Eine Stadt und ihr schreckliches Schicksal

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Im Hausflur kam mir der Geruch von Essen entgegen. Ich kam gerade von der Schule nach Hause. Meine Mum wartete schon mit Spinat, Spiegelei und Stampf auf mich. Während sie alles liebevoll auf den Teller drapierte, erzählte ich ihr von meinem, für mich, anstrengenden Tag. Ich bin 15. Voll mit irgendwelchen Hormonen, Problemen, die unüberwindbar erscheinen und das Schlimmste, es war gerade erst Dienstag. Ich mag keine Dienstage. Ich korrigiere mich. Ich hasse sie. Zum einen lag bis zum Wochenende die Hälfte an Woche noch vor mir, zum anderen muss ich gleich zur Englisch Nachhilfe. Würg. Naja, ein Stündchen zum Chillen hatte ich noch. Also, schnell ab zum Sport. Scherz, wie gesagt, ich bin 15 und bevorzuge eher Nutellagläser gepaart mit TV. Glas auf, Fernseher an und da waren sie: Unerwartet, unbegreiflich und unvorstellbar. Auf jedem Sender der gleiche grausame Anblick. Es ist nicht irgendein Dienstag. Heute schreiben wir den 11.09.2001. Es ist genau 10 Minuten her, als der Flug AA 11 in den Nordturm des World Trade Centers in New York einschlug. Wie konnte das bloß passieren ? Es kann nur ein furchtbarer Unfall sein. Weitere sieben Minuten später wurden wir eines Besseren belehrt. Flug UA 175 schlägt in den Südturm ein und wir alle wurden zu Zeugen. Wir ? Ja, wir. Es war eindeutig ein Anschlag. Nicht nur Anschlag gegen New York, nicht nur gegen die USA, es war ein Terrorakt gegen die gesamte westliche Welt. Es traf Amerika direkt im Herzen und es sollte nichts mehr so sein, wie es einmal war.

im Herzen von NY

Diese Bilder brannten sich in unsere Köpfe. Das Wahrzeichen von New York stand lichterloh in Flammen. Überall tapfere Feuerwehrmänner, die alles gaben, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Panische Menschen, etwa 200, die sich aus den obersten Fenstern der Türme in den Abgrund stürzten, weil sie keinen anderen Ausweg fanden, als jenen. 9.59 Uhr Ortszeit gab der Südturm nach. 10.28 Uhr folgte ihm der Nordturm. New York wurde von einem grauen Schleier, bestehend aus Staub, Rus und Geröll umschlungen. Die Twins, bestehend aus unglaublichen 200.000 Tonnen Stahl und 325.000 m3 Beton, waren dem Erdboden gleich. Schlimmer, an diesem Tag verloren 2.992 Menschen ihr Leben, darunter 127 Passagiere, 18 Besatzungsmitglieder, 343 Feuerwehrleute, 60 Polizisten und acht Sanitäter. 2.992 Familien wurden zerrissen, 2.992 Partner verloren ihren Mann oder ihre Frau und 2.992 beste Freunde waren plötzlich ohne.

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Es sind knappe 15 Jahre vergangen und nun sitze ich mit meiner Besten am Memorial Place. So heißt der Platz heute, an dem früher diese gewaltigen Türme in den Himmel ragten. Bevor wir die Fundamente der Twins am Ground Zero aufsuchten, ging es zunächst zu einem anderen Turm. Der Freedom Tower, auch bekannt, als das One World Trade Center, war die amerikanische Antwort auf 9/11. Es ist das höchste Gebäude der Vereinigten Staaten und das Vierthöchste der Welt. Genauer gesagt ist der Tower 1776 Fuß hoch. Diese Höhe entstand nicht aus reinem Zufall. Sie symbolisiert das Jahr der Unabhängigkeitserklärung. Für die Einen ist dieses Gebäude eine architektonische Meisterleistung, für Andere der wohl größte nach Osten gerichtete Mittelfinger auf Erden. Vor allem Nachts sticht der Freedom Tower durch seine bewusst gewählte, grelle Beleuchtung aus der Skyline von New York heraus. Egal wie, er ist ein Mahnmal und eine Erinnerung, die niemals vergessen werden darf.

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Seitdem 29.05.2015 ist dieser Turm, besser gesagt, die gewaltige Plattform offiziell für jeden zugänglich. Alles, was man für die Erklimmung des Turmes benötigt, ist das nötige Kleingeld für den Eintritt sowie für ein evtl. Kaltgetränk on the top. Tipp: Nehmt viel Kleingeld mit. Böse Zungen würden behaupten, 18 Dollar für ein Heineken, ist Wucher. Aber eins verspreche ich euch: Jeder Dollar ist es wert. Ich möchte nicht zu viel verraten, da es jeder selbst einmal erleben sollte. So viel sei euch gesagt, es erwarten euch einige Specials. Überwältigt vom einmaligen Ausblick, traten wir nach ca. zwei Stunden wieder den „Abstieg“ in Form eines Aufzugs an. 1776 Fuß in 60 Sekunden ist nicht jedermanns Sache, aber was hatten wir zu verlieren. Ach ja, unser jeweils 18 Dollar Bier.

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Unten angekommen, ging es zu dem Ort, an dem das Unglück geschah. Es war ein komisches, wenn nicht sogar beklemmendes Gefühl. Da waren sie direkt vor uns, die „Fußabdrücke“ der Zwillingstürme. Man muss sich zwei gewaltige Wasserbecken in Form von Vierecken vorstellen. Jedes Becken hat in der Mitte ein schwarzes Loch. Hier fällt das Wasser neun Meter in die Tiefe. Diese zwei Gedenkstätten zählen, als größte jemals von Menschenhand erbauten Wasserfälle. Umrandet werden sie jeweils von einem Kumpferrand, in jenem alle Namen der Opfer verankert wurden. Lediglich auf die Namen der Attentäter wurde verzichtet. Vereinzelt stecken frische Rosen zwischen den Namen. Man hat hier nicht nur einen Ort des  allgemeinen Gedenkens geschaffen, sondern auch den Hinterbliebenen die Möglichkeit gegeben, seinen Lieben nahe zu sein.

Ground Zero

Der 11. September 2001 ging in die Geschichtsbücher ein, damit diese Tat niemals vergessen wird. Ground Zero, ein Ort, der einem vor Augen führt, was Hass anrichten kann, wie dumm die Menschen sein können und wie wertvoll das eigene Leben ist. Noch immer kreisten die Bilder in meinem Kopf und der Geruch von Spinat lag mir in der Nase. Ich und so viele andere Menschen werden diesen Tag wohl niemals vergessen. Aber, wie sagte Bundespräsident Rau damals sehr treffend: „Wir dürfen uns von niemandem dazu verleiten lassen, ganze Religionen oder ganze Völker oder ganze Kulturen als schuldig zu verdammen.“   Mit diesen gemischten Gefühlen machten wir uns wieder auf dem Weg. New York, was kommt als nächstes ?

New York, New York wir fahren nach New York !

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 New York! Was fällt mir zu dieser Stadt als erstes ein ? Um ehrlich zu sein: So einiges. Diese Stadt begleitet mich seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten und zwar in Form von der legendären Serie “ Sex and the City“. Sorry, ich bin mit dieser Serie groß geworden und aufgrund dessen wurde mindestens über 10 Jahre lang einmal die Woche zu meinen Freundinnen gesagt: „Irgendwann müssen wir nach New York City!“  Es mag vielleicht etwas klischeehaft klingen und mir ist auch bewusst, dass dieser Satz nicht nur in unserem Kreise gefallen ist, aber ist mir wursti. Ich muss mindestens einmal in meinen Leben auf der Brooklyn Bridge stehen und die Szene von Miranda und Steve nachspielen, einmal Nachmittags mit meinen Freundinnen in einem Kaffee sitzen, total overdressed und stilgerecht Champagner schlürfen und mindestens einmal in einem wunderschönen, mädchenhaften Kleid einem Taxi hinterher brüllen, so laut, dass jeder Bauarbeiter neidisch werden würde. Irgendwann, will ich das erleben. Irgendwann war jetzt.

Wilson Travelyst

Okay, der Masterplan, mit all´ meinen Chicas New York zu erobern, wies gewisse Lücken auf. Es wird wohl auch eine Lebensaufgabe werden, alle zu gleicher Zeit über den großen See zu bringen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich nie.  Letztendlich eroberte ich die City mit meiner besten Freundin, mit meinem besten Freund und Wilson. Wenn ihr euch jetzt fragt, wer Wilson schon wieder ist, kurz eine Erläuterung: Wilson ist mein treuer Wegbegleiter. Meistens bin ich auf meinen Reisen alleine unterwegs und ja, ich brauche auch eine gewisse Aufmerksamkeit. So wurde Wilson ins Leben gerufen, der mir stets zur Seite steht. Darin ist er wirklich gut, hat er doch schon Tom Hanks in dem Film Cast Away die Stange gehalten und da ich mich ab und an auch verschollen fühle, ist er wie geschaffen für mich. Aber zurück zu New York City. Nach 8,5 Stunden Flugzeit standen wir endlich am Gepäckband in Newark und die Zeit lief ab jetzt. Uns bleiben genau 64 Stunden bis unsere nächster Flieger nach Phoenix startet. 64 Ministunden. Wir hatten einfach keine Zeit zu verlieren. So war es klar, dass wir auf gar keinen Fall mit dem Bus zu unserem Hostel Pod 39 fahren würden. Denn jeder weiß, dass ein Bustransfer zum Hotel einer Geiselnahme gleicht. Also brüllten wir ein Taxi herbei. Okay, wir stiegen einfach in eines der zahlreichen Taxen vor dem Flughafen ein, aber das mit dem Brüllen wird noch durchgezogen.

pod 39 - New York

Ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, wie lang die Fahrt dauerte, aber an den Preis kann ich mich ganz genau erinnern. 88 $ waren mit dem Fahrer vereinbart. Was wir nicht wussten, zuzüglich Tax sowie sämtlichen Mautgebühren für Brücken, Tunnel, geteerte Straße ,what else für alles noch. Unterm Strich zahlten wir 113 $ für eine geschissen Taxifahrt. Könnt ihr auch den Skandal, der in der Luft liegt, riechen? Das ist eindeutig ein Fall für Metamathematik und Mr. X!  Ein Flug von Frankfurt nach New York (6202 km) kostet round about 400 €. Eine Taxifahrt vom Flughafen Newark zu meinem Hostel (28 km) umgerechnet 102 €. Logisches Fazit: X = 1,80 € ! Genau diese Summe werden ich dem Piloten das nächste Mal entgegen werfen mit der Aufforderungen, mich mit seinem Flieger zum Hostel zu fahren. Egal, getreu dem Motto, was kostet die Welt, ich nehme zwei, stand ich wenige Minuten später auf der hauseigenen Dachterassse und genoß den ersten Cocktail auf amerikanischen Boden. Dabei die Skyline vor Augen und fetzige Musik aus den 80igern im Ohr. Sorry, aber das lief definitiv unter  den Begriff „Leben genießen“.

new York city girls

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht, begann die Erkundungsphase. Was hat New York alles zu bieten? One World Center, Big Apple, Central Park, Time Square, Grand Central Station, nicht zu vergessen die Manhattan und Brooklyn Bridge, da gab es ja noch  gewisses Date bzw. eine Szene nachzustellen. Die Liste war lang, also machten wir uns unverzüglich auf den Weg zum – Tommelwirbel- Shopping. #Prioritätensetzenkannich. An dieser Stelle möchte ich auch gleich das Wort Zollfreibetrag in den Raum schmettern und gleichzeitig als mein Unwort des Jahres 2016 nominieren. Ganz genau beträgt der Zollfreibetrag 430 €. Lächerlich und reinste Schikane, aber das sollte man wissen, bevor man seine Kaufrauschtour beginnt. Mit einem Stadtplan bewaffnet, stürmten wir den Time Square und was soll ich sagen, er ist noch beeindruckender, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Es ist eine reinste Reizüberflutung. Tausende Lichter, Musik aus allen Ecken, begleitet vom ständigen Taxigehupe, das zugegebener Maßen, der Stadt diesen Flair verleiht, gekrönt von den verschiedenen Menschen aus aller Herrenländern. Die Geschäfte reihen sich nur so aneinander und die kulinarischen Genüsse kommen hier auch nicht zu kurz. Hier findet man einfach alles. Ich bin mir sicher, wenn es  einen Nabel der Welt geben würde, dann wäre er eindeutig hier zu finden.

Wir liefen weiter gen Downtown. Um genau zu sein, war unser Ziel Lower Manhattan. Der südlichste Teil von besagter Insel. Unser Weg sollte uns durch die Stadtteile Little Italy und China Town führen. Warum sollte? Little Italy war so „little“, das wir es einfach nicht gefunden haben bzw. waren wir laut Karte da, aber wie gesagt es war einfach zu little. Dafür machte es China Town wieder wett. Soviel China habe ich auf so wenig Platz noch nie gesehen. Aber, jeder der mich kennt, weiß, dass ich mich pudelwohl gefühlt habe. Was soll ich sagen, ich bin eben ein Fan der asiatischen Kultur. Nachdem wir uns den Weg durch das gastfreundliche Völkchen gebahnt hatten, stand sie vor uns. Überwältigend war dieser Anblick und fragt mich nicht warum, aber ein gewisses Freiheitsgefühl kam auf. Nein, wir standen nicht vor der berühmten Liberty Statue sonder mitten zwischen Manhattan und Brooklyn Bridge.

manhattan meets broocklyn

New York, you made my day und das, war erst der Anfang…

 

Ready, steady, Gesichtsentgleisung !

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Es war soweit: 21.05.2016, 4:35 Uhr, der Wecker schellte. Absolut unnötig, als ob ich jemals eine Sekunde schlafen hätte können. Warum? Zum Einen war es die Vorfreude auf meine Liebste, die ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder in die Arme schließen durfte und die, wenn alles gut geht, in New York am Flughafen auf mich wartet. Zum Anderen, die nicht unbegründete Todesangst, jämmerlich mit dem Flieger auf dem Meer zu zerschellen, von Haien angefressen zu werden und für immer als verschollen zu gelten. Ja, ich bin immer noch ein Lappen, was das Fliegen betrifft und es war natürlich so klar, dass genau ein Tag vor meinem Abflug ein Flugzeugunglück passierte. Darüber wurde natürlich ausgiebig in sämtlichen Medien berichtet, was meine Lage nicht unbedingt besser machte. Ich gebe nun mal ungern etwas aus der Hand. In diesem Falle war es eben mein Leben. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen: „Ich bin nicht der einzige Lappen in Deutschland.“ Genauer gesagt, ist laut einer Statistik jeder vierte Deutsche ein Fluglappen. Okay, man redet in der Medizin nicht von Fluglappen sondern von Aviophobie, aber das Resultat ist das Gleiche. Letztendlich musste ich dem Piloten einfach vertrauen. Wie viele Flugstunden hat er schon absolviert? Wie erfahren wird er wohl sein? Und wie schwierig ist es, seine Telefonnummer raus zubekommen, um mit ihm bei einem netten Pläuschchen die Flugroute zu besprechen und sich so gleich besser kennen zu lernen? Fazit: Es war zu schwierig.

himmel

Bevor aber die Supersause mit dem Flieger beginnen konnte, musste ich es erstmal bis zum Frankfurter Flughafen schaffen. Wie schon im letzten Bericht erwähnt, war die Anreise mit eigenem Auto ausgeschlossen, da mein Kofferraum einen Stauraum von maximal drei Schuhkartons hergibt. Vorausgesetzt, man hat eine maximale Schuhgröße von 37. So musste kurzerhand ein Leihwagen her, den man dann ganz bequem am Flughafen abstellen konnte. Voraussetzung hierfür,  man findet die Rückgabestelle. Gut, dass Frankfurt einen so kleinen Flughafen bietet, überschaulich obendrein – Nicht! Ich war kurz davor, diese Dreckskarre auf dem Rollfeld zu parken. Es war natürlich auch klar, dass ich es nicht auf die Reihe bekam, dieses Auto wieder vollgetankt zurück zu geben. Aber was sollte schon ein halber Tank Diesel kosten? Ich sage es euch! Ein Vermögen !!! Um genauer zu sein „angemessene“ 92 €! Da hätte ich auch gleich nach New York fahren können! Wusa, ich verschwendete keine Energie, um mich großartig aufzuregen, brauchte ich doch Diese, um meine Todesangst aufrecht zu halten.

Freiheit

30 Minuten später war mein Koffer aufgeben, der Sicherheitscheck wurde mit meinen 100 ml Behälter mit Bravour gemeistert und das richtige Gate war ausfindig gemacht. Jetzt hieß es nur noch 3,5 Stunden warten bis das Boarding beginnen konnte. Memo an mich: Zeitmanagement über-arbeiten. Zeit genug, nochmal sämtliche Freunde an zu schreiben, Facebook & Co zu checken und ach ja, ich musste ja standesgemäß mit meiner Anwesenheit bei den restlichen Passagieren Angst und Schrecken verbreiten. Was, wie immer mit meinem äußerlichen Erscheinungsbild ( Stressflecken und Schweißflecken sei Dank ) ein Klacks war. Dann näherte sich das Boarding! 10 Minuten! Ich war gerade dabei, mir meinen I Pod ins Ohr zu schmettern, um mich mit musikalischen Klängen selbst zu beruhigen, als das Unmögliche geschah. Vorab ist noch einmal zu erwähnen, ich stand kurz vor meinem ersten Langstreckenflug, alleine, ohne jeglichen Beistand und einen wichtigen ausschlaggebenden Punkt hatte ich nicht bedacht. Ich habe mit Abstand die besten Freunde dieser Welt, die sich anscheinend  in einem Punkt einig waren. Wir dürfen sie in dieser Lage nicht alleine lassen. So begann mein aufregender Trip mit einer (von vielen) Überraschungen. Darüber Schreiben, unmöglich. Die passende Worte zu finden, ausgeschlossen. Gut, dass es ein Video darüber gibt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals wiederholen: „Ihr Assis“! Wochenlang sah mir mein gesamter Freundeskreis dabei zu, wie ich mich zunehmend verrückt machte. Schaffe ich meine Anschlussflüge? Finde ich meine Gates? Komme ich überhaupt jemals an? Warum mache ich diesen Kack überhaupt? Um letztendlich mit meinem besten Freund Sebastian fliegen zu dürfen.

Jeder war informiert. Freunde, Familie bis hin zu meinem Reisebüro, das hinter meinem Rücken die gesamten Flüge für meinen Besten mit buchte. Flüge, Hotels sogar der Sitzplatz neben mir war für ihn reserviert. Es war einfach der Wahnsinn und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich solche Freunde habe, aber ehrlich, ihr hättet mir einiges an Nerven ersparen können, deswegen ein erneutes und pfiffiges: Ihr Assis !!!!! Nun konnte die Reise endlich beginnen. Noch ganz durcheinander und aufgeregt, ein reines Wechselbad der Gefühle, nahmen wir unsere Plätze ein. Ich wurde ruhiger, da ich jetzt wusste, rechts neben mir einen seelischen Beistand zu finden. Beistand! Paahhhh! Wenn ich mich nicht in seinen Arm gekrallt hätte, hätte er den Start fast verschlafen. Wie kann man  innerhalb von zwei Minuten in einen komatösen Schlaf verfallen. Das ist wohl so ein Männerphänomen. Egal, ich war wirklich froh ihn bei mir zu haben. Es vergingen keine zwölf Minuten, da beschloss ich meiner noch auf sich wartenden Tiefenentspanntheit in Form von harter Pharmazie nachzuhelfen. Yeaahh! Jeder kann sich nun denken was folgte. Genau! Ich „folg“ mit dem Flieger um die Wette. Vier Mahlzeiten, zahlreiche Folgen von „How I meet your Mother“ und dem ein oder anderen Gläschen Vino, der übrigens vorzüglich zu meinen „Spaßmachern“ passte (zur Nachahmung ist ausdrücklich abzuraten) später, steckten wir schon mitten im Landeanflug.

NEW York Da war sie. Die berühmt berüchtigte Skyline von New York. Freude stieg auf. In wenigen Minuten werde ich nicht nur in der aufregendsten Stadt der Welt stehen, sondern mich erwartete hier noch meine Beste. USA Trip mit meinen zwei Besten sozusagen. Manchmal kann ich mein Glück selbst nicht fassen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, das war erst der Auftakt. Was wir alles erlebten, ihr dürft wirklich gespannt sein.

Feurige Katastrophe meets freiheitsliebendes Desaster

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Ich möchte diesen Beitrag mit einem schönen Zitat beginnen. „Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft!“Aha, klingt wirklich entzückend und es steckt sehr viel Wahrheit dahinter, möge man meinen, aber leider trifft das nicht ansatzweise auf meine Beste und mich zu!  Da müsste besagtes Zitat lauten: “ Es heißt Freundschaft, weil man mit Freundin versucht einen Plan auszuführen, der in 99% aller Fälle glorreich scheitert, wir zu Plan B greifen müssen, der meist spontan und bei drei Bier ins Leben gerufen wurde, er in einer – surprise –  Katastrophe endet  und letztendlich die Überlegung einer Namensänderung und das Beitreten eines Zeugenschutzprogramms in Erwägung gezogen werden muss! Hildegard und Gudrun kamen hierbei immer in die engere Wahl. Wir legen eben sehr viel Wert auf Authentizität. Aber, wie gesagt, sie ist eben meine Beste und das seit stolzen 18 Jahren. Anlässlich ihres 31igesten Geburtstag, möchte ich, wie Herbert Grönemeyer für Bochum, eine Hommage für meine Noelia singen. Quatsch, ich schreibe natürlich. Und wenn sich nun manche Menschen denken, Hallo ? Ist das nicht ein Blog über Städtereisen?, möchte ich das gleich im Keim ersticken. Streng genommen, ist das ein Blog, über die Suche meiner Sinn – City und da bekanntlich „Heimat“ kein Ort ist, sondern ein Gefühl (kam übrigens auch vom Herbi), ist die Überlegung, ob meine Sinn – City, nicht einfach sie  ist. Was sich als problematischer herausstellen könnte, aber dazu gleich mehr. Außerdem hat unser Freundschaft mehr „Sinns“ zu verzeichnen, wie der Duden hergeben könnte. UnSINN, BlöSINN, WahnSINN bis hinzu Sinn, wir scho da ? Und überhaupt, ist das mein Blog, ich könnte auch einfach nur wilden Zeichen schreiben. %$§“?=(/!“$°?=(&//(. So aber zurück zu meiner Besten.

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So, wo beginne ich bzw. wie erkläre ich unsere Freundschaft am Besten. Es gibt diese bekannten, klischeehaften Mädchenfreundschaften. Die Eine ist blond-, die Andere braunhaarig. Die Eine darf trinken, die Andere bleibt nüchtern. Die Eine ist Pippi, die Andere ist Annika. So gesehen, sind wir zwei betrunkene, braunhaarige Pippis. Das bringt gewisse Vor- und Nachteile mit sich aber, vor allem bringt es jede Menge Fetz. Um es zu verdeutlichen, habe ich exzellente, überaus erschreckend zutreffende Beschreibungen unserer Personen in Form des Vogue Horoskopes gefunden. Darf ich vorstellen? Der, energiegeladene und voller Mut mit feurigen Impulsen, dem sein Erfolg darin liegt, rascher zu handeln als andere ( leider manchmal unüberlegt), Widder trifft auf extrem freiheitsliebenden und schnell gelangweilten Zwilling, der, wie soll es anders sein, für Neues sehr empfänglich und fasziniert ist. Sie, alias der Widder, liebt die Gefahr, das Risiko, den schnellen Entschluss. Ihr Handeln ist eine Mischung aus Angriff und frischem Impulse. Dazu ich, alias der Zwilling, der scheinbar die Abwechslung und Bewegung braucht wie andere die Luft zum Atmen. Ich liebe den Rummel, erst dann bin ich in meinem Element. Kontakte knüpfen ist  meine  große Stärke.  Herrjemine! Ehrlich ? Da könnte man gleich eine Bombe zünden. Das Ergebnis wäre genau das Gleiche. Wir hinterlassen Trümmerfelder. Unser erstes „meet and greet“ fand in der siebten Klasse statt. Wir hassten uns! Bis wir die Entscheidung unseres Lebens fällten. Komm, wir verbünden uns! Und seither sind wir unzertrennlich. Nun lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Lebensende. Könnte es lauten aber,  da ist ja dieser entscheidungsfreudige  Widder, der die Liebe des Lebens traf, mit ihr zusammen zog, heiratet und nicht nur das Land mit jener verlassen hat, sondern gleich den Kontinent. Das passierte übrigens alles, während ich kurz unter der Dusche stand. Ja okay, so schnell ging es vielleicht nicht, aber es fühlte sich so an.

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Abgesehen davon, habe ich mich natürlich riesig für sie gefreut, außerdem ist es mir egal, ob sie jetzt verheiratet ist und da ein Mann im Bett liegt. Wenn Sonntags die Sendung mit der Maus lief, lagen die zwei holden Damen zusammen im Bett und aßen dabei „Brockala“. So wollte es das Gesetz. Da musste (und wird es immer müssen)  der Mann eben rutschen. Wenn sich nun die Frage gestellt wird, Alter ? Was aßen die? Kurz die Erklärung. Unter „Brockala“ versteht man in Butter gebratene, kleine Brötchenstücke, die eigentlich in die Mitte eines Knödels zu finden sind. Das Knödelhighlight, sozusagen. Und da wir in Bayern sind, gab es Sonntag immer traditionell einen Braten mit Knödel. Im Laufe der Jahre ging erst der Braten und dann irgendwie die  Knödel flöten und übrig blieben, im besten Fall, die Brockala. Manchmal gab es nicht mal Jene, sondern nur eine Tiefkühlpizza, die wir, noch schnell  kurz vorm Rauswurf aus der letzten Lokation im gefrorenen Zustand und zu einem überteuerten Preis erworben hatten. Machen mussten wir sie uns, unverschämterweise,  selbst zu Hause, weil die Locationbesitzer frühs um 8 Uhr Heim wollten.Wie FAD!

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Wenn ihr euch nun fragt, warum sprichst sie in der Vergangenheitsform? Ist der Ehemann wohl „not amused“ und macht unsere Spaßveranstaltungen nicht mit ? Oder werden sie etwa alt ? Kann ich alles nur verneinen. Kein Mann bzw kein Alter drängt sich zwischen uns sondern  der verkackte Pazifik und die grausame Zeitverschiebung. Wie schon erwähnt, sie musste ja unbedingt den Kontinent verlassen. Aber, wir wären nicht wir , wenn wir nicht das Beste daraus machen würden, also versuchen wir  unseren Alltag so normal als möglich zu gestallten, eben alles über Skype, Facebook, Whats Up und seit neusten Google Mail. Im besten Falle zeitgleich und damit wir den Überblick nicht verlieren, bekommt jeder Kanal sein eigenes Thema bis wir dann doch den Überblick verlieren.  Nachteil: Einer von uns ist immer müde, aber wir sehen das als Boot Camp bzw. Trainingslager für evtl. zukünftige Mutterschaften. Egal wie, wir ziehen das durch, auch wenn es nicht einfach erscheint und für manche Leute diese Freundschaft zum Scheitern verurteilt ist, kann ich nur eines entgegen bringen. Eine Hummel dürfte physikalisch auch nicht fliegen, da ihre Flügel proportional zum Körpervolumen gesehen, nur dekorative Elemente darstellen. Was hat das nun mit uns zu tun ? Ich bin so gesehen die fette Hummel und sie meine zu klein geratenen Flügel und wir fliegen. Genau genommen fliegen wir uns im Mai entgegen. Unser Ziel ? New York. Unser Auftrag ? Ein Cosmopolitan auf unserem Hoteldach! Ja, ich weiß, das Zeugenschutzprogramm rückt in greifbare Nähe. Aber bis dahin toure ich alleine weiter. Vorher schicke ich aber meiner Besten mit diesem Beitrag die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem Geburtstag. Mit dir an meiner Seite gehöre ich stets zu den glücklichsten und reichsten Menschen auf dieser Erde, weil unsere Freundschaft bedingungslos ist.

One Heart, One Wing! Bli, bla, blub …Würg!

Jeder der uns kennt, weiß genau, dass diese Gefühlssachen nicht unser Ding sind , deswegen dachte ich mir : Bilder sprechen mehr als 1000 Worte. Let´s go! Ach, also erstmal für die NICHT-Deutschland-Menschen, da ich natürlich wieder, Überraschung, sämtliche Urheberrechte bezüglich Lied im Video missachtete habe. Das Lied wurde schließlich entfernt. Das bedeutet für euch, mit singen. Haut rein!

Vielleicht bin ich gar keine Fränkin, sondern Manuel Neuer !

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Die letzten Wochen vergingen wie im Flug, Herrschaftszeiten, was habe ich alles erlebt. Schuld war Bochum. Mein Start ins neue Jahr begann in besagter Stadt und darüber wurde natürlich, wie wahrscheinlich bekannt, berichtet. Dieses Statement über Bochum meinerseits hat sich, wie ein Lauffeuer  binnin Tagen verbreitet. Ehrlich, kein Mensch hätte damit gerechnet. Letztendlich aber, verbuchte ich zahlreiche Likes und Kommentare, erhielt viele Nachrichten über Facebook und E-Mail und es wurde berichtet. Berichtet? Ja, I know, das ist eigentlich mein Part. Anscheinend wurde hier der Spieß umgedreht und so stand ich auf einmal in der WAZ, sowie in den Ruhrnachrichten. Ich gebe zu, als ich die Anfrage der jeweiligen Zeitungen bekam, wurde ich mit Glücksgefühlen durchflutet. Der Titel lautet: „Ein Bayer auf Rügen“ gibt es schon lange nicht mehr, dafür eine „Fränkin im Ruhrgebiet“! Ging wie Öl runter. Eine Woche später, gab ich, noch immer voller Glücksgefühle, meinen Namen bei Google ein. Und da stand es. Schwarz, fett und an erster Stelle. Eine Bayerin auf Koks! What? Gefühlte 10 Minuten starrte ich regungslos auf den Monitor. Unglaublich! Hallo? Der Titel lautete, eine Fränkin im Ruhrgebiet. Nicht Bayerin. Das zumal. Und dann, dass mit dem Koks. Entweder es war ein etwas missglückter Versuch einer pfiffigen Schlagzeile oder es war ein etwas missglückter Versuch einer pfiffigen Schlagzeile. Mir ist vollkommen klar, dass Koks im Sinne von Kohle, als Wortspiel fungieren sollte, aber das macht mal meiner Mutter klar. Ich stellte mich schon mal darauf ein, dass meine Mum mit einem Drogenschnelltest vor mir steht, mit den Worten, ich werde die Drogen in deinem Körper ausfindig machen, eine Sonnenbrille, ganz nach Horatio- Caine-Manier aufsetzte und dabei mit dem Test unter meiner Achsel rum pinselt. Letztendlich lief es auf eine halbstündige Diskussion hinaus, in der ich erfolgreich klarstellen konnte, dass ich nicht „die Nase voll habe“.

nnn

Naja, das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Ich hatte sie in gewisser Weise schon voll. Voll, von den leider nicht ausbleibenden, negativ Nachrichten und Kommentaren. Man muss hierbei unterscheiden, zwischen konstruktiver Kritik, die einen stets weiter bringt und Nachrichten, die so unnötig sind, wie Fußpilz. Hand aufs Herz, letzteres möchte niemand haben. So ergeht es mir zu mindestens. Zwischenzeitlich erhielt mein Impressum mehr Klicks, als der eigentliche Artikel. Memo an mich: Impressum regelmäßig posten, kommt gut an! Ja klar, musste das Impressum gelesen werden, nur so erlangte man meine Kontaktdaten, um mir dann anschließend die lebensnotwendigen Fragen aller Fragen stellen zu können. Diese Fragen, sowie die jeweiligen Musterantworten, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Hier meine persönlichen TOP 3.

3. Was denn jetzt? Bayerin oder Fränkin? Regionalgefühl bzw. Geschichtskenntnisse sind wohl fehl am platz.

2. Wird jetzt jeder Mist, von einem unbekannten Tourist veröffentlicht?

3. Was für eine Erziehung haben sie genossen, dass sie solch klischeehaftes Denken an den Tag legen?

99 % dieser glorreichen Fragen hätte ich souverän und ausgiebig beantworten können, leider waren sie mir wurst. Aber die Erziehungsfrage, gebe ich gerne weiter bzw. bin ich so frei und beantworte sie gleich selbst. Aufgepasst, hier nun die Lebensweisheiten meiner Eltern, die meine Erziehung prägten.

3. You can´t  please them all

2. Wenn du etwas anfängst, bringst du es auch zu Ende.(der Klassiker)

1. Solange du unter diesem Dach wohnst, wird hier entweder Rolling Stones oder Beatles gehört, alles andere hat nichts mit Musik zu tun.

So gesehen hatte ich 11 Väter und ehrlich, meine Pubertät war kein Zuckerschlecken. All meine pubertären Gefühlslagen, wurden von meinem Vater musikalisch untermauert. Erster Liebeskummer, mein Dad stand in meinem Zimmer und sang „Help“ von den Beatles. Bei schlechter Laune, die in dieser Zeit keine Seltenheit war, wurde ein freudiges „Yellow Submarine“ performed  und wenn ich nicht das bekam, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, kam mir lediglich ein „You can´t always get what you want“ der Rolling Stones entgegen. Es war wirklich nicht einfach, in diesem Haus seine schlechte Laune auszuleben. Aber, es gab Momente da haben wir (meine Schwester und ich) es geschafft, unserem Dad die Farbe aus dem Gesicht zu treiben. Es war der Moment, als er die Telefonrechnung aufmachte und ihm die entzückende Summe von 400 DM anlächelte. „Sympathy for the devil“ zu summen, war  an dieser Stelle übrigens suboptimal.

Mein Vater ist ein klassisches Beispiel für ein Zwei-Seelen-in-der-Brust-Mensch. Auf der einen Seite war er zielstrebig, streng und sehr engagiert. Das spiegelte sich natürlich an seinem beruflich Erfolg wieder. Und auf der anderen Seite, war er ein Kind des Rock´n Rolls, marschierte glücklich und lebensfroh durchs Leben und war sofort für jede Revolution empfänglich. All das, macht ihn zu meinem persönlichen Superhelden und so gebührt ihm die nächste Stadt. Seine Stadt. Hallo München, Hallo Marienplatz, Hallo Rathaus.

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Da stand ich also wieder. Seitdem ich denken kann, wurden hier, Jahr für Jahr, die Sommerferien verbracht. Also nicht am Marienplatz, wohl möglich noch singend. Nein, bei meiner Familie, die am naheliegenden Ammersee wohnhaft ist. So gesehen, schlagen zwei Herzen in meiner Brust, ein Fränkisches und ein Bayrisches. So war es auch klar, dass ich mit 10 Jahren mein erstes FC Bayern Trikot bekam, ich mit 11 in der Südkurve stand und ich natürlich mit 12 Mehmet Scholl heiraten wollte. Ganz pfiffige Füchse stellen jetzt fest, dass ich mit Nachnamen nicht Scholl heiße. Ja, mein Masterplan wies gewisse Lücken auf und ich musste einsehen, meine Ansprüche bezüglich Ehe ein wenig zurück schrauben. Ich will jetzt Lewandowski heiraten. Aber zurück zum Marienplatz. Bevor es zu einem Bayernspiel ging, war ein Besuch im Donisl, das sich direkt am Marienplatz befindet, unerlässlich. Klar, dass das meine erste Adresse war und so stürmte ich vorfreudig hinein, um mir beim Reinlaufen, traditionell, ein paar Weißwürste mit Brezn, zu bestellen. Wohl gesättigt, konnte nun die Sightseeing Tour losgehen. Einmal quer über den Marienplatz gelatscht, steht man auch schon mitten auf dem Viktualienmarkt, der bei einem Besuch nicht vergessen werden sollte. Hier schlendert man im besten Fall, mit einem Weidenkorb in der Hand durch und erfreut sich über allerlei Köstlichkeiten, die in Hülle und Fülle angeboten werden ODER man wird einfach nur unsanft durch gequetscht und kann dann stolz behaupten, ich war samstags am Viktualienmarkt and still alive. Nach dieser Nahtoderfahrung musste dringend ein wenig Spaß her und da ich bekanntlich alles sein kann, ob Bayerin, Fränkin oder Manuel Neuer, wollte ich heute mal Kaiserin sein. Also, ging es ab in die Bavaria Filmstudios. 35 min. später stand ich im Bullyversum und war in der Roller der Sissi wiederzufinden. Nein, mich hat es auch nicht wirklich gewundert. Fazit: Es war eine Mordsgaudi, ob allein oder mit Familie ein absolutes MUSS und ein großes Danke an meinen Setpartner „Franz“, du hast eindeutig Nerven aus Stahl.

münchen

Da ich über München ein ganzes Buch schreiben könnte, kommen hier fix meine favorit Hotspots. Für einen unglaublichen Ausblick auf die Dächer Münchens, empfehle ich, den Olympiaturm. Hier findet man auch gleich in der Nähe das Olympiaeinkaufszentrum, in dem man Wochen verbringen könnte. Der Olympiapark ist immer ein Ausflug wert, da hier wechselnde Aussteller, wie z.B. Körperwelten, Konzerte oder auch Marathonläufe zu finden sind. Zugegeben, dass mit den Marathonläufen weiß ich nur vom Hörensagen, da ich niemals auf die Idee kommen würde, solch einer Veranstaltung beizuwohnen. Marathon läuft bei mir nämlich unter den Begriff: „Sterben mit Anlauf“. Abends glänzt die Innenstadt mit wunderschönen, zahlreichen Bars. Ganz besonders das Sausalitos lädt zum Versumpfen ein und sollten die Ladies für den bevorstehenden Abend mal richtig schick gemacht werden wollen, empfehle ich, sich tagsüber in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz auf zu halten. Hier findet man unglaublich viele Männer mit perfekt gezupften Augenbrauen, manikürten Fingernägel und extrem engen Slim Fit Hosen. Einfach mal ansprechen und nachfragen.

So, und nun? Könnte München meine Sinn City werden? Um direkt in der City wohnen zu können, fehlt mir leider das nötige Kleingeld oder der noch fehlende Nachname Lewandowski. Außerdem, war München – und wird es auch immer bleiben – die Sinn City meines Vaters.  Aber München hat noch ein wunderschönes Umland, wie z.B. den Ammersee. Hier könnte ich mich auch ganz bequem bei meiner Familie einnisten. Ja Conny,  du liest richtig. Bevor ich da jetzt hindüse, kurz noch mein Resumé.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥

 

                                      in memoria D.Krauß *25.02.1955 †23.02.2009