A Packl Fotzn is glei aufgrissn – welcome to Bavaria !

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Wie im letzten Beitrag ankündigt, ging es weiter an den schönen Ammersee. Von München aus ca. 42 Km. Das sind in meiner persönlichen Maßeinheit mit dem Auto ca. 25x angehupt werden, 4x falsch einordnen und 2x den Mittelfinger gezeigt bekommen. Als ob mich das irgendwie tangieren und meine Fröhlichkeit beeinflussen würde. Amateure! Endlich angekommen, ging es sofort zu meiner Cousine, die mich mit einem bayrischen Wurstsalat und mit den Worten „Sektchen oder Bierchen?“ begrüßte. Da war ich also, im schönen Eching am Ammersee. Im schönen, RUHIGEN Eching am Ammersee. Heute kann ich diese Ruhe genießen, aber nur weil ich weiß, dass ich im Besitz eines Führerscheins bin und innerhalb von Sekunden weg düsen könnte. Im Alter von 16 Jahren, war diese Ruhe zum … ÖDE. Es war einfach nur unglaublich öde. Alles was ich zu Fuß erreichen konnte war die Minigolfanlage. Wahrscheinlich hätte man auch noch andere Sachen zu Fuß erreichen können, aber ich gehöre eindeutig nicht zu den wanderfreudigsten Menschen und alles was über 1 Km hinausgeht, fällt bei mir unter Wanderung. Es ist nicht so, als sei ich unsportlich und könnte keine weitere Strecken zurück legen, es liegt eher daran, dass ich zu den Menschen gehöre, die es schaffen, barfuß umzuknicken und sich spektakulär und abenteuerlich aus dem Nichts einen dreifachen Bänderriss mit Meniskusschaden und Bruch des Mittelfußknochens zu zuziehen.

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Aber zurück zur Minigolfanlage. Für Manche bzw. für den größten Teil der Menschheit ist es lediglich eine Anlage, die zur Bespaßung beitragen soll. Bei mir jedoch, ist diese Anlage zu meiner persönlichen Lebens-Challenge geworden und ich versuche seit meinem 8 Lebensjahr mein Handicap zu verbessern. So war es klar, dass mein nächster Stop, diese besagte Anlage war. Da stand ich nach 45min. wieder. Loch 16. Für Unwissende, erkläre ich besagte Herausforderung gerne einmal. Hierbei sollte man seinen Minigolfball präzise, einmal quer über die gesamte Minigolfanlage schmettern, damit man dann, den Ball ins ca. 1 Meter hohe und gefühlt fingerhutbreite Netz versenkt. Als Hilfsmittel bekommt man, großzügigerweise einen, im Erdreich, halb versenkten Gummireifen, auf den man seinen Minigolfball legen darf und der somit zur Erleichterung des Abschlags beitragen soll. Aha! Was für ein Spaßvogel hat sich das denn ausgedacht. Kurz und knapp, könnt ihr euch jetzt vorstellen, warum diese Anlage zu einer Lebensaufgabe geworden ist bzw. an welchem Punkt es immer wieder scheitert. So auch dieses Mal. Und bevor ich wieder den Schläger im See versenkte, entschied ich mich für einen Kaffee und einem hausgemachten Apfelstrudel mit Vanilleeis im Seehaus Schreyegg, das direkt am See liegt und einen wunderschönen Ausblick auf jenen bietet.

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Als ich da so saß, mit dem Blick auf den See und den Alpen im Hintergrund, ist es mir selbst aufgefallen. Ob Konstanz, Ibiza oder Bochum, letztendlich sitze ich immer am Wasser rum und fühle mich da am wohlsten. Diese Erkenntnis bringt mich doch schon einen Schritt weiter. Meine Sinn City muss am Wasser liegen! Egal, ob am Meer, Fluss oder am See. Also kommen schon mal alle besagten Städte in die zweite Runde, dachte sie sich, setzte sich ins Auto und peilte ihren nächsten Ausflugsort an. Kloster Andechs. Einer, der schönsten Plätze in Bayern und nicht nur das, sondern auch der älteste Wallfahrtsort in good old Bavaria. Wo soll ich nur beginnen. Es ist in erster Linie, wie schon erwähnt, ein Wallfahrtsort und in zweiter, ein Schlemmerparadies. Schweinzhaxe, Leberkäs, Brezn, Obatzer und Bier. Letzteres, kann einem so wundervoll zum Verhängnis werden, da es sich hierbei um dunkles, Starkbier handelt. Yeah! Man kann ja Bavaria für manches kritisieren, aber was die Ess- und Trinkkultur angeht, wohl nicht. Sorry, man konzentriert sich hier einfach aufs Wesentliche. A zümpftige Brotzeit eben. Nach Dieser, ging es traditionell in den Kloster-Fan-Shop, wie ich ihn liebevoll nenne. Hier kann man dann alle „Jesus-Fan-Produkte“ erwerben und ohne Rosenkränze für meine Liebsten, komme ich hier auch nicht raus. So auch dieses Mal. Es ist ein wundervoller Ort und ist wirklich einen Besuch wert, vor allem im Sommer, wenn um und im Klostergarten alles zum Blühen beginnt. Es ist so schön dort, dass ich kurzzeitig in Erwägung gezogen habe, diesen „Verein“ beizutreten. Es wäre so Vieles einfacher. Aber, ich habe ja eine Mutter, die die Gabe hat mich blitzschnell wieder in die Realität zu holen, dieses mal mit den Worten:“ Kind, das ist ein Männerkloster!“ Na toll, aus der Traum vom Nonnen-Leben!

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Etwas niedergeschmettert, ging es den „Heiligen Berg“ wieder abwärts, Richtung See. Die Region am, sowie um den See bietet vor allem für Familien einige Ausflugsorte. Vom Mammendorfer Freibad, zum Starnberger See, bis hin zum legendären Bad Tölzer Alpamare. Alles recht fix vom Ammersee erreichbar. Warum ich das weiß? Weil ich natürlich schon all diese Orte bereist habe. Dazu muss man wissen,  dass hier alle wilden Wasserrutschen, die es irgendwie und irgendwo in Bayern gibt, genau hier zu finden sind. Hierbei ist die Rutschtechnik das A und O. Im Normalfall gehöre ich zu den Typen, safty first, aber nicht bei Wasserrutschen. Hier lautet das Motto eher, nackte Backen, lass es knacken. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Badehöschen unbedingt zwischen die Pobacken geklempt werden muss, sonst wird es eben  keine vernünftige Supersause.

Vielleicht gehöre ich einfach hier her! Schließlich ist hier meine halbe Familie ansässig. Könnte man meinen, wenn es nicht ein klitzekleines Problem geben würde. Ein Quadratmeter Land am Ammersee kostet gefühlte drölf tausend €.  An dieser Stelle hoffe ich jetzt, dass Herr Robert Lewandowski endlich auf mich aufmerksam geworden ist und sich zu einer zeitnahen Eheschließung mit mir hinreißen lässt. Ich gebe zu, dass die Wahrscheinlichkeit nicht recht hoch ist, deswegen entscheide ich mich für Plan B. Ich mach hier einfach ab und an Urlaub, setz mich wieder in mein Auto und suche einfach weiter. Ordnungshalber noch schnell mein Resúme. In diesem Sinne pfierds eich.

Freizeitangebot: ♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥

 

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Ein Gedanke zu “A Packl Fotzn is glei aufgrissn – welcome to Bavaria !

  1. Bin über deine Tinder-Werbung hierher gekommen und muss sagen, dass du wirklich richtig super schreibst und ich gerne lese! Ich würde auch hoffen, dass du dich zu einer zeitnahen Eheschließung mit mir hinreißen lassen würdest :-p
    LG Sebastian

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