Wenn es Mama nicht reparieren kann, sind wir am Arsch

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Du bist mein Ursprung, mein Vertrauen,

meine Insel und mein Schatz,

mein Mund, der formt dein Lachen,

mein Herz schlägt deinen Takt.

Mein heutiger Eintrag, geht an alle Mütter. Jene, die es gerade geworden sind, #foreverminibreen, jene, die es werden wollen und jene, die es schon viele Jahre sind z. B. 32 Jahre lang. Mütter haben den ehrenwertesten, verantwortungsvollsten und anstrengsten Job dieser Welt und Liebe ist ihre Entlohnung. Mutterliebe ist bedingungslos und unendlich. Warum ich noch keine Mutter bin? Sagen wir, ich habe einfach Respekt und Angst, viel Angst. Angst zu versagen. Angst diesem „Job“ nicht gerecht zu werden. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich das große Glück habe, die Pionierin der Mutterschaft zu erwischen. Meine Mutter. Auf den Tag genau, wird dieser liebevolle Mensch 60 Jahre alt und aus diesem Grund, widme ich ihr diesen Eintrag.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, na klar, ich wusste immer, dass sie nur mein Bestes wollte und das Regeln und Gesetze nun mal dazu gehören. Deswegen fande ich es auch immer gerechtfertigt, mit süßen 16 um 21.30 Uhr zuhause sein zu müssen, mich mit manchen Leuten erst gar nicht treffen zu dürfen (ich hatte es natürlich sofort eingesehen, dass sie schlechter Umgang für mich waren) und nicht bauchfrei in die Schule zu erscheinen. Jetzt weiß ich, dass es zu meiner Erziehung gehörte, damals aber, war es für mich reine Schikane und sie mein persönlicher General. Sagte ich damals? Das ist jetzt der Moment, in dem alle Mütter laut lachen. Es wird niemals enden. Muttersein ist lebenslang.

Letzte Woche musste ihr Lebensgefährte tatsächlich mit seinem Auto vor mir herfahren, damit ich sicher im Dunkeln mit meinem Mini an die Hauptstraße zurück finde. Ich möchte erwähnen, dass mein Mini auch gewisse Scheinwerfer besitzt und ich nicht mit einem Kerzenlicht auf der Motorhaube fahre. War ihr egal. Das Kind könnte sonst von der Straße abkommen, verunglücken und keiner würde sie finden, da die Handyverbindung in dieser Region sehr schlecht ist. Meinen Einwand, dass dem Lebensgefährte auf besagten Rückweg das gleiche ausgemalte Schicksal ereilen könnte, wurde mit einem, „ach, was soll denn da passieren“, eliminiert. Wie gesagt, Mutterliebe ist bedingungslos, aber leider nicht für alle Menschen. Sorry, Klaus.

Ich habe, als Tochter gelernt, manche Dinge einfach mit einem Lächeln hinzunehmen und mich meinem Schicksal zu ergeben. Wie vor 4 Jahren. Meine Mutter rief im Büro an. Ich war nicht da. Krank. Krank? Mein Kind bleibt nicht von der Arbeit weg wegen krank. Also düste sie mit dem Zweitschlüssel meiner Wohnung zu mir. Übrigens, überlegt euch gut, ob ihr euren Müttern leichtfertig den Zweitschlüssel überlast. Ihr werdet zu 12 Jährigen, die keine Privatsphäre mehr haben. Sie stürmte die Wohnung, fande mich mit einer schlimmen Mandelentzündung vor, die gerade dabei war, meine Luftröhre zu schwellen zu lassen. Sie packte meine sieben Sachen einschließlich meinen Stoffhasen aus Kinderzeiten (Hoppel) und übergab mich meinem Hausarzt. Er konnte den Satz, schnell ins Krankenhaus, nicht richtig aussprechen, schleppte sie mich wieder ins Auto und düste weiter. Liebe Krankenwagenfahrer dieser Welt, von dieser Frau könnt ihr lernen. Letztendlich bin ich ihr für diese Aktionen immer sehr dankbar. Trotzdem war ich peinlich berührt, als sie filmreif in das Krankenhaus stürmte, mit den Worten.“ich brauche einen Arzt“ und  gleichzeitig die arme Krankenschwester mit: „ja, sie bekommen die geschissene Krankenkarte gleich!“ elegant abservierte. Jeder Mensch wäre sofort eingeschnappt gewesen, nicht diese Damen. Sie sah mich an und fragte mich: Ihre Mutter? Ich nickte. Sie lächelte. Alles war okay. Ich glaube, medizinisches Personal hat öfter mit dem Phänomen Mutter zu tun.

Aber, wie gesagt, für all diese Dinge liebe ich sie so sehr. Ich könnte stundenlang von dieser kleinen, liebevollen und frechen Person reden, aber kein Eintrag würde ihr nur ansatzweise würdig werden. Ich versuch es dennoch und zwar mit dem Top Sätzen meiner Mutter. Ich bin mir sicher, jeder hat sie schon mindestens einmal von seiner Mutter gehört. Wo lernt man diese überhaupt? In der Schwangerschaftsvorbereitung? Oder gibt es ein geheimes Mutterbuch, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird? Wie auch immer, lassen wir die Spiele beginnen.

11. „Andere wären froh, wenn sie das hätten.“ Ein absoluter Klassiker. Ja klar Mutter, jedes Kind dieser Erde wünscht sich mit 10 nichts lieber, als selbstgestrickte Fäustlinge und einem Geldbeutel zum Umhängen.

10. „Ich bin doch nicht eure Haushälterin.“ Stimmt Mama. Eine gute Haushälterin hätte mir nicht mein benutztes Geschirr in mein Bett gestellt.

9. „Aber komm vorm Dunkelwerden nach Hause.“ An dieser Stelle möchte ich mein tiefstes Mitgefühl an die Jugend aus Vietnam aussprechen. Da ist es ab 19 Uhr stockdunkel.

8. „Nein, nicht gleich – sofort!“ Spätestens dann, ist es ratsam sich in Bewegung zu setzen.

7. „Wollt ihr nicht mal rausgehen? Draußen ist schönes Wetter.“ Damals habe ich gedacht, boaaahhh Mama ist die Beste. Heute weiß ich, sie wollte mich loswerden.

6. „Es ist mir egal, was die anderen dürfen.“ Es war und ist ihr wirklich egal.

5. „Schatz, ich unterhalte mich gerade!“ An den Satz kann ich mich ganz genau erinnern, als wenn er gestern gewesen wäre. Es war gestern.

4. „Wer feiern kann, kann auch morgens aufstehen.“ Der beste Satz, denn eines Tages kommt er zurück. Es war mir eine Freude, nach einer Feier, morgens bei meiner Mutter aufzuschlagen. Fröhlich, taufrisch und ausgeschlafen und sie mit dieser Floskel gnadenlos aus dem Bett zu werfen. Es fehlte nur noch der Staubsauger, der im 3/4 Takt an die Schlafzimmertür rammelte. Gern geschehen.

3. „Das hat mir auch nichts geschadet.“ Gegen diesen Satz kommt man nicht an. Meine Mutter hatte kein Handy, kein Auto, kein Internet. Krass Mama. Du warst sozusagen der Survivor der Neuzeit und es hat ihr tatsächlich nicht geschadet.

2. „Von Nichts kommt nichts.“ Ich muss zugeben, alles richtig gemacht.

Und nun zu Platz 1…..

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“

Einen besseren Stamm hätte ich auch nicht haben können. Oder was sagt ihr?

Deswegen trinken wir heute auf all´ die Mütter dieser Welt und sagen DANKE. Ich persönlich, trinke auf die BESTE Mama dieser Welt. Ja, sorry. Ich habe nun mal die Beste erwischt.

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