Eivissa – where rainbows end

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Die Zeit der Urlaubsplanung steht an und da dachte ich mir, hau´ ich mal ein Special über meine absolute Lieblingsinsel, Ibiza, raus. Wenn man mich in Deutschland nicht anfindet, ich auf Nachrichten jeglicher Form nicht reagiere und telefonisch nicht erreichbar bin, wissen meine Freunde bestens bescheid – sie hatte die Nase voll und gönnt sich ein Glas Vino bei einer phänomenalen Portion Paella auf ihrer Insel. Lediglich die Zeitspanne ist immer ungewiss, vom spontanem Wochenendtrip bis One-Way-Ticket war schon alles dabei. Begonnen hat alles im zarten Alter von 18 Jahren. Ganze zwei Monate war ich volljährig, wurde sich ein Ticket nach Ibiza ohne Rückflug, ohne Hotel und ohne jeglicher Planung gekauft. Knappe 4 Stunden später, saß ich mit einem Cocktail in der Hand, zwischen fremden Menschen, in einer Clubanlage und sah mir eine Live-Interpretation von Starlight Express an. Weitere 30 Minuten darauf, wurde mir ein Eisbeutel auf mein ramponiertes Knie gedrückt, da mich einer der Akteure, nennen wir ihn Elektra, mit voller Wucht um gefahren hat. Irgendwie war´s klar. Das war übrigens der Beginn einer wundervollen bis heute andauernden Freundschaft, wenn nicht sogar Seelenverwandtschaft oder whatever man dazu sagen mag. Somit wurde die Insel zusammen erkundet und Ibiza bietet so einiges.

september 2013 3588

Sie ist nicht nur eine Partyhochburg, diese Insel hat so wunderschöne einsame Buchten, einheimische, kleine Lokale und ein wunderschönes Landschaftsbild, das zum Wandern einlädt. Okay, ich bin ehrlich, mir ist noch nie in den Sinn gekommen auf den sa Talaia,Ibizas höchste Erhebung , zu stiefeln, aber man könnte. Seither hat mich dieses Stückchen Land im Mittelmeer in seinen Bann gerissen. Diese drittgrößte, balearische Insel  hat einfach etwas magisches und deshalb, folgten weitere, zahlreiche Besuche. Ob mit Freundinnen, Elektra oder alleine, alle Wege führen bekanntlich nach Rom oder in meinem Falle war es eben nach Ibiza. So lag es natürlich auf der Hand, dass ich mehr, als nur Urlaub auf Eivissa erleben wollte. Also wurde sich spontan als Barkeeperin beworben und -surprise – ich wurde glatt genommen. Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als ich meine grandiose, berufliche Perspektive meinen Eltern mitteilte. Ihre Reaktion glich der Ratiopharmwerbung, ganz nach dem Motto: „Und das ist ihr Durchfallgesicht.“ Zur Erleichterung aller Beteiligten, ist letztendlich doch noch etwas anständiges aus mir geworden.

september 2013 3648

Sobald man auf der Insel angekommen ist, empfehle ich, sein Gepäck diebstahlsicher zu deponieren und sich sofort zur nächsten Rollervermietung zu begeben. Hier kann man dann meist zwischen Roller Typ „Danger“ oder „Attention“ wählen. Hier sollte man mit gewisser Ernsthaftigkeit an die Sache ran gehen und deswegen treffe ich die Auswahl immer sehr durchdacht und nach harten Kritikpunkten. Ich nehme immer den Pinken. Wenn ich schon mit Adrenalin durchflutet werde, dann möchte ich zu mindestens hübsch aussehen. Je nachdem wie meine aktuelle Gefühlslage ist, wähle ich mir mein „Reiseziel“, also meinen ersten Strand aus und da gibt es so einige schöne Playas. Wenn ich keine Lust auf die typischen Touristen habe, fällt die Wahl auf „Es Pou des Lleó“, ein kleiner Geheimtipp, da dieser Strand, bestehend aus feinsten Sand und kristallklaren Wasser, größtenteils nur von den Einheimischen aufgesucht wird. Cala d’Hort kommt bei mir persönlich auch immer gerne in die engere Auswahl, da der Sand so unglaublich fein und die Aussicht einfach spektakulär ist, außerdem ist das dortige Strandlokal „Chiringuito“ für Paellafans ein absolutes Muss. Ich könnte allein an Stränden einen ganzen Blogeintrag schreiben, deshalb die wichtigsten Hotspots. Für Romantiker empfehle ich „Cala Xarraca“, für die Partysuchenden, den wohl bekanntesten Strand, „Platja d’en Bossa“ und sollte man sich mal danach sehnen, nackt durch die Landschaft zu springen, dann kommt „Es Cavallet“ in Frage. Ein kleines Paradies für Nudisten.

september 2013 3877

Nach einem erholsamen Tag am Strand, steht dann bekanntlich die Abendplanung an. Für Partywütige ist Ibiza das Paradies schlecht hin. Weltbekannte DJ´s findet man auf Ibiza, wie Sand am Meer, die besten Clubs Europas reihen sich nur so auf und die House Musik hat hier wahrhaftig ihr zu Hause. Jedem ist das Pacha, das Amnesia oder das Space ein Begriff. Aber wenn ich mich mal dazu entschließe, eine Supersause zu starten, dann fällt meine Wahl auf das Ushuaïa Ibiza Beach Hotel. Dessen bekannteste Party ist wohl die F*** Me I’m Famous und wirklich legendär. Sollte man dann, noch das Bedürfnis haben, vorab vor glühen zu müssen, kommt eigentlich nichts anders in Frage, als das Bora – Bora, eines der ersten Beachparty-Venues überhaupt auf Ibiza und somit eine Institution mit Kultstatus. Ehrlich gesagt, ist meine letzte größte Supersause schon einige Besuche her. Viel, viel lieber stürme ich, gerne auch 2 – 3 x wöchentlich, meinen absoluten Lieblingsmarkt. Markt? Ja, Markt und zwar keinen anderen, als den wunderschönen Hippiemarkt. An mir ging einfach ein Hippie verloren und sollte ich irgendwann endgültig die Schnauze voll haben, kauf ich mir einen Stand, nenne ihn Franzi´s Flower Power Bude und schmetter ihn auf besagten Hippiemarkt, wedle mit Räucherstäbchen durch die Gegend, lass´ mir bunte Federn ins Haar flechten und kämpfe für den Weltfrieden. Laufe nur noch mit farbenfrohen Hippieklamotten rum, lass´ mir regelmäßig neue Henna Tatoos aufpinseln und verkaufe Holzschmuck, den ich natürlich selbst schnitze.

september 2013 3683

So, aber ihr fragt euch bestimmt, was treibt sie dann abends auf der Insel, wenn sie nicht wie eine Verrückte durch irgendeinen Club springt. Ich schnappe mir meinen pinken Rollercoaster, düse nach Sant Antoni de Portmany, hole mir noch schnell ein kaltes san miguel, setze mich auf einen Felsen vor dem Café del Mar, sehe aufs Meer hinaus und gönne mir einen der schönsten Sonnenuntergänge Europas. Dieser Anblick ist einfach ein Erlebnis und man erlangt eine wundervolle innere Ruhe. Die leider nicht von langer Dauer ist, da ich anschließend mit meinem Dangerbike wieder in die City, um genauso sein Ibiza Stadt, „fahre“. Den Pulsschlag von 180/Minute nutze ich gleich aus und erobere den Berg, auf dem sich das Wahrzeichen von Ibiza befindet.  Nach dem etwas mühseligen Aufstieg auf die Burg, hat man einen atemberaubenden Ausblick auf Ibiza, dazu die Klänge von leiser Livemusik, die aus irgendeiner Ecke der Stadt erklingt. Genau diese magischen Momente machen Ibiza so einzigartig und das Leben einfach lebenswerter.

Wenn jetzt nicht Januar wäre, würde ich mich glatt wieder im Flieger Richtung Balearen befinden, deswegen komme ich an dieser Stelle zu meinen Resumé.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥

MAGIE: ♥♥♥♥♥

Fazit: Ein Leben auf Ibiza wird wohl nie ganz möglich sein, aber eine kleine Wohnung, im besten Falle sogar eine kleine Pension, wäre ein kleiner Traum von mir und bekanntlich sollte man Träume wahr werden lassen. Denn in und an Ibiza, habe ich so einiges lieben gelernt. Also wir dürfen gespannt sein!

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