Entschuldigen Sie: Ist das das teuerste Hotel der Welt ? Wynn interessierts! #SinnCitymeetsSinCity

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Einsamkeit, Abgeschiedenheit bis hin zur völligen Isolation. Diese Wörter treffen meine Lage wohl am Besten und daher auch die Funkstille meinerseits. Wenn ihr nun denkt, ich schreibe über die Wüstengegend rund um Las Vegas, dann habt ihr euch geschnitten! Da hat man nämlich, im Gegensatz zu meiner Wohnung, WLAN in Hülle und Fülle. Sich WLAN zu beschaffen, sollte doch heutzutage kein Problem darstellen, gibt es schließlich einen Berufszweig, der allein diese Tätigkeit ausübt, um Technik-Nerds, wie meine Wenigkeit, aus der Not zu befreien. Leider gibt es hierbei ein erhebliches Problem. Sogenannte Techniker finden nie den Weg zur Klingel, jedoch wissen sie stets, wo der dazugehörige Briefkasten angebracht ist.  Der wird nämlich immer dringend benötigt, um nette Botschaften zu hinterlassen: “ Leider waren sie nicht anzutreffen, bitte wenden Sie sich erneut an ihren Anbieter, den sie leider telefonisch nicht erreichen werden, da dieser nur einen verkackten Live Chat anbietet. Da schlagen Sie sich  ca. 2-3 Stunden durch, bis Sie einen erneuten Termin in trölf Monaten bekommen, um dieses aberwitzige Spiel erneut spielen zu dürfen“. Okay, ich gebe zu, so stand es nicht ganz auf meinem Kärtchen, aber das würde die Prozedur am Besten beschreiben.  Wer will schon vereisen oder seine freien Tage sinnvoll nutzen, wenn man seinen Jahresurlaub mit Warten verbringen kann.   Wie die Geschichte letztendlich ausgeht, ist noch ungewiss. Den heutigen und längst überfälligen Eintrag, verfasse ich ganz Old School vom Internetcafé aus.

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Sich an diese Stadt zurück zu erinnern, ist alles andere als schwer. Mein erstes Erlebnis? Kurzzeitiger Verlust meines Sehvermögens, da so viele Lämpchen gleichzeitig leuchten (allein die Freemont Street Experience in der Altstadt wird von 12,5 Millionen Glühbirnen erhellt), dass daraus eine spontane Erblindung resultierte. Dazu erhält man an jeder Ecke eine kleine Live Performance, von Elvis Presley bis hin zu Michael Jackson. Thriller, in the Ghetto, so zu sagen. Die 31 Millionen Touristen, die jährlich diese Stadt aufsuchen, mögen ja vernünftig bespaßt werden. Willkommen in Las Vegas. Aber, bevor sich meine pfiffige Reisetruppe inklusive mir ins Getümmel stürzt, erstmal im Hotel einchecken. Apropos Hotel, in welches wurde ich überhaupt eingebucht? Besagte Buchung sowie sämtlich geplante Aktivitäten in Sin City wurden von meinen Freunden alias der Reisetruppe übernommen, damit mein bevorstehender 30igster Geburtstag eine Aneinanderreihung von Überraschungen wird. Toller Plan, als ob mein Herz nicht schon mit dem Alter zu kämpfen hätte, wird es nun auch noch durch regelmäßig Überraschungsattacken boykottiert. Wursti, Hauptsache mein Zimmer ist sauber und im Besitz einer Toilette. Kurz vor weg: Ich hatte eine eigene Toilette. Allein die Größe meiner „WC – Suite“ erinnerte mich an meine erste Studentenbude und wenn wir schon beim Maßstäbe setzen sind, dann beschreibe ich euch gleich noch, wie lang mein Gesicht wurde, als wir vor das berühmt berüchtigte Hotel Palazzo fuhren und mir ein Mitarbeiter aus dem Auto half. Es war nämlich genauso lang, wie der Geduldsfaden, den man für den  Wlan-Techniker benötigt.

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Aber zurück zu Steve. Steve? Ja, so hieß mein persönlicher Kofferboy, der mir die Autotür aufhielt und sich somit einen schwierigen Job ans Land zog. Reisen mit leichtem Gepäck, nicht mein Ding. Der gute alte Steve. Jeder sollte eigentlich einen Steve haben, um z. B. die Einkaufstüten hochzutragen oder um die Tür zu öffnen, wenn man wieder einmal versucht, 1000 Sachen gleichzeitig von A nach B zu transportieren, ganz nach dem Motto: „Der faule Esel schleppt sich zu Tode.“ Ich kann mir leider keinen Steve leisten,  aber mir bleibt ja noch die Möglichkeit der Eheschließung und die Hoffnung, dass mein  Zukünftiger alte Tugenden zwischen PS 4 und Tinder App nicht verloren hat. Ja, liebe Männer, es gibt leider noch keine Funktion auf eurem  PlayStation-Joystick, um der Frau in den Mantel zu helfen oder ihr die Tür aufzuhalten.

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Nachdem Steve unsere Koffer sicher in die jeweiligen Zimmer verstaut hatte, ist mir das Ausmaß meines Zimmers bewusst geworden. Meine Freunde hatten mich in eine Junior Suite inklusive King Size Bett mit einem Panoramablick über Las Vegas einquartiert. I know, ich habe die geilsten Freunde der Welt und am liebsten würde ich einfach den gesamten Aufenthalt in meinem pompösen Bad verbringen. Kaum war ich mit diesem Gedanken fertig, stand schon Sightseeing an. Bei 42° kann man sich durchaus etwas Schöneres vorstellen, aber in Las Vegas bewegt man sich durch Hotel Hopping fort. Ganze 16 von 20 der größten Hotels weltweit befinden sich genau hier. Das Größte und das Teuerste mittendrin. Das MGM Hotel mit aberwitzigen 5000 Betten und das Wynn, das für rund 2,1 Milliarden € erbaut wurde.  Wynn sieht aus wie Wayne, wozu mir einfällt: Wayne interessiert das Geld schon? Gönn dir, Vegas, gönn´ dir. Diese Hotels inklusive Nachbauten von weltbekannten Sehenswürdigkeiten, wie Venedig, der Eiffelturm oder Rom, kann man nicht in Worte fassen. Es ist die Detailtreue, die einen ins Staunen versetzt und mich letztendlich viel Geld sparen läßt, da ich diese Orte nun nicht mehr bereisen brauche. Außer Paris, da habe ich definitiv noch eine persönliche Challenge am Eiffelturm. Dazu mehr, wenn es soweit ist. Es wird wirklich witzig und fantastisch zu gleich.

Las Vegas

Lange Rede, kurzer Sinn. Die legendäre Sin City muss einfach erlebt und die einzigartigen Eindrücke selbst gespürt werden. Zumal Las Vegas eine von zwei Städten in den USA ist, in der man heiraten kann. Quatsch! Spielen darf man da, wie ein Gestörter. Dazu bringt man noch ein Funken Glück mit, wie der 25 jährige Ingenieur aus Los Angeles, und erfreut sich über ein kleines Taschengeld in Höhe von 39.713.982,25 Dollar. Mythos? Nein, leider nicht, das ist wirklich passiert. Diese Gewinnausschüttung ereignete sich 2001 und gilt als höchste bisher dagewesene Ausschüttung in der Geschichte von Vegas. Vorweg, ich konnte die Ausschüttung nicht toppen. Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert. Gescheitert daran, dass ich überhaupt einen Sitzplatz an einem Roulette Tisch bekommen habe. Trotz meines deutschen Pass, dem 0,0 Glauben geschenkt wurde, war es mir Anfangs nicht möglich zu beweisen, dass ich wirklich schon 29 -fast 30- Jahre alt bin. Ich nehme es den Sicherheitsbeamten nicht übel, kann es ja selbst kaum glauben, dass ich in wenigen Stunden der Ü 30 Gesellschaft angehöre. Nachdem mein Bester mir ein 0,3 Liter Bier für mickrige 18 Dollar besorgte, saß ich da und beobachtete das Spielgeschehen. An diesem Abend hatten eine Hand voll Menschen Glück, ein Dutzend eine unterhaltsame Nacht, viele Existenzen wurden in wenigen Minuten zerbrochen und eine Persönlichkeit ärgerte sich noch immer über den verkackten Preis des Bieres. Ein wahrhaftiger Teufelskreis, dieses Roulette.

Aber wie heißt es so schön, neuer Tag – neues Glück! Mit dieser Erkenntnis legte ich mich in mein King Size Bett, schaute aus meinem Panoramafenster auf die Stadt und lies mich mal kräftig am A… lecken. und lies den ersten Tag elegant ausklingen.

See you later….

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Warum liegen hier Autoreifen rum ? Warum trägt hier niemand eine Maske ? Und wo ist der Elektriker ?

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Ja hoppala, wer hat denn da seinen Blog ein wenig vernachlässigt ?! Ich bekenne mich schuldig und möchte zu meiner Verteidigung sagen, es war Sommer und ich habe es bevorzugt in der Sonne zu liegen, im Biergarten zu sitzen und in der Isar zu schwimmen. Es war grandios, aber noch grandioser war die Reise nach Las Vegas. Ich werde den Trip wohl nie vergessen, aber von vorne: Wie bekannt, ging es von New York nach Phoenix. In Phoenix angekommen, hieß es Road Trip. Jeder kennt wohl diese Szenen aus Film und Fernseher: Junge Truppen begeben sich auf Abenteuerreise und erkunden das Land mit dem Auto. Es ist 45 Grad und jeder schwitzt sich einen Wolf, niemand hat Verbindung mit seinem Handy und urplötzlich geht genau in der Wüste der Sprit aus. Genauso war es bei uns nicht.

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Es waren zwar 45 Grad, aber wir hatten eine super Klimaanlage, ständigen Kontakt zu Facebook & Co und der Sprit ging uns auch nicht aus. Das gute alte Benzin im schönen Amerika. So günstig wie bei uns das Wasser. Was es mit Wasser noch gemeinsam hat ? Es verdampft beim Anlassen eines Dodge Pick-Up genauso schnell wie Wasser auf einem 50 Grad heißen Stein. Was sind da schon gefühlte 35 Liter auf 100 km. Ich muss zugeben, nach diesem „Erlebnis“ sehe ich meine schöne grüne Plakette auf meinem Mini mit anderen Augen bzw. muss ich leider das Vorhaben der BRD, ab 2030 nur noch Elektrofahrzeuge als Neuzulassung frei zugeben,  ein wenig belächeln. Versteht mich nicht falsch, ich bin für den Klimaschutz, aber mir erscheint es ein wenig unausgewogen. Egal, zurück zu unserem Trip.

Da wir die Strecke von 529 Meilen nicht an einem Stück fahren konnten bzw. wollten, legten wir zu nächst einen Zwischenstop in Tucson, AZ ein. Jetzt kommt der Moment. Ich bin ganz aufgeregt. Meine Damen und Herren, ich habe offiziell den Arsch der Welt gefunden. Sorry Tucson, du bist an sich ein nettes Städtchen und das zweitgrößte in Arizona aber, wie gesagt, du liegst definitiv im Nirgendwo und mit dir zahlreiche Schlangen und Echsen. Unser erstes Ziel war Mount Lemmon. Nun können wir nämlich mit Stolz behaupten, wir haben den Arsch der Welt auch von oben gesehen, um genau zu sein aus 2.791 m Höhe. Der Name Tucson stammte übrigens von den Indianern ab und bedeutet nicht, wie von mir gedacht, wo du in der Sonne schmorst oder wo das Wasser so mangelhaft ist wie Deo bei einem 12-Jährigen. Nein, Tucson heißt übersetzt: Am Fuß des schwarzen Berges. Gibt auch Sinn. Der Ausblick war auf jeden Fall sagenhaft und die Landschaft einzigartig.

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Nachdem wir alles erkundet und besichtigt haben, ging es in die City, die sich als sehr flächig herausstellte. Ich erkläre: Tucson hat 520.116 Einwohner auf 505,3 km². Zum Vergleich. München hat 1.450.381 auf 310,7 km². Nachbarschaftsprobleme fehl am Platz, wahrscheinlich kennt man hier das Wort Nachbar nicht einmal. Auch die Parkplatzsuche fiel hier weg. Man hat ja schließlich 505,3 km² zur Verfügung. Das schnelle und bequem Parken war übrigens ein wahrer Segen, denn was Tucson definitiv zu bieten hat, ist eine super Auswahl an Shopping Möglichkeiten. Von Viktoria Secret bis Calvin Klein ist hier alles zu finden und das in Form von OUTLET Centern. OUTLET, Leute, OUTLET. Die Erinnerung an diesen Tag ist ein wenig verblast. Alles was mir blieb waren die Töne meiner Kreditkarte und das gelangweilte Gestöhne meines besten Freundes. Sebastian, du hast dich super geschlagen und darfst ab sofort immer bei diversen Einkaufstouren meine Begleitung sein. Yeaaah.

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Nachdem wir uns ausgiebig mit sämtlichen Outlet Angeboten auseinander gesetzt haben und hierbei steht das Wort Auseinandersetzung für wahlloses Einkaufen, ging es zur Nahrungsaufnahme. Vorab: Ich liebe Fleisch in allen Formen und Farben und die USA ist für diese Vorliebe ein reinstes Paradies. Sollte man dennoch Gelüste auf Obst und Gemüse haben, dann muss man tief, sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Genauer gesagt kostet ein bisschen Brokkoli  ganze 5.00 $. Im Vergleich: Für 10 Chicken Nuggets zahlt man gerade mal  1.99 $. Eine „ausgeklügelte“ Preisphilosophie mit riesen Auswirkungen, meiner Meinung nach. Bei dieser Preisspanne zwischen gesunden Lebensmitteln und Fast Food ist es kein Wunder, warum viele Menschen übergewichtig sind bzw. werden und dementsprechend mit den Folgen in Form von Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen etc. pp. letztendlich noch mehr Geld kosten als ein Brokkoli. Grundvoraussetzung, besagte übergewichtige Menschen sind überhaupt krankenversichert. Ein Teufelskreis. Das wäre doch ein super Wahlspruch. I want broccoli for USA.  Ich sollte eindeutig Präsidentin werden.

Bevor ich jedoch dieses Projekt angehe, wird erst mal Projekt Las Vegas in Angriff genommen. Die Koffer wieder gepackt und das Auto voll getankt (für umgerechnet 30 € oder 7 x Brokkoli), machte sich die lustige und pfiffige Reisetruppe auf nach Nevada.  413 Meilen ca. 665 km quer durch die Wüste. Das Erste, dass ich mir dachte, als ich die Straßen bzw. den Highway sah, war: Warum liegt hier alles voller zerrissener Autoreifen? Fehlt ja nur noch ein Elektriker mit Maske. Kopfkino. Also warum nun diese Autoreifen? Die Frage wurde mir sofort von unserem US Guide und Ehemann meiner Besten, der ein waschechter Amerikaner ist, erklärt:“Ach, das sind zerplatze Autoreifen. Die platzen hier aufgrund der Hitze, wie Luftballons auf einem Kindergeburtstag.“  Sehr beruhigend diese Antwort. NICHT. Aber vorab, wir sind sicher und wohlbehütet in Las Vegas gelandet. 8 Stunden , 3 Stops bei diversen Fast Food ketten und unzählige Pinkelpausen später, sahen wir Las Vegas von Weitem aus der Wüste ragen. Ein toller Anblick. Er war so grandios, dass ich natürlich kein Foto davon habe, weil ich mit Glotzen beschäftigt war.  Sorry.

Dann war es soweit: Sinn City meets Sin City. Eine besser Kulisse würde es für meine anstehende 30igste Geburtstagssause, die in zwei Tagen anstand,  wohl nicht geben. Meine was? Ich weiß, ist echt kacke. Ich werde tatsächlich 30 und ich habe alle beknackten Sprüche, Kommentare und Sticheleien dazu 1000 x mal gehört. Ja und? Ich bin dann unverheiratet, kinderlos und 30. Das ist auf jeden Fall besser, als 16, schwanger  zu sein und einen Freund namens Kevin zu haben. Bevor ich mich kopfüber in die 30 stürze, schmetter ich euch noch mein Resumé für Tucson, AZ hin und genieße noch 2 Tage mit meiner geliebten 29.

Fortsetzung folgt…

Freizeitangebot: ♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: ♥♥♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥ (Wohnort meiner Besten)

Menschen: ♥♥♥

Eine Geschichte über Erfolg, Glückseligkeit und Bullenklöten

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Logbuch: New York, Stunde 50, es ist ein sonniger Tag, der Geldbeutel ist leer und uns verbleiben noch 12 Stunden, bis unser nächster Flieger Richtung Westen startet. Wir waren am Time Square und haben unsere Kreditkarten zum Glühen gebracht, waren im Central Park und haben uns fast verlaufen, waren im Macy´s und haben uns mit der legendären Holzrolltreppe transportieren lassen.

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Last but no least, habe ich  noch einen Bullen an die Klöten gelangt. Was habe ich? Wenn manche nun denken, dass ich einem Police Officer an sein bestes Stück gelangt habe und schreiend weg gelaufen bin, dann ist nur Eines entgegenzubringen. Schmutzig und nein, habe ich nicht. Bei dem Bullen handelt es sich, um den Charging Bull, auch bekannt als Wall Street Bull und er soll Männlichkeit und Mut verkörpern. Er steht, wie der Name schon verrät, in der Wall Street. Ursprünglich stellte er Straßenkunst dar, aber der Schaffer Arturo Di Modica wollte damit etwas ganz anderes ausdrücken: Diese Bronzestatue soll ein Symbol dafür sein, dass man, egal woher man stammt, egal welche Nationalität oder egal welche Herkunft, durch Entschlossenheit und harter Arbeit erfolgreich werden kann. Wirklich very nice, warum er aber unbedingt Männlichkeit ausdrücken muss, ist für mich, eine Frau, natürlich ein wenig unbegreiflich. Wissen wir doch alle, dass auch Frau durchaus sehr erfolgreich sein kann. Das dachten sich bestimmt so einige Frauen und führten diese witzige Tradition ein. Wer besagten Bullen an die Klöten langt, wird erfolgreich und hat lebenslang Glück. Kurz vorab: Ich und geschätzte weiteren Trillionen Menschen werden sehr viel Erfolg und  lebenslang Glück haben. Woher ich das weiß ? Das haben mir dir extrem abgenutzten Klöten verraten. Nicht auszumalen wie dieser Bulle enden wird. Männlichkeit au revoir !

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Eine halbe Stunde später und Richtung Up Town stand ich vor dem nächsten atemberaubenden Building. Die Überleitung gestaltet sich gerade etwas tricky. Wie gelingt es mir von einem Bullen mit gewissen Männlichkeitsproblemen, zu dem Trump Tower zu schwenken und dabei politisch korrekt zu bleiben? Um ehrlich zu sein, gar nicht. Im Gegenteil, ich finde es zum Brüllen. Zurück zum Tower. Er befindet sich in Manhattan und ist stolze 202 Meter hoch. Die Fassade ist in einem Bronzeton gehalten. Wie erinnern uns zurück, Bronzestatue mit abgewetzten Gemächt. Immer noch zum Brüllen. Aber ich muss zugeben, dass Gebäude hat etwas einzigartiges und wunderschönes. Was es ist? Es steht direkt neben dem historischen Juweliergeschäft „Tiffany“. Sorry, aber es lautet schließlich: Diamonds are the girls best friend und nicht Bronze. Nachdem ich mir ausgiebig die Nase an den Schaufenster platt gedrückt habe, überlegte ich mir, wie ich schnellstmöglich an Geld gelangen könnte, um mich bei Tiffany stilgerecht einzudecken. Ein Gedanke, ein Wort. Glücksspiel! Wie der Zufall so will, hebt ja in wenigen Stunden mein nächster Flieger Richtung Westen ab. Okay, es geht nicht nach Las Vegas, NOCH nicht, sondern erstmal nach Phoenix. In wenigen Stunden ? Genau dieser Zustand veranlasste mich, ein wenig in Stress auszubrechen. Warum? 1. Ich leide an dem typischen Organisationsproblem – Syndrom bis ich ein Zeitproblem – Syndrom erlange und 2. Ich muss schon wieder fliegen. Aber erstmal zum Flughafen gelangen, ohne einen Kredit aufgrund der Taxipreise aufzunehmen, in eine Schuldenfalle zu stürzen und letztendlich bei Zwegat und seiner Flipchart zu landen. Nach ausgiebiger Recherche, blieb nur noch eine kostengünstige Alternative, um an den Flughafen zu kommen. Bustransfer. Dieses Wort ist übrigens der kleine Bruder von Geiselnahme. Das Einzige, was auf dieser Fahrt noch unangenehmer war, als der verschwitzte Fahrer vor mir, war der bedenkenswerte Zustand des Lenkrades. Mit der Spureinstellung eines Busses nimmt man es hier anscheinend nicht so genau. So wundert es mich nicht, dass der Fahrer von spontanen, monsunartigen  Schweißausbrüchen heimgesucht wurde, während er versuchte, den Bus irgendwie um eine Kurve zubekommen. Hier kam es eindeutig zu Gute, dass die Bremsen, sagen wir mal, suboptimal waren und so wurde ich Zeuge eines physikalischen Wunders aus Geschwindigkeit, Rotation und Schwerkraft. It´s magic.  Naja, dafür war es günstig und irgendeinen Tot stirbt man bekanntlich immer.

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Apropos Sterben. Der nächste Transfer wird für mich nicht angenehmer, steht ja der 5,5 stündige Flug nach Phoenix an. Nachdem der Sicherheitscheck mit Bravour gemeistert  und ein aberwitziges Sandwich für 18 Dollar verspeist wurde, lies ich die letzten Tage nochmal Revue passieren. Ich habe soviel unterschiedliche Eindrücke erlebt, dass es kaum in Worte zu fassen ist. New York muss man einfach erleben. Die Stadt, die Atmosphäre und die Menschen. Oh Gott, die Menschen. Unterschiedlicher kann ein Menschenschlag nicht sein. Auf der einen Seite, muss man sich von gewissen Taschendieben in Acht nehmen und sollte es tunlichst vermeiden,  nachts im Central Park herum zu stampfen, auf der anderen Seite erlangt man sofortige Hilfe, wenn man fragend in der Subway steht und nicht genau weiß, welches Ticket man ziehen soll. An dieser Stelle nochmal ein großes DANKE an den 70ig – Jährigen New Yorker namens Kurt, der, wie sich herausstellte, gebürtig aus Erlangen kommt. Diese Franken – eine reinste Heuschreckenplage.

Boarding. Einmal tief durchatmen, Augen zu und durch, wie schlimm kann es schon werden. Ach ja, ich habe ein Sitzplatz in letzter Reihe „ergattert“. Ich Glückspilz. So werden wenigstens meine Ängste und Gedanken von der ständigen Geräuschkulisse der Passagierstoilette übertönt. #positivdenkenkannich. Was jetzt noch fehlt ? Genau, mein Resumé. Mit der Skyline vor Augen, ist das ein leichtes.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: -♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥

Next stop, Phoenix. Endlich Wärme und Sonne. Ich freu mich drauf.

Eine Stadt und ihr schreckliches Schicksal

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Im Hausflur kam mir der Geruch von Essen entgegen. Ich kam gerade von der Schule nach Hause. Meine Mum wartete schon mit Spinat, Spiegelei und Stampf auf mich. Während sie alles liebevoll auf den Teller drapierte, erzählte ich ihr von meinem, für mich, anstrengenden Tag. Ich bin 15. Voll mit irgendwelchen Hormonen, Problemen, die unüberwindbar erscheinen und das Schlimmste, es war gerade erst Dienstag. Ich mag keine Dienstage. Ich korrigiere mich. Ich hasse sie. Zum einen lag bis zum Wochenende die Hälfte an Woche noch vor mir, zum anderen muss ich gleich zur Englisch Nachhilfe. Würg. Naja, ein Stündchen zum Chillen hatte ich noch. Also, schnell ab zum Sport. Scherz, wie gesagt, ich bin 15 und bevorzuge eher Nutellagläser gepaart mit TV. Glas auf, Fernseher an und da waren sie: Unerwartet, unbegreiflich und unvorstellbar. Auf jedem Sender der gleiche grausame Anblick. Es ist nicht irgendein Dienstag. Heute schreiben wir den 11.09.2001. Es ist genau 10 Minuten her, als der Flug AA 11 in den Nordturm des World Trade Centers in New York einschlug. Wie konnte das bloß passieren ? Es kann nur ein furchtbarer Unfall sein. Weitere sieben Minuten später wurden wir eines Besseren belehrt. Flug UA 175 schlägt in den Südturm ein und wir alle wurden zu Zeugen. Wir ? Ja, wir. Es war eindeutig ein Anschlag. Nicht nur Anschlag gegen New York, nicht nur gegen die USA, es war ein Terrorakt gegen die gesamte westliche Welt. Es traf Amerika direkt im Herzen und es sollte nichts mehr so sein, wie es einmal war.

im Herzen von NY

Diese Bilder brannten sich in unsere Köpfe. Das Wahrzeichen von New York stand lichterloh in Flammen. Überall tapfere Feuerwehrmänner, die alles gaben, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Panische Menschen, etwa 200, die sich aus den obersten Fenstern der Türme in den Abgrund stürzten, weil sie keinen anderen Ausweg fanden, als jenen. 9.59 Uhr Ortszeit gab der Südturm nach. 10.28 Uhr folgte ihm der Nordturm. New York wurde von einem grauen Schleier, bestehend aus Staub, Rus und Geröll umschlungen. Die Twins, bestehend aus unglaublichen 200.000 Tonnen Stahl und 325.000 m3 Beton, waren dem Erdboden gleich. Schlimmer, an diesem Tag verloren 2.992 Menschen ihr Leben, darunter 127 Passagiere, 18 Besatzungsmitglieder, 343 Feuerwehrleute, 60 Polizisten und acht Sanitäter. 2.992 Familien wurden zerrissen, 2.992 Partner verloren ihren Mann oder ihre Frau und 2.992 beste Freunde waren plötzlich ohne.

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Es sind knappe 15 Jahre vergangen und nun sitze ich mit meiner Besten am Memorial Place. So heißt der Platz heute, an dem früher diese gewaltigen Türme in den Himmel ragten. Bevor wir die Fundamente der Twins am Ground Zero aufsuchten, ging es zunächst zu einem anderen Turm. Der Freedom Tower, auch bekannt, als das One World Trade Center, war die amerikanische Antwort auf 9/11. Es ist das höchste Gebäude der Vereinigten Staaten und das Vierthöchste der Welt. Genauer gesagt ist der Tower 1776 Fuß hoch. Diese Höhe entstand nicht aus reinem Zufall. Sie symbolisiert das Jahr der Unabhängigkeitserklärung. Für die Einen ist dieses Gebäude eine architektonische Meisterleistung, für Andere der wohl größte nach Osten gerichtete Mittelfinger auf Erden. Vor allem Nachts sticht der Freedom Tower durch seine bewusst gewählte, grelle Beleuchtung aus der Skyline von New York heraus. Egal wie, er ist ein Mahnmal und eine Erinnerung, die niemals vergessen werden darf.

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Seitdem 29.05.2015 ist dieser Turm, besser gesagt, die gewaltige Plattform offiziell für jeden zugänglich. Alles, was man für die Erklimmung des Turmes benötigt, ist das nötige Kleingeld für den Eintritt sowie für ein evtl. Kaltgetränk on the top. Tipp: Nehmt viel Kleingeld mit. Böse Zungen würden behaupten, 18 Dollar für ein Heineken, ist Wucher. Aber eins verspreche ich euch: Jeder Dollar ist es wert. Ich möchte nicht zu viel verraten, da es jeder selbst einmal erleben sollte. So viel sei euch gesagt, es erwarten euch einige Specials. Überwältigt vom einmaligen Ausblick, traten wir nach ca. zwei Stunden wieder den „Abstieg“ in Form eines Aufzugs an. 1776 Fuß in 60 Sekunden ist nicht jedermanns Sache, aber was hatten wir zu verlieren. Ach ja, unser jeweils 18 Dollar Bier.

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Unten angekommen, ging es zu dem Ort, an dem das Unglück geschah. Es war ein komisches, wenn nicht sogar beklemmendes Gefühl. Da waren sie direkt vor uns, die „Fußabdrücke“ der Zwillingstürme. Man muss sich zwei gewaltige Wasserbecken in Form von Vierecken vorstellen. Jedes Becken hat in der Mitte ein schwarzes Loch. Hier fällt das Wasser neun Meter in die Tiefe. Diese zwei Gedenkstätten zählen, als größte jemals von Menschenhand erbauten Wasserfälle. Umrandet werden sie jeweils von einem Kumpferrand, in jenem alle Namen der Opfer verankert wurden. Lediglich auf die Namen der Attentäter wurde verzichtet. Vereinzelt stecken frische Rosen zwischen den Namen. Man hat hier nicht nur einen Ort des  allgemeinen Gedenkens geschaffen, sondern auch den Hinterbliebenen die Möglichkeit gegeben, seinen Lieben nahe zu sein.

Ground Zero

Der 11. September 2001 ging in die Geschichtsbücher ein, damit diese Tat niemals vergessen wird. Ground Zero, ein Ort, der einem vor Augen führt, was Hass anrichten kann, wie dumm die Menschen sein können und wie wertvoll das eigene Leben ist. Noch immer kreisten die Bilder in meinem Kopf und der Geruch von Spinat lag mir in der Nase. Ich und so viele andere Menschen werden diesen Tag wohl niemals vergessen. Aber, wie sagte Bundespräsident Rau damals sehr treffend: „Wir dürfen uns von niemandem dazu verleiten lassen, ganze Religionen oder ganze Völker oder ganze Kulturen als schuldig zu verdammen.“   Mit diesen gemischten Gefühlen machten wir uns wieder auf dem Weg. New York, was kommt als nächstes ?

New York, New York wir fahren nach New York !

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 New York! Was fällt mir zu dieser Stadt als erstes ein ? Um ehrlich zu sein: So einiges. Diese Stadt begleitet mich seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten und zwar in Form von der legendären Serie “ Sex and the City“. Sorry, ich bin mit dieser Serie groß geworden und aufgrund dessen wurde mindestens über 10 Jahre lang einmal die Woche zu meinen Freundinnen gesagt: „Irgendwann müssen wir nach New York City!“  Es mag vielleicht etwas klischeehaft klingen und mir ist auch bewusst, dass dieser Satz nicht nur in unserem Kreise gefallen ist, aber ist mir wursti. Ich muss mindestens einmal in meinen Leben auf der Brooklyn Bridge stehen und die Szene von Miranda und Steve nachspielen, einmal Nachmittags mit meinen Freundinnen in einem Kaffee sitzen, total overdressed und stilgerecht Champagner schlürfen und mindestens einmal in einem wunderschönen, mädchenhaften Kleid einem Taxi hinterher brüllen, so laut, dass jeder Bauarbeiter neidisch werden würde. Irgendwann, will ich das erleben. Irgendwann war jetzt.

Wilson Travelyst

Okay, der Masterplan, mit all´ meinen Chicas New York zu erobern, wies gewisse Lücken auf. Es wird wohl auch eine Lebensaufgabe werden, alle zu gleicher Zeit über den großen See zu bringen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich nie.  Letztendlich eroberte ich die City mit meiner besten Freundin, mit meinem besten Freund und Wilson. Wenn ihr euch jetzt fragt, wer Wilson schon wieder ist, kurz eine Erläuterung: Wilson ist mein treuer Wegbegleiter. Meistens bin ich auf meinen Reisen alleine unterwegs und ja, ich brauche auch eine gewisse Aufmerksamkeit. So wurde Wilson ins Leben gerufen, der mir stets zur Seite steht. Darin ist er wirklich gut, hat er doch schon Tom Hanks in dem Film Cast Away die Stange gehalten und da ich mich ab und an auch verschollen fühle, ist er wie geschaffen für mich. Aber zurück zu New York City. Nach 8,5 Stunden Flugzeit standen wir endlich am Gepäckband in Newark und die Zeit lief ab jetzt. Uns bleiben genau 64 Stunden bis unsere nächster Flieger nach Phoenix startet. 64 Ministunden. Wir hatten einfach keine Zeit zu verlieren. So war es klar, dass wir auf gar keinen Fall mit dem Bus zu unserem Hostel Pod 39 fahren würden. Denn jeder weiß, dass ein Bustransfer zum Hotel einer Geiselnahme gleicht. Also brüllten wir ein Taxi herbei. Okay, wir stiegen einfach in eines der zahlreichen Taxen vor dem Flughafen ein, aber das mit dem Brüllen wird noch durchgezogen.

pod 39 - New York

Ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, wie lang die Fahrt dauerte, aber an den Preis kann ich mich ganz genau erinnern. 88 $ waren mit dem Fahrer vereinbart. Was wir nicht wussten, zuzüglich Tax sowie sämtlichen Mautgebühren für Brücken, Tunnel, geteerte Straße ,what else für alles noch. Unterm Strich zahlten wir 113 $ für eine geschissen Taxifahrt. Könnt ihr auch den Skandal, der in der Luft liegt, riechen? Das ist eindeutig ein Fall für Metamathematik und Mr. X!  Ein Flug von Frankfurt nach New York (6202 km) kostet round about 400 €. Eine Taxifahrt vom Flughafen Newark zu meinem Hostel (28 km) umgerechnet 102 €. Logisches Fazit: X = 1,80 € ! Genau diese Summe werden ich dem Piloten das nächste Mal entgegen werfen mit der Aufforderungen, mich mit seinem Flieger zum Hostel zu fahren. Egal, getreu dem Motto, was kostet die Welt, ich nehme zwei, stand ich wenige Minuten später auf der hauseigenen Dachterassse und genoß den ersten Cocktail auf amerikanischen Boden. Dabei die Skyline vor Augen und fetzige Musik aus den 80igern im Ohr. Sorry, aber das lief definitiv unter  den Begriff „Leben genießen“.

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Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht, begann die Erkundungsphase. Was hat New York alles zu bieten? One World Center, Big Apple, Central Park, Time Square, Grand Central Station, nicht zu vergessen die Manhattan und Brooklyn Bridge, da gab es ja noch  gewisses Date bzw. eine Szene nachzustellen. Die Liste war lang, also machten wir uns unverzüglich auf den Weg zum – Tommelwirbel- Shopping. #Prioritätensetzenkannich. An dieser Stelle möchte ich auch gleich das Wort Zollfreibetrag in den Raum schmettern und gleichzeitig als mein Unwort des Jahres 2016 nominieren. Ganz genau beträgt der Zollfreibetrag 430 €. Lächerlich und reinste Schikane, aber das sollte man wissen, bevor man seine Kaufrauschtour beginnt. Mit einem Stadtplan bewaffnet, stürmten wir den Time Square und was soll ich sagen, er ist noch beeindruckender, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Es ist eine reinste Reizüberflutung. Tausende Lichter, Musik aus allen Ecken, begleitet vom ständigen Taxigehupe, das zugegebener Maßen, der Stadt diesen Flair verleiht, gekrönt von den verschiedenen Menschen aus aller Herrenländern. Die Geschäfte reihen sich nur so aneinander und die kulinarischen Genüsse kommen hier auch nicht zu kurz. Hier findet man einfach alles. Ich bin mir sicher, wenn es  einen Nabel der Welt geben würde, dann wäre er eindeutig hier zu finden.

Wir liefen weiter gen Downtown. Um genau zu sein, war unser Ziel Lower Manhattan. Der südlichste Teil von besagter Insel. Unser Weg sollte uns durch die Stadtteile Little Italy und China Town führen. Warum sollte? Little Italy war so „little“, das wir es einfach nicht gefunden haben bzw. waren wir laut Karte da, aber wie gesagt es war einfach zu little. Dafür machte es China Town wieder wett. Soviel China habe ich auf so wenig Platz noch nie gesehen. Aber, jeder der mich kennt, weiß, dass ich mich pudelwohl gefühlt habe. Was soll ich sagen, ich bin eben ein Fan der asiatischen Kultur. Nachdem wir uns den Weg durch das gastfreundliche Völkchen gebahnt hatten, stand sie vor uns. Überwältigend war dieser Anblick und fragt mich nicht warum, aber ein gewisses Freiheitsgefühl kam auf. Nein, wir standen nicht vor der berühmten Liberty Statue sonder mitten zwischen Manhattan und Brooklyn Bridge.

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New York, you made my day und das, war erst der Anfang…

 

Sackerl? Das heißt Tüte! MFG Piefke

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 Neue Reise, neues Motto. Diesmal lautete es „grenzenlos“. Ja, ich weiß, es ist nicht mal ein Motto, sondern einfach nur ein in den Raum geworfenes Wort. Ich bin eben ein Fan des Minimalismus und da ich bekanntlich keine Grenzen kenne bzw. jene gerne überschreite, ging es folglich ins Ausland. Klingt total spektakulär, aber, bitte beruhigen Sie sich alle wieder, es ging lediglich nach Österreich. Warum lediglich? Ja, von Bayern aus gesehen, ist Österreich keine Weltreise. Genauer gesagt, ging es in die angebliche, zweitlebenswerteste Stadt der Welt: Wien, auch bekannt als Vienna. Für manche Publikationen gilt sie sogar als lebenswerteste. Das musste natürlich von mir genauer unter die Lupe genommen werden und deshalb unterlag Wien einer längeren Testphase. Diese Stadt wurde in allen Jahreszeiten von mir bereist und eines kann ich vorweg nehmen: Das Klischee , sie seien ein langsames Volk, mit dem die Österreicher zu kämpfen haben, kann teilweise bestätigt werden, aber in einer Sache sind sie die Schnellsten. Mensch, was ihr wieder denkt! Ich rede vom angehupt werden.  Da sind ganz besonders die Wiener recht fix. Sobald man nämlich im Besitz eines deutschen Autokennzeichens ist, wird man lautstark angehupt. Ich würde sogar behaupten, man versucht durch die entstehenden Schallwellen der Hupe, jenen, also mich, von der Straße zu „wehen“.  Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.  Anfangs dachte ich noch, es liegt an meinen Fahrkünsten, aber weit gefehlt. Schlau wie ich bin, lieh ich mir ein Auto mit österreichischem Kennzeichen und nichts. Absolut nichts. Noch nicht mal, als ich bei grün vor der Ampel stehen blieb. Skandal!

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Abgesehen davon, ist Wien ein absolutes Erlebnis. Eine City mit soviel Charme. Hier treffen alle Kulturen und Menschen unterschiedlichster Schichten aufeinander. Es ist einfach  eine reinste Freude sich in ein Kaffee zu setzen, eine Melange und eine Sachertorte zu bestellen und die Stadt mit dessen Bewohnern zu beobachten. Gut gestärkt und amüsiert, konnte ich  nun endlich mit der Sightseeing-Tour beginnen. Also kletterte ich auf mein Fahrrad – auf mein was? Ja, ich bin doch nicht total Banane und tu´ mir das mit dem Auto an, womöglich laufe ich da noch die Gefahr eines bleibenden Tinitusschadens. Wenn sich jetzt manche fragen – wo bekommt die schon wieder ein Fahrrad her?- kann ich das ganz easy beantworten: Die stehen überall in Wien herum. Hierbei handelt es sich um so genannte Bike- and Drive Stationen, die in ganz Wien zu finden sind. Man meldet sich über eine Station an, bekommt ein Fahrrad, im perfekten Falle ist es lila und düst wie eine Bekloppte los. Warum, wie bekloppt ? Weil die erste Stunde kostenlos ist. Wien ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt und man kann alle Highlights der Stadt ohne große Mühe abfahren. Natürlich auch die wunderschöne Fußgängerzone, die zum Power – Shopping förmlich  einlädt. Warum auch sonst würde sich ein Korb an mein Fahrrad befinden, wenn er nicht gefüllt werden wollte.  Aber anderes Thema.

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Erstes Ziel, war der legendäre Naschmarkt und er macht seinen Namen alle Ehre. Eigentlich sollte er „Fressmarkt“ heißen, aber wahrscheinlich passt das nicht in das Marketingkonzept der Stadt. Schon am fünften Stand, habe ich soviel „genascht“, dass ich hätte platzen können. Aber wie heißt es so schön, wenn man  A sagt, muss man auch B sagen, also wurde es konsequent bis zum letzten Stand durchgezogen. Ich sah schon die Schlagzeile vor mir: Fränkin stirbt einen qualvollen Tod aufgrund „Naschens“. Ging ja nochmal alles gut. Fazit: Der Naschmarkt bietet alles was das Herz begehrt außer „H´s“, die waren leider an diesem Tag ausverkauft. Irgendwie gelang es mir weiter zu fahren, nicht, weil ich noch was probieren wollte, nein, versucht ihr mal nach gefühlten 4 Kg Nahrungsaufnahme mit dem Fahrrad voranzukommen. So stand ich 30 Minuten später, ein wenig kurzatmig, vor meinem hoffentlich, zukünftigen Wochenenddomizil. Schloss Schönbrunn! Alter, Kaiserin hätte man sein müssen. Hier werden eindeutig Prinzessinenträume wahr. Vorallem in der Sommerzeit traumhaft, da dann die komplette Blühtenpracht im Schlossgarten seinen Höhepunkt nimmt. Und wir reden hier nicht von einem gewöhnlichen Garten. Es gleicht eher einem Park. Beginnend mit besagter Bepflanzung, schließt  sich  daran direkt der Neptunbrunnen. Danach folgt gleich der Aufstieg zur Gloriette. Oben angekommen, hat man ein sagenhaften Ausblick auf die Dächer Wiens. Optimal lässt man sich dann auf ein Stücken Wiese nieder, trinkt einen Kaffee, den man unten am Kiosk erworben hat, genießt den Ausblick und entspannt für mindestens 30 Minuten. Natürlich hatte ich keinen Kaffee und mein Stückchen Wiese befand sich direkt neben einem etwas überfordert wirkendem, dreifachem, alleinerziehendem Vater.

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Kurzerhand trat ich die Flucht an. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinder, aber in diesem Fall fiel es mir sehr schwer. Aber ich nahm die Gelegenheit, um zu meinem absoluten Lieblingsort zu laufen, der sich nämlich direkt neben dem Schlossgarten befand. Kleiner Tipp, er ist in jeder größeren Stadt mein absoluter Lieblingsort. Trommelwirbel. Der ZOO! Ich liebe Zoos. Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, sämtlichen Zorn von Tierschutzaktivisten auf mich zu ziehen, so ist zu meiner Verteidigung zu sagen: Ich liebe halt Zoos. Ganz besonders hat es mir der Brillenbär angetan. Warum, das weiß ich auch nicht ganz genau, aber er ist mir irgendwie sympathisch, wenn er seine Nase in fremde Sachen steckt. Wien hat aber noch so einiges zu bieten und um das alles aufzuzählen würde ich Tage benötigen. Für weitere Besuche, bin ich auch sofort zu haben, leben wollte ich hier aber nicht, da es mir einfach zu stressig ist. Eine Stadt, die niemals schläft. Außerdem würde ich gerne im ersten Bezirk wohnen, aber dafür müsste ich zehnfacher Millionär sein oder, ihr wisst was jetzt kommt, der Lewandowski – Plan. Da das in den nächsten Monaten eher unwahrscheinlich ist, suche ich noch ein bisschen weiter bzw. chille ich ab und an hier ein wenig rum. Ich muss unbedingt noch einmal  die Sternwarte besuchen und einen Blick auf den Mars werfen, ein bis elf Bier im Kängurus trinken und, oh meine Güte, natürlich noch einmal den Prater stürmen. Himmelswillen, kann man da eine Gaudi haben. Also wie gesagt, es wird nicht mein letzter Besuch gewesen sein, aber trotz alledem das Resumé.

Freizeitangebot: ♥♥♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥

 

A Packl Fotzn is glei aufgrissn – welcome to Bavaria !

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Wie im letzten Beitrag ankündigt, ging es weiter an den schönen Ammersee. Von München aus ca. 42 Km. Das sind in meiner persönlichen Maßeinheit mit dem Auto ca. 25x angehupt werden, 4x falsch einordnen und 2x den Mittelfinger gezeigt bekommen. Als ob mich das irgendwie tangieren und meine Fröhlichkeit beeinflussen würde. Amateure! Endlich angekommen, ging es sofort zu meiner Cousine, die mich mit einem bayrischen Wurstsalat und mit den Worten „Sektchen oder Bierchen?“ begrüßte. Da war ich also, im schönen Eching am Ammersee. Im schönen, RUHIGEN Eching am Ammersee. Heute kann ich diese Ruhe genießen, aber nur weil ich weiß, dass ich im Besitz eines Führerscheins bin und innerhalb von Sekunden weg düsen könnte. Im Alter von 16 Jahren, war diese Ruhe zum … ÖDE. Es war einfach nur unglaublich öde. Alles was ich zu Fuß erreichen konnte war die Minigolfanlage. Wahrscheinlich hätte man auch noch andere Sachen zu Fuß erreichen können, aber ich gehöre eindeutig nicht zu den wanderfreudigsten Menschen und alles was über 1 Km hinausgeht, fällt bei mir unter Wanderung. Es ist nicht so, als sei ich unsportlich und könnte keine weitere Strecken zurück legen, es liegt eher daran, dass ich zu den Menschen gehöre, die es schaffen, barfuß umzuknicken und sich spektakulär und abenteuerlich aus dem Nichts einen dreifachen Bänderriss mit Meniskusschaden und Bruch des Mittelfußknochens zu zuziehen.

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Aber zurück zur Minigolfanlage. Für Manche bzw. für den größten Teil der Menschheit ist es lediglich eine Anlage, die zur Bespaßung beitragen soll. Bei mir jedoch, ist diese Anlage zu meiner persönlichen Lebens-Challenge geworden und ich versuche seit meinem 8 Lebensjahr mein Handicap zu verbessern. So war es klar, dass mein nächster Stop, diese besagte Anlage war. Da stand ich nach 45min. wieder. Loch 16. Für Unwissende, erkläre ich besagte Herausforderung gerne einmal. Hierbei sollte man seinen Minigolfball präzise, einmal quer über die gesamte Minigolfanlage schmettern, damit man dann, den Ball ins ca. 1 Meter hohe und gefühlt fingerhutbreite Netz versenkt. Als Hilfsmittel bekommt man, großzügigerweise einen, im Erdreich, halb versenkten Gummireifen, auf den man seinen Minigolfball legen darf und der somit zur Erleichterung des Abschlags beitragen soll. Aha! Was für ein Spaßvogel hat sich das denn ausgedacht. Kurz und knapp, könnt ihr euch jetzt vorstellen, warum diese Anlage zu einer Lebensaufgabe geworden ist bzw. an welchem Punkt es immer wieder scheitert. So auch dieses Mal. Und bevor ich wieder den Schläger im See versenkte, entschied ich mich für einen Kaffee und einem hausgemachten Apfelstrudel mit Vanilleeis im Seehaus Schreyegg, das direkt am See liegt und einen wunderschönen Ausblick auf jenen bietet.

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Als ich da so saß, mit dem Blick auf den See und den Alpen im Hintergrund, ist es mir selbst aufgefallen. Ob Konstanz, Ibiza oder Bochum, letztendlich sitze ich immer am Wasser rum und fühle mich da am wohlsten. Diese Erkenntnis bringt mich doch schon einen Schritt weiter. Meine Sinn City muss am Wasser liegen! Egal, ob am Meer, Fluss oder am See. Also kommen schon mal alle besagten Städte in die zweite Runde, dachte sie sich, setzte sich ins Auto und peilte ihren nächsten Ausflugsort an. Kloster Andechs. Einer, der schönsten Plätze in Bayern und nicht nur das, sondern auch der älteste Wallfahrtsort in good old Bavaria. Wo soll ich nur beginnen. Es ist in erster Linie, wie schon erwähnt, ein Wallfahrtsort und in zweiter, ein Schlemmerparadies. Schweinzhaxe, Leberkäs, Brezn, Obatzer und Bier. Letzteres, kann einem so wundervoll zum Verhängnis werden, da es sich hierbei um dunkles, Starkbier handelt. Yeah! Man kann ja Bavaria für manches kritisieren, aber was die Ess- und Trinkkultur angeht, wohl nicht. Sorry, man konzentriert sich hier einfach aufs Wesentliche. A zümpftige Brotzeit eben. Nach Dieser, ging es traditionell in den Kloster-Fan-Shop, wie ich ihn liebevoll nenne. Hier kann man dann alle „Jesus-Fan-Produkte“ erwerben und ohne Rosenkränze für meine Liebsten, komme ich hier auch nicht raus. So auch dieses Mal. Es ist ein wundervoller Ort und ist wirklich einen Besuch wert, vor allem im Sommer, wenn um und im Klostergarten alles zum Blühen beginnt. Es ist so schön dort, dass ich kurzzeitig in Erwägung gezogen habe, diesen „Verein“ beizutreten. Es wäre so Vieles einfacher. Aber, ich habe ja eine Mutter, die die Gabe hat mich blitzschnell wieder in die Realität zu holen, dieses mal mit den Worten:“ Kind, das ist ein Männerkloster!“ Na toll, aus der Traum vom Nonnen-Leben!

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Etwas niedergeschmettert, ging es den „Heiligen Berg“ wieder abwärts, Richtung See. Die Region am, sowie um den See bietet vor allem für Familien einige Ausflugsorte. Vom Mammendorfer Freibad, zum Starnberger See, bis hin zum legendären Bad Tölzer Alpamare. Alles recht fix vom Ammersee erreichbar. Warum ich das weiß? Weil ich natürlich schon all diese Orte bereist habe. Dazu muss man wissen,  dass hier alle wilden Wasserrutschen, die es irgendwie und irgendwo in Bayern gibt, genau hier zu finden sind. Hierbei ist die Rutschtechnik das A und O. Im Normalfall gehöre ich zu den Typen, safty first, aber nicht bei Wasserrutschen. Hier lautet das Motto eher, nackte Backen, lass es knacken. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Badehöschen unbedingt zwischen die Pobacken geklempt werden muss, sonst wird es eben  keine vernünftige Supersause.

Vielleicht gehöre ich einfach hier her! Schließlich ist hier meine halbe Familie ansässig. Könnte man meinen, wenn es nicht ein klitzekleines Problem geben würde. Ein Quadratmeter Land am Ammersee kostet gefühlte drölf tausend €.  An dieser Stelle hoffe ich jetzt, dass Herr Robert Lewandowski endlich auf mich aufmerksam geworden ist und sich zu einer zeitnahen Eheschließung mit mir hinreißen lässt. Ich gebe zu, dass die Wahrscheinlichkeit nicht recht hoch ist, deswegen entscheide ich mich für Plan B. Ich mach hier einfach ab und an Urlaub, setz mich wieder in mein Auto und suche einfach weiter. Ordnungshalber noch schnell mein Resúme. In diesem Sinne pfierds eich.

Freizeitangebot: ♥♥♥

Gastronomie  : ♥♥♥

berufliche Perspektiven: ♥♥

Lebenskosten: ♥

Besonderheiten: ♥♥♥♥♥

Menschen: ♥♥♥♥♥