Sackerl? Das heißt Tüte! MFG Piefke

Hinterlasse einen Kommentar Standard

 Neue Reise, neues Motto. Diesmal lautete es „grenzenlos“. Ja, ich weiß, es ist nicht mal ein Motto, sondern einfach nur ein in den Raum geworfenes Wort. Ich bin eben ein Fan des Minimalismus und da ich bekanntlich keine Grenzen kenne bzw. jene gerne überschreite, ging es folglich ins Ausland. Klingt total spektakulär, aber, bitte beruhigen Sie sich alle wieder, es ging lediglich nach Österreich. Warum lediglich? Ja, von Bayern aus gesehen, ist Österreich keine Weltreise. Genauer gesagt, ging es in die angebliche, zweitlebenswerteste Stadt der Welt: Wien, auch bekannt als Vienna. Für manche Publikationen gilt sie sogar als lebenswerteste. Das musste natürlich von mir genauer unter die Lupe genommen werden und deshalb unterlag Wien einer längeren Testphase. Diese Stadt wurde in allen Jahreszeiten von mir bereist und eines kann ich vorweg nehmen: Das Klischee , sie seien ein langsames Volk, mit dem die Österreicher zu kämpfen haben, kann teilweise bestätigt werden, aber in einer Sache sind sie die Schnellsten. Mensch, was ihr wieder denkt! Ich rede vom angehupt werden.  Da sind ganz besonders die Wiener recht fix. Sobald man nämlich im Besitz eines deutschen Autokennzeichens ist, wird man lautstark angehupt. Ich würde sogar behaupten, man versucht durch die entstehenden Schallwellen der Hupe, jenen, also mich, von der Straße zu „wehen“.  Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.  Anfangs dachte ich noch, es liegt an meinen Fahrkünsten, aber weit gefehlt. Schlau wie ich bin, lieh ich mir ein Auto mit österreichischem Kennzeichen und nichts. Absolut nichts. Noch nicht mal, als ich bei grün vor der Ampel stehen blieb. Skandal!

11390275_1092048130806387_1337673835805073240_n

Abgesehen davon, ist Wien ein absolutes Erlebnis. Eine City mit soviel Charme. Hier treffen alle Kulturen und Menschen unterschiedlichster Schichten aufeinander. Es ist einfach  eine reinste Freude sich in ein Kaffee zu setzen, eine Melange und eine Sachertorte zu bestellen und die Stadt mit dessen Bewohnern zu beobachten. Gut gestärkt und amüsiert, konnte ich  nun endlich mit der Sightseeing-Tour beginnen. Also kletterte ich auf mein Fahrrad – auf mein was? Ja, ich bin doch nicht total Banane und tu´ mir das mit dem Auto an, womöglich laufe ich da noch die Gefahr eines bleibenden Tinitusschadens. Wenn sich jetzt manche fragen – wo bekommt die schon wieder ein Fahrrad her?- kann ich das ganz easy beantworten: Die stehen überall in Wien herum. Hierbei handelt es sich um so genannte Bike- and Drive Stationen, die in ganz Wien zu finden sind. Man meldet sich über eine Station an, bekommt ein Fahrrad, im perfekten Falle ist es lila und düst wie eine Bekloppte los. Warum, wie bekloppt ? Weil die erste Stunde kostenlos ist. Wien ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt und man kann alle Highlights der Stadt ohne große Mühe abfahren. Natürlich auch die wunderschöne Fußgängerzone, die zum Power – Shopping förmlich  einlädt. Warum auch sonst würde sich ein Korb an mein Fahrrad befinden, wenn er nicht gefüllt werden wollte.  Aber anderes Thema.

1392479086633

Erstes Ziel, war der legendäre Naschmarkt und er macht seinen Namen alle Ehre. Eigentlich sollte er „Fressmarkt“ heißen, aber wahrscheinlich passt das nicht in das Marketingkonzept der Stadt. Schon am fünften Stand, habe ich soviel „genascht“, dass ich hätte platzen können. Aber wie heißt es so schön, wenn man  A sagt, muss man auch B sagen, also wurde es konsequent bis zum letzten Stand durchgezogen. Ich sah schon die Schlagzeile vor mir: Fränkin stirbt einen qualvollen Tod aufgrund „Naschens“. Ging ja nochmal alles gut. Fazit: Der Naschmarkt bietet alles was das Herz begehrt außer „H´s“, die waren leider an diesem Tag ausverkauft. Irgendwie gelang es mir weiter zu fahren, nicht, weil ich noch was probieren wollte, nein, versucht ihr mal nach gefühlten 4 Kg Nahrungsaufnahme mit dem Fahrrad voranzukommen. So stand ich 30 Minuten später, ein wenig kurzatmig, vor meinem hoffentlich, zukünftigen Wochenenddomizil. Schloss Schönbrunn! Alter, Kaiserin hätte man sein müssen. Hier werden eindeutig Prinzessinenträume wahr. Vorallem in der Sommerzeit traumhaft, da dann die komplette Blühtenpracht im Schlossgarten seinen Höhepunkt nimmt. Und wir reden hier nicht von einem gewöhnlichen Garten. Es gleicht eher einem Park. Beginnend mit besagter Bepflanzung, schließt  sich  daran direkt der Neptunbrunnen. Danach folgt gleich der Aufstieg zur Gloriette. Oben angekommen, hat man ein sagenhaften Ausblick auf die Dächer Wiens. Optimal lässt man sich dann auf ein Stücken Wiese nieder, trinkt einen Kaffee, den man unten am Kiosk erworben hat, genießt den Ausblick und entspannt für mindestens 30 Minuten. Natürlich hatte ich keinen Kaffee und mein Stückchen Wiese befand sich direkt neben einem etwas überfordert wirkendem, dreifachem, alleinerziehendem Vater.

FotorCreated.png

Kurzerhand trat ich die Flucht an. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinder, aber in diesem Fall fiel es mir sehr schwer. Aber ich nahm die Gelegenheit, um zu meinem absoluten Lieblingsort zu laufen, der sich nämlich direkt neben dem Schlossgarten befand. Kleiner Tipp, er ist in jeder größeren Stadt mein absoluter Lieblingsort. Trommelwirbel. Der ZOO! Ich liebe Zoos. Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, sämtlichen Zorn von Tierschutzaktivisten auf mich zu ziehen, so ist zu meiner Verteidigung zu sagen: Ich liebe halt Zoos. Ganz besonders hat es mir der Brillenbär angetan. Warum, das weiß ich auch nicht ganz genau, aber er ist mir irgendwie sympathisch, wenn er seine Nase in fremde Sachen steckt. Wien hat aber noch so einiges zu bieten und um das alles aufzuzählen würde ich Tage benötigen. Für weitere Besuche, bin ich auch sofort zu haben, leben wollte ich hier aber nicht, da es mir einfach zu stressig ist. Eine Stadt, die niemals schläft. Außerdem würde ich gerne im ersten Bezirk wohnen, aber dafür müsste ich zehnfacher Millionär sein oder, ihr wisst was jetzt kommt, der Lewandowski – Plan. Da das in den nächsten Monaten eher unwahrscheinlich ist, suche ich noch ein bisschen weiter bzw. chille ich ab und an hier ein wenig rum. Ich muss unbedingt noch einmal  die Sternwarte besuchen und einen Blick auf den Mars werfen, ein bis elf Bier im Kängurus trinken und, oh meine Güte, natürlich noch einmal den Prater stürmen. Himmelswillen, kann man da eine Gaudi haben. Also wie gesagt, es wird nicht mein letzter Besuch gewesen sein, aber trotz alledem das Resumé.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥

 

Werbeanzeigen

A Packl Fotzn is glei aufgrissn – welcome to Bavaria !

Kommentar 1 Standard

Wie im letzten Beitrag ankündigt, ging es weiter an den schönen Ammersee. Von München aus ca. 42 Km. Das sind in meiner persönlichen Maßeinheit mit dem Auto ca. 25x angehupt werden, 4x falsch einordnen und 2x den Mittelfinger gezeigt bekommen. Als ob mich das irgendwie tangieren und meine Fröhlichkeit beeinflussen würde. Amateure! Endlich angekommen, ging es sofort zu meiner Cousine, die mich mit einem bayrischen Wurstsalat und mit den Worten „Sektchen oder Bierchen?“ begrüßte. Da war ich also, im schönen Eching am Ammersee. Im schönen, RUHIGEN Eching am Ammersee. Heute kann ich diese Ruhe genießen, aber nur weil ich weiß, dass ich im Besitz eines Führerscheins bin und innerhalb von Sekunden weg düsen könnte. Im Alter von 16 Jahren, war diese Ruhe zum … ÖDE. Es war einfach nur unglaublich öde. Alles was ich zu Fuß erreichen konnte war die Minigolfanlage. Wahrscheinlich hätte man auch noch andere Sachen zu Fuß erreichen können, aber ich gehöre eindeutig nicht zu den wanderfreudigsten Menschen und alles was über 1 Km hinausgeht, fällt bei mir unter Wanderung. Es ist nicht so, als sei ich unsportlich und könnte keine weitere Strecken zurück legen, es liegt eher daran, dass ich zu den Menschen gehöre, die es schaffen, barfuß umzuknicken und sich spektakulär und abenteuerlich aus dem Nichts einen dreifachen Bänderriss mit Meniskusschaden und Bruch des Mittelfußknochens zu zuziehen.

ammersee

Aber zurück zur Minigolfanlage. Für Manche bzw. für den größten Teil der Menschheit ist es lediglich eine Anlage, die zur Bespaßung beitragen soll. Bei mir jedoch, ist diese Anlage zu meiner persönlichen Lebens-Challenge geworden und ich versuche seit meinem 8 Lebensjahr mein Handicap zu verbessern. So war es klar, dass mein nächster Stop, diese besagte Anlage war. Da stand ich nach 45min. wieder. Loch 16. Für Unwissende, erkläre ich besagte Herausforderung gerne einmal. Hierbei sollte man seinen Minigolfball präzise, einmal quer über die gesamte Minigolfanlage schmettern, damit man dann, den Ball ins ca. 1 Meter hohe und gefühlt fingerhutbreite Netz versenkt. Als Hilfsmittel bekommt man, großzügigerweise einen, im Erdreich, halb versenkten Gummireifen, auf den man seinen Minigolfball legen darf und der somit zur Erleichterung des Abschlags beitragen soll. Aha! Was für ein Spaßvogel hat sich das denn ausgedacht. Kurz und knapp, könnt ihr euch jetzt vorstellen, warum diese Anlage zu einer Lebensaufgabe geworden ist bzw. an welchem Punkt es immer wieder scheitert. So auch dieses Mal. Und bevor ich wieder den Schläger im See versenkte, entschied ich mich für einen Kaffee und einem hausgemachten Apfelstrudel mit Vanilleeis im Seehaus Schreyegg, das direkt am See liegt und einen wunderschönen Ausblick auf jenen bietet.

12755057_1249051541772711_445379625_o

Als ich da so saß, mit dem Blick auf den See und den Alpen im Hintergrund, ist es mir selbst aufgefallen. Ob Konstanz, Ibiza oder Bochum, letztendlich sitze ich immer am Wasser rum und fühle mich da am wohlsten. Diese Erkenntnis bringt mich doch schon einen Schritt weiter. Meine Sinn City muss am Wasser liegen! Egal, ob am Meer, Fluss oder am See. Also kommen schon mal alle besagten Städte in die zweite Runde, dachte sie sich, setzte sich ins Auto und peilte ihren nächsten Ausflugsort an. Kloster Andechs. Einer, der schönsten Plätze in Bayern und nicht nur das, sondern auch der älteste Wallfahrtsort in good old Bavaria. Wo soll ich nur beginnen. Es ist in erster Linie, wie schon erwähnt, ein Wallfahrtsort und in zweiter, ein Schlemmerparadies. Schweinzhaxe, Leberkäs, Brezn, Obatzer und Bier. Letzteres, kann einem so wundervoll zum Verhängnis werden, da es sich hierbei um dunkles, Starkbier handelt. Yeah! Man kann ja Bavaria für manches kritisieren, aber was die Ess- und Trinkkultur angeht, wohl nicht. Sorry, man konzentriert sich hier einfach aufs Wesentliche. A zümpftige Brotzeit eben. Nach Dieser, ging es traditionell in den Kloster-Fan-Shop, wie ich ihn liebevoll nenne. Hier kann man dann alle „Jesus-Fan-Produkte“ erwerben und ohne Rosenkränze für meine Liebsten, komme ich hier auch nicht raus. So auch dieses Mal. Es ist ein wundervoller Ort und ist wirklich einen Besuch wert, vor allem im Sommer, wenn um und im Klostergarten alles zum Blühen beginnt. Es ist so schön dort, dass ich kurzzeitig in Erwägung gezogen habe, diesen „Verein“ beizutreten. Es wäre so Vieles einfacher. Aber, ich habe ja eine Mutter, die die Gabe hat mich blitzschnell wieder in die Realität zu holen, dieses mal mit den Worten:“ Kind, das ist ein Männerkloster!“ Na toll, aus der Traum vom Nonnen-Leben!

12647692_1231042970240235_642987595_n

Etwas niedergeschmettert, ging es den „Heiligen Berg“ wieder abwärts, Richtung See. Die Region am, sowie um den See bietet vor allem für Familien einige Ausflugsorte. Vom Mammendorfer Freibad, zum Starnberger See, bis hin zum legendären Bad Tölzer Alpamare. Alles recht fix vom Ammersee erreichbar. Warum ich das weiß? Weil ich natürlich schon all diese Orte bereist habe. Dazu muss man wissen,  dass hier alle wilden Wasserrutschen, die es irgendwie und irgendwo in Bayern gibt, genau hier zu finden sind. Hierbei ist die Rutschtechnik das A und O. Im Normalfall gehöre ich zu den Typen, safty first, aber nicht bei Wasserrutschen. Hier lautet das Motto eher, nackte Backen, lass es knacken. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Badehöschen unbedingt zwischen die Pobacken geklempt werden muss, sonst wird es eben  keine vernünftige Supersause.

Vielleicht gehöre ich einfach hier her! Schließlich ist hier meine halbe Familie ansässig. Könnte man meinen, wenn es nicht ein klitzekleines Problem geben würde. Ein Quadratmeter Land am Ammersee kostet gefühlte drölf tausend €.  An dieser Stelle hoffe ich jetzt, dass Herr Robert Lewandowski endlich auf mich aufmerksam geworden ist und sich zu einer zeitnahen Eheschließung mit mir hinreißen lässt. Ich gebe zu, dass die Wahrscheinlichkeit nicht recht hoch ist, deswegen entscheide ich mich für Plan B. Ich mach hier einfach ab und an Urlaub, setz mich wieder in mein Auto und suche einfach weiter. Ordnungshalber noch schnell mein Resúme. In diesem Sinne pfierds eich.

Freizeitangebot: ♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥