgeklügelt und durchdacht, ganz einfach für´n Arsch ist, weil das Schicksal sowieso macht was es will. So stand ich also am 31.12.2015 mit einem Fiege Pils auf der Burg Blankenstein. Grandios! Wer sich nun fragt: Burg Blankenstein? Wo steht die denn rum und überhaupt was soll den bitte Fiege Pils sein? Bochum, Leute, Bochum !!!

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Ich gebe zu, ich habe gewisse Vorurteile was den Pott betrifft und da war Bochum nicht ausgeschlossen. Bochum stellte ich mir grau, verbaut und mit viel Smoke vor. Ach, und Kohle, alles voller Kohle! Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Bochum, du bist wahrhaftig die Blume im Revier, besser hätte es Herbert Grönemeyer in seiner Hommage an Bochum nicht ausdrücken können. Diese Stadt hat es in Rekordzeit in mein Herz geschafft. Mein 4-tägiger-Aufenhalt begann mit einem Spaziergang. Dieser Vorschlag kam von meinem persönlichen Cityguide und ich bin ehrlich, ich dachte mir, gut dann ziehst du dir lieber mal etwas Schwarzes an, da sieht man die Kohleflecken und den Dreck nicht so sehr drauf. Weit gefehlt! Bei dem Anblick auf den wunderschönen Kemnader See kamen glatt heimatliche Gefühle auf. Schon auf dem Weg dorthin, sicherte ich mich durch mehrmaliges Nachfragen ab, ob ich mich überhaupt noch in Bochum befinde. Diese Stadt wirkt einerseits so wunderschön ländlich, aber anderseits ist man in wenigen Minuten im Zentrum, das übrigens als Bermudadreieck betitelt wird. Da ging wohl bei dem ein oder anderen Fiege Pils so einiges verloren. Wenn das nicht mal nach einer super Sause mit meinen Mädels schreit. Aber anderes Thema.

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Vom See aus kann man die prachtvolle Burg Blankenstein sehen, also wurde spontan ein Besuch zur besagten Burg beschlossen. Gesagt, getan, keine 30 Minuten später standen wir vor dem Treppenaufgang des Burgturmes. Oben angekommen – die einen früher, die anderen später – lag mir Bochum zu Füßen. Der Ausblick war atemberaubend und so kam uns die Idee, diesen Ausblick für die Silvesternacht zu nutzen. Diese extrem tolle Idee hatten nicht nur wir, sondern anscheinend auch zwei Veranstalter, die jeweils eine Privatparty ausrichteten. Aber wer mich kennt, weiß, dass mich das wenig beeindruckt und da es das nette Sprichwort gibt – „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ – beeindruckte das auch meinen Cityguide wenig. Ganz nach dem Motto: Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit, schleusten wir uns kurzerhand ein und gaben uns als Partygäste aus. An dieser Stelle möchte ich Sandra nachträglich zu ihrem 30igsten Geburtstag  gratulieren, war echt eine tolle Location! Dann war es soweit, der Countdown wurde eingeläutet und Punkt 0 Uhr erleuchtete Bochum unter einem unglaublich Lichtermeer. Diesen Augenblick nutzte ich für ein persönliches Resumé des Jahres 2015. Es war ein Jahr der Veränderung, des Aufschwungs und Überraschungen. Ja okay, das waren auch die Jahre 2014, 2013 etc. pp. Dann darf ich wohl gespannt sein, was das Jahr 2016 für mich bereit hält. Eines ist klar: Es wird in vollen Zügen gelebt, neue Ziele gesteckt und Träume erfüllt! … porque la vida es muy corta – … weil das Leben zu kurz ist. „Zu Hause“ wieder angekommen wurde dieser grandiose Start ins neue Jahr mit einem Glas, bei uns als Stamperl bekannt, Herbas, ein mallorquinischer Schnaps, perfektioniert.

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Die weiteren drei Tage wurden für Sightseeing genutzt. Und da man eine Stadt erleben muss, geht das am besten zu Fuß. Also wurde gelaufen, gelaufen und gelaufen. Teilweise wurden wir dazu auch gezwungen, da wir auf der Suche nach einem Restaurant waren und die Gastronomen in Bochum offensichtlich etwas vom Feiern verstehen, blieben somit die Pforten der dort ansässigen Restaurants am 01.01.2016 überwiegend geschlossen. Und ich hatte mich doch so sehr auf eine Pizza in der neu eröffneten Pizzaria Vulcano im Stadtteil Laer gefreut. Diese gilt nämlich als Geheimtipp. Was für mich bedeutet, dass ein weiterer Besuch in Bochum unerlässlich ist. Bei erneutem Besuch steht nicht nur eine Pizza bei Vulcano an, sondern auch ein Besuch im Bergbaumuseum, das, Überraschung, auch geschlossen hatte. Also machten wir uns auf den Weg ins legendäre Bermudadreieck, direkt in der City. Nein, nicht um unseren Kummer bei einem Fiege Pils zu ertränken, sondern, um uns die beste Currywurst in ganz NRW ins Gesicht zu drücken. Ich gebe zu, als der Vorschlag Currywurst auf kam, war ich wie immer skeptisch. Sorry, ich komm aus Franken/Bayern. Die Hochburg der Wurstkultur. Challange accepeted, hieß dann das dazugehörige Motto. Diese besagte Currywurst findet man übrigens im Bratwursthaus. Da hatte jemand wohl eine Mußestunde bei der Namensgebung, aber ich versuchte sie und ich musste mit erstaunen feststellen, die war wirklich richtig gut und somit empfehlenswert. Das Highlight war aber jedoch die Dame, die uns bediente. So stelle ich mir eine Frau aus dem Pott vor. Der „Dialekt“, die Statur, das fröhliche Erscheinungsbild, einfach alles war komplett klischeehaft. Allgemein ist zu der Bochumer Bevölkerung zu sagen, dass sie ein sehr freundliches Völkchen sind. Reinste Frohnaturen. Gut, ich gebe zu, soviele habe ich nun nicht kennen gelernt, aber gehe ich von meinem Cityguide aus, dann kann ich das mit guten Gewissen behaupten. Denn dieser Mensch verkörpert Bochum. Vielseitigkeit, Humor, Charme, Höflichkeit bis hin zur Verrücktheit, all das trifft auf besagten Cityguide genauso wie auf Bochum zu. Hier ist das Leben durchaus lebenswert.

Fazit: Herbert Grönemeyer hat es wunderbar getroffen und deshalb gebührt ihm der Abschluss!

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥♥♥♥

Lebenskosten: ♥♥♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥

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Ein Gedanke zu “Bochum … ich war in dir

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