Ready, steady, Gesichtsentgleisung !

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Es war soweit: 21.05.2016, 4:35 Uhr, der Wecker schellte. Absolut unnötig, als ob ich jemals eine Sekunde schlafen hätte können. Warum? Zum Einen war es die Vorfreude auf meine Liebste, die ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder in die Arme schließen durfte und die, wenn alles gut geht, in New York am Flughafen auf mich wartet. Zum Anderen, die nicht unbegründete Todesangst, jämmerlich mit dem Flieger auf dem Meer zu zerschellen, von Haien angefressen zu werden und für immer als verschollen zu gelten. Ja, ich bin immer noch ein Lappen, was das Fliegen betrifft und es war natürlich so klar, dass genau ein Tag vor meinem Abflug ein Flugzeugunglück passierte. Darüber wurde natürlich ausgiebig in sämtlichen Medien berichtet, was meine Lage nicht unbedingt besser machte. Ich gebe nun mal ungern etwas aus der Hand. In diesem Falle war es eben mein Leben. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen: „Ich bin nicht der einzige Lappen in Deutschland.“ Genauer gesagt, ist laut einer Statistik jeder vierte Deutsche ein Fluglappen. Okay, man redet in der Medizin nicht von Fluglappen sondern von Aviophobie, aber das Resultat ist das Gleiche. Letztendlich musste ich dem Piloten einfach vertrauen. Wie viele Flugstunden hat er schon absolviert? Wie erfahren wird er wohl sein? Und wie schwierig ist es, seine Telefonnummer raus zubekommen, um mit ihm bei einem netten Pläuschchen die Flugroute zu besprechen und sich so gleich besser kennen zu lernen? Fazit: Es war zu schwierig.

himmel

Bevor aber die Supersause mit dem Flieger beginnen konnte, musste ich es erstmal bis zum Frankfurter Flughafen schaffen. Wie schon im letzten Bericht erwähnt, war die Anreise mit eigenem Auto ausgeschlossen, da mein Kofferraum einen Stauraum von maximal drei Schuhkartons hergibt. Vorausgesetzt, man hat eine maximale Schuhgröße von 37. So musste kurzerhand ein Leihwagen her, den man dann ganz bequem am Flughafen abstellen konnte. Voraussetzung hierfür,  man findet die Rückgabestelle. Gut, dass Frankfurt einen so kleinen Flughafen bietet, überschaulich obendrein – Nicht! Ich war kurz davor, diese Dreckskarre auf dem Rollfeld zu parken. Es war natürlich auch klar, dass ich es nicht auf die Reihe bekam, dieses Auto wieder vollgetankt zurück zu geben. Aber was sollte schon ein halber Tank Diesel kosten? Ich sage es euch! Ein Vermögen !!! Um genauer zu sein „angemessene“ 92 €! Da hätte ich auch gleich nach New York fahren können! Wusa, ich verschwendete keine Energie, um mich großartig aufzuregen, brauchte ich doch Diese, um meine Todesangst aufrecht zu halten.

Freiheit

30 Minuten später war mein Koffer aufgeben, der Sicherheitscheck wurde mit meinen 100 ml Behälter mit Bravour gemeistert und das richtige Gate war ausfindig gemacht. Jetzt hieß es nur noch 3,5 Stunden warten bis das Boarding beginnen konnte. Memo an mich: Zeitmanagement über-arbeiten. Zeit genug, nochmal sämtliche Freunde an zu schreiben, Facebook & Co zu checken und ach ja, ich musste ja standesgemäß mit meiner Anwesenheit bei den restlichen Passagieren Angst und Schrecken verbreiten. Was, wie immer mit meinem äußerlichen Erscheinungsbild ( Stressflecken und Schweißflecken sei Dank ) ein Klacks war. Dann näherte sich das Boarding! 10 Minuten! Ich war gerade dabei, mir meinen I Pod ins Ohr zu schmettern, um mich mit musikalischen Klängen selbst zu beruhigen, als das Unmögliche geschah. Vorab ist noch einmal zu erwähnen, ich stand kurz vor meinem ersten Langstreckenflug, alleine, ohne jeglichen Beistand und einen wichtigen ausschlaggebenden Punkt hatte ich nicht bedacht. Ich habe mit Abstand die besten Freunde dieser Welt, die sich anscheinend  in einem Punkt einig waren. Wir dürfen sie in dieser Lage nicht alleine lassen. So begann mein aufregender Trip mit einer (von vielen) Überraschungen. Darüber Schreiben, unmöglich. Die passende Worte zu finden, ausgeschlossen. Gut, dass es ein Video darüber gibt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals wiederholen: „Ihr Assis“! Wochenlang sah mir mein gesamter Freundeskreis dabei zu, wie ich mich zunehmend verrückt machte. Schaffe ich meine Anschlussflüge? Finde ich meine Gates? Komme ich überhaupt jemals an? Warum mache ich diesen Kack überhaupt? Um letztendlich mit meinem besten Freund Sebastian fliegen zu dürfen.

Jeder war informiert. Freunde, Familie bis hin zu meinem Reisebüro, das hinter meinem Rücken die gesamten Flüge für meinen Besten mit buchte. Flüge, Hotels sogar der Sitzplatz neben mir war für ihn reserviert. Es war einfach der Wahnsinn und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich solche Freunde habe, aber ehrlich, ihr hättet mir einiges an Nerven ersparen können, deswegen ein erneutes und pfiffiges: Ihr Assis !!!!! Nun konnte die Reise endlich beginnen. Noch ganz durcheinander und aufgeregt, ein reines Wechselbad der Gefühle, nahmen wir unsere Plätze ein. Ich wurde ruhiger, da ich jetzt wusste, rechts neben mir einen seelischen Beistand zu finden. Beistand! Paahhhh! Wenn ich mich nicht in seinen Arm gekrallt hätte, hätte er den Start fast verschlafen. Wie kann man  innerhalb von zwei Minuten in einen komatösen Schlaf verfallen. Das ist wohl so ein Männerphänomen. Egal, ich war wirklich froh ihn bei mir zu haben. Es vergingen keine zwölf Minuten, da beschloss ich meiner noch auf sich wartenden Tiefenentspanntheit in Form von harter Pharmazie nachzuhelfen. Yeaahh! Jeder kann sich nun denken was folgte. Genau! Ich „folg“ mit dem Flieger um die Wette. Vier Mahlzeiten, zahlreiche Folgen von „How I meet your Mother“ und dem ein oder anderen Gläschen Vino, der übrigens vorzüglich zu meinen „Spaßmachern“ passte (zur Nachahmung ist ausdrücklich abzuraten) später, steckten wir schon mitten im Landeanflug.

NEW York Da war sie. Die berühmt berüchtigte Skyline von New York. Freude stieg auf. In wenigen Minuten werde ich nicht nur in der aufregendsten Stadt der Welt stehen, sondern mich erwartete hier noch meine Beste. USA Trip mit meinen zwei Besten sozusagen. Manchmal kann ich mein Glück selbst nicht fassen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, das war erst der Auftakt. Was wir alles erlebten, ihr dürft wirklich gespannt sein.

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Cast Away – zwischen Zipp Beuteln und 100ml Behälter !!

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Ganze drölf Wochen ist mein letzter Eintrag her und I know – Schande über mein Haupt – aber es war einiges los. Und jetzt? Jetzt stecke ich mitten im Countdown. Noch 8 Tage, dann beginnt die Sause in die USA, oder, wie ich es so schön nenne: Der Höllentrip mit dem Flieger kann beginnen. Warum Höllentrip? Wie beschreibe ich es am zutreffendsten? Es gibt Menschen, die bummeln Richtung Flughafen, schlürfen vor Abflug noch ein Sektchen, schlendern anschließend zum Gate, damit sie dann chillig im Flieger sitzen und die meiste Zeit des Fluges verschlafen oder ganz gemütlich 10 Liter Tomatensaft trinken. Diese Leute laufen bei mir unter der Kategorie „Zauberwesen“. Und dann gibt es  Menschen wie mich. Wobei, ob es noch so ein Flugexemplar wie mich gibt, bezweifel ich. Ich komme irgendwie zum Flughafen, wie genau weiß ich nicht, weil ich mich bereits in einem deliriumartigen Zustand befinde. Sektchen schlürfen ist auch nicht, da ich 3 Tage vor Abflug nahrungsaufnahmeunfähig bin. Beim Gate irgendwie angekommen, verbreite ich allein durch meine Anwesenheit bei den restlichen Flugpassagieren pure Angst und Schrecken. Wer bis dato noch keine Flugangst hatte, hat sie spätestens jetzt. Mein ganzes Erscheinungsbild ist in dieser Phase, sagen wir, außergewöhnlich. Meine Haut ist kreidebleich, aber sie gibt einen schönen Kontrast zu meinen rubinroten Stressflecken. Meine Hände schwitzen um die Wette und mein Magen ist dauerflau. Kreisrunder Haarausfall würde mein „Outfit“ noch perfektionieren bzw. abrunden, aber man kann ja nicht alles haben. Mein letzter Flug endete damit, dass ich die nette Flugbegleiterin um beruhigende Mittel gebeten habe. Darauf bekam ich Baldriantropfen. Baldrian-what ? Ja genau, dazu am besten noch ein Räucherstäbchen, das ich zwei Stunden rumwendeln hätte können und einen Traumfänger, den ich mir passend dazu um den Hals gehängt hätte. Hallllohhhooo. Ich dachte da eher an Valium, Tilidin oder whatever. Harte Pharmazie eben. Hatte sie nicht. Also wurden es die Baldriantropfen, die ich mir am liebsten ins Auge geschüttet hätte, damit ich zu mindestens das Elend nicht mehr sehen hätte müssen.

Fazit: Diesmal bin ich vorbereitet und bringe mir meine nötigen Mittelchen selbst mit.

Vorteil: gechillter Flug.

Nachteil: Bei einer eventuellen Notwasserung könnte ich meine Schwimmweste nicht schnell genug anziehen. Puhhhh. Sorry, aber die ist ja wirklich der Lebensretter schlecht hin, wenn man aus gefühlten 85 km Höhe, im besten Falle noch im Einzugsgebiet eines weißen Haies, auf dem Meer zerschellt. Und wenn mich diese Weste nicht aus dieser brenzlichen Situation rettet, ist ja da noch der ausgeklügelte Plan B. Dieser wurde wahrscheinlich bei einem mehrwöchigen Meeting der gesamten Fluggesellschaften entwickelt, perfektioniert und optimiert. Raus kam dann der Masterplan schlecht hin. Die lebensrettende, hoch sinnvolle Sitzposition bei einer Flugzeugkatastrophe. Seit Wochen bereite ich mich schon darauf vor, meinen Kopf annähernd zwischen die Knie zu bekommen. Im Yoga Kurs würde diese Position wahrscheinlich unter „der abstürzende Adler“ laufen.

Irgendwie werde ich diesen Flug schon hinbekommen. Ach, es sind ja vier, weil ja Holde unbedingt noch von der Ost- zur Westküste fliegen muss. Was ich mir dabei wohl gedacht habe. Eins ist schon mal sicher, danach werden zukünftige Kurzflüge lächerlich erscheinen und bei vier Flügen innerhalb von 14 Tagen mit jeweils dreitägiger Nahrungsaufnahmeunfähigkeit werde ich meine angefutterten Winterkilos an jeweiligen Orten lassen. Ich nenne diese Diät dann Fly Carb oder Trump Diät, weil ich mein „Fett wegbekomme“. Okay, ich hör´schon auf, nicht das ich meine und Wilsons Einreise noch gefährde. Wilson? Meinen Flug werde ich natürlich nicht alleine bestreiten und alle, die den Film „Cast Away“ kennen, können sich schon vorstellen, wie meine Flugbegleitung aussehen wird. Ein Spaß wird das. Ihr könnt gespannt sein. Bis dahin habe ich aber noch einiges zu erledigen. Da wären sie wieder, meine heißgeliebten 1000 Fragen, gepaart mit meinem „Planungstalent“.

Wie komme ich überhaupt mit meinem riesengroßen Koffer an den Frankfurter Flughafen? Zug ist ausgeschlossen, da ich kein Freund von öffentlichen Verkehrsmitteln bin und mit meinem Auto kann ich auch nicht fahren, weil mein Kofferraum genauso viel Stauraum besitzt, wie ein Schuhkarton. Wie komme ich vom New Yorker Flughafen zum Hotel? Wo war eigentlich nochmal mein Hotel? Habe ich eigentlich schon eine Buchungsbestätigung erhalten? Wann war nochmal mein Weiterflug? Und wohl die entscheidensten Fragen überhaut. Wieviel 100ml Behälter darf ich mit nehmen? Muss ich meine Wimperntusche auch umfüllen? Und wo ist eigentlich Wilson, wenn man ihn mal braucht? Ich seh´schon, läuft bei mir, zwar rückwärts und bergab, aber läuft. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und sollte ich auf meinen Flügen stolze Besitzerin von WLAN sein, werde ich es mir nicht nehmen lassen, live aus dem Flieger zu berichten. Wo ich letztendlich rauskomme, ob ich auf dem Weg verschollen gehe oder welche Abendteuer mich ereilen werden, ihr werdet es hier erfahren. Next stop – New York und ihr könnt euch denken was ich als erstes dort schmettern werde……Let´s go!

Feurige Katastrophe meets freiheitsliebendes Desaster

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Ich möchte diesen Beitrag mit einem schönen Zitat beginnen. „Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft!“Aha, klingt wirklich entzückend und es steckt sehr viel Wahrheit dahinter, möge man meinen, aber leider trifft das nicht ansatzweise auf meine Beste und mich zu!  Da müsste besagtes Zitat lauten: “ Es heißt Freundschaft, weil man mit Freundin versucht einen Plan auszuführen, der in 99% aller Fälle glorreich scheitert, wir zu Plan B greifen müssen, der meist spontan und bei drei Bier ins Leben gerufen wurde, er in einer – surprise –  Katastrophe endet  und letztendlich die Überlegung einer Namensänderung und das Beitreten eines Zeugenschutzprogramms in Erwägung gezogen werden muss! Hildegard und Gudrun kamen hierbei immer in die engere Wahl. Wir legen eben sehr viel Wert auf Authentizität. Aber, wie gesagt, sie ist eben meine Beste und das seit stolzen 18 Jahren. Anlässlich ihres 31igesten Geburtstag, möchte ich, wie Herbert Grönemeyer für Bochum, eine Hommage für meine Noelia singen. Quatsch, ich schreibe natürlich. Und wenn sich nun manche Menschen denken, Hallo ? Ist das nicht ein Blog über Städtereisen?, möchte ich das gleich im Keim ersticken. Streng genommen, ist das ein Blog, über die Suche meiner Sinn – City und da bekanntlich „Heimat“ kein Ort ist, sondern ein Gefühl (kam übrigens auch vom Herbi), ist die Überlegung, ob meine Sinn – City, nicht einfach sie  ist. Was sich als problematischer herausstellen könnte, aber dazu gleich mehr. Außerdem hat unser Freundschaft mehr „Sinns“ zu verzeichnen, wie der Duden hergeben könnte. UnSINN, BlöSINN, WahnSINN bis hinzu Sinn, wir scho da ? Und überhaupt, ist das mein Blog, ich könnte auch einfach nur wilden Zeichen schreiben. %$§“?=(/!“$°?=(&//(. So aber zurück zu meiner Besten.

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So, wo beginne ich bzw. wie erkläre ich unsere Freundschaft am Besten. Es gibt diese bekannten, klischeehaften Mädchenfreundschaften. Die Eine ist blond-, die Andere braunhaarig. Die Eine darf trinken, die Andere bleibt nüchtern. Die Eine ist Pippi, die Andere ist Annika. So gesehen, sind wir zwei betrunkene, braunhaarige Pippis. Das bringt gewisse Vor- und Nachteile mit sich aber, vor allem bringt es jede Menge Fetz. Um es zu verdeutlichen, habe ich exzellente, überaus erschreckend zutreffende Beschreibungen unserer Personen in Form des Vogue Horoskopes gefunden. Darf ich vorstellen? Der, energiegeladene und voller Mut mit feurigen Impulsen, dem sein Erfolg darin liegt, rascher zu handeln als andere ( leider manchmal unüberlegt), Widder trifft auf extrem freiheitsliebenden und schnell gelangweilten Zwilling, der, wie soll es anders sein, für Neues sehr empfänglich und fasziniert ist. Sie, alias der Widder, liebt die Gefahr, das Risiko, den schnellen Entschluss. Ihr Handeln ist eine Mischung aus Angriff und frischem Impulse. Dazu ich, alias der Zwilling, der scheinbar die Abwechslung und Bewegung braucht wie andere die Luft zum Atmen. Ich liebe den Rummel, erst dann bin ich in meinem Element. Kontakte knüpfen ist  meine  große Stärke.  Herrjemine! Ehrlich ? Da könnte man gleich eine Bombe zünden. Das Ergebnis wäre genau das Gleiche. Wir hinterlassen Trümmerfelder. Unser erstes „meet and greet“ fand in der siebten Klasse statt. Wir hassten uns! Bis wir die Entscheidung unseres Lebens fällten. Komm, wir verbünden uns! Und seither sind wir unzertrennlich. Nun lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Lebensende. Könnte es lauten aber,  da ist ja dieser entscheidungsfreudige  Widder, der die Liebe des Lebens traf, mit ihr zusammen zog, heiratet und nicht nur das Land mit jener verlassen hat, sondern gleich den Kontinent. Das passierte übrigens alles, während ich kurz unter der Dusche stand. Ja okay, so schnell ging es vielleicht nicht, aber es fühlte sich so an.

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Abgesehen davon, habe ich mich natürlich riesig für sie gefreut, außerdem ist es mir egal, ob sie jetzt verheiratet ist und da ein Mann im Bett liegt. Wenn Sonntags die Sendung mit der Maus lief, lagen die zwei holden Damen zusammen im Bett und aßen dabei „Brockala“. So wollte es das Gesetz. Da musste (und wird es immer müssen)  der Mann eben rutschen. Wenn sich nun die Frage gestellt wird, Alter ? Was aßen die? Kurz die Erklärung. Unter „Brockala“ versteht man in Butter gebratene, kleine Brötchenstücke, die eigentlich in die Mitte eines Knödels zu finden sind. Das Knödelhighlight, sozusagen. Und da wir in Bayern sind, gab es Sonntag immer traditionell einen Braten mit Knödel. Im Laufe der Jahre ging erst der Braten und dann irgendwie die  Knödel flöten und übrig blieben, im besten Fall, die Brockala. Manchmal gab es nicht mal Jene, sondern nur eine Tiefkühlpizza, die wir, noch schnell  kurz vorm Rauswurf aus der letzten Lokation im gefrorenen Zustand und zu einem überteuerten Preis erworben hatten. Machen mussten wir sie uns, unverschämterweise,  selbst zu Hause, weil die Locationbesitzer frühs um 8 Uhr Heim wollten.Wie FAD!

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Wenn ihr euch nun fragt, warum sprichst sie in der Vergangenheitsform? Ist der Ehemann wohl „not amused“ und macht unsere Spaßveranstaltungen nicht mit ? Oder werden sie etwa alt ? Kann ich alles nur verneinen. Kein Mann bzw kein Alter drängt sich zwischen uns sondern  der verkackte Pazifik und die grausame Zeitverschiebung. Wie schon erwähnt, sie musste ja unbedingt den Kontinent verlassen. Aber, wir wären nicht wir , wenn wir nicht das Beste daraus machen würden, also versuchen wir  unseren Alltag so normal als möglich zu gestallten, eben alles über Skype, Facebook, Whats Up und seit neusten Google Mail. Im besten Falle zeitgleich und damit wir den Überblick nicht verlieren, bekommt jeder Kanal sein eigenes Thema bis wir dann doch den Überblick verlieren.  Nachteil: Einer von uns ist immer müde, aber wir sehen das als Boot Camp bzw. Trainingslager für evtl. zukünftige Mutterschaften. Egal wie, wir ziehen das durch, auch wenn es nicht einfach erscheint und für manche Leute diese Freundschaft zum Scheitern verurteilt ist, kann ich nur eines entgegen bringen. Eine Hummel dürfte physikalisch auch nicht fliegen, da ihre Flügel proportional zum Körpervolumen gesehen, nur dekorative Elemente darstellen. Was hat das nun mit uns zu tun ? Ich bin so gesehen die fette Hummel und sie meine zu klein geratenen Flügel und wir fliegen. Genau genommen fliegen wir uns im Mai entgegen. Unser Ziel ? New York. Unser Auftrag ? Ein Cosmopolitan auf unserem Hoteldach! Ja, ich weiß, das Zeugenschutzprogramm rückt in greifbare Nähe. Aber bis dahin toure ich alleine weiter. Vorher schicke ich aber meiner Besten mit diesem Beitrag die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem Geburtstag. Mit dir an meiner Seite gehöre ich stets zu den glücklichsten und reichsten Menschen auf dieser Erde, weil unsere Freundschaft bedingungslos ist.

One Heart, One Wing! Bli, bla, blub …Würg!

Jeder der uns kennt, weiß genau, dass diese Gefühlssachen nicht unser Ding sind , deswegen dachte ich mir : Bilder sprechen mehr als 1000 Worte. Let´s go! Ach, also erstmal für die NICHT-Deutschland-Menschen, da ich natürlich wieder, Überraschung, sämtliche Urheberrechte bezüglich Lied im Video missachtete habe. Das Lied wurde schließlich entfernt. Das bedeutet für euch, mit singen. Haut rein!

Die lebenswertesten Städte – die Sinn Cities 2015

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Damit meine Reisen nicht chaotisch ablaufen und mit absoluten Eskalationen enden, dachte ich mir, Planung ist das A und O. (Schrieb sie, schenkte sich ein Glas Wein ein und musste selbst über ihren Optimismus schmunzeln). Da waren sie wieder – meine 100 Fragen.

Welche Städte sind lebenswert ? Welche Punkte waren dazu ausschlaggebend? Und sollte es überhaupt Deutschland sein?

Nach intensiver Recherche, fielen mir zahlreiche Berichte dazu in die Hände. Aufgepasst! Hier nun die Sinn Cities 2015!

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Die ausschlaggebenden Punkte,die zu diesem Ergebnis führten waren:

politische Stabilität, Kriminalität, ökonomische Bedingungen, Freiheit des Individuums und Presse, Elektrizität und Wasserversorgung etc. pp. … SCHNARCH.

Eins ist klar. Mit allem Respekt gegenüber den hochwertigen Bewertungsprinzipien DER WELT, muss für mich eindeutig etwas anderes her. Kerzenlicht und ein Brunnen würde ich auch in kauf nehmen, daher wird die Priorität nicht auf der Wasserversorgung und Elektrizität liegen. Ich würde den ökonomischen Bedingungen zwar Aufmerksamkeit schenken, jedoch in Form des ökonomischen Prinzips: Mit wenig Aufwand viel bekommen. Und noch kurz auf die Kriminalität zu sprechen zu kommen, wie aus meinem About-Me-Artikel zu entnehmen ist, wer nichts hat – kann nichts verlieren, im Gegenteil, mir würde wahrscheinlich aus Mitleid das ein oder andere „Präsent“ eines dort einheimischen Taschendiebes zu gesteckt werden, mit den Worten: „Oh, ja ..nimm lieber du, du brauchst es dringender!“ Abgesehen davon würde ich gerne die Reaktion beobachten, wenn besagter Taschendieb seine „Beute“ also mein Krempel aus der Tasche mit einhergehender Gesichtsentgleisung begutachtet. Aber ich schweife ab.

Daher nun mein Ranking – System: 

Freizeitangebote,
Locations,
berufliche Perspektiven,
Lebenskosten,
Besonderheiten
und Menschen

Zu manchen oben aufgeführten Städten und dessen Menschen, könnte ich jetzt schon die ein oder andere pressante Geschichte erzählen (dazu später mehr). Deswegen die Überlegung: Sollte ich nicht lieber spontan das Land verlassen? Getreu dem Motto: Was kostet die Welt – ich nehme 2 ! Kommt nun die Ranking Liste der globalen Sinn – Cities 2015. Here we are…

der welt

Ach Herrjemine – das wird ein Spaß! Da mein aktueller Beziehungsstatus dem einer Straßenlaterne gleicht, also keinem bzw. sie leuchtet hell aber allein, wird wohl das romantische Paris auf Platz Trölf fallen und das pfiffige Amsterdam auf meine persönliche Ranking – Liste in die Top 10 schießen. Ergänzend dazu Tucson – Arizona, Las Vegas – die wahre Sin(n) City ,natürlich New York und weitere zahlreiche wonderful places, die aus meiner Spontanität entschieden werden. Übrigens, wenn alle Stricke reißen, gehe ich nach Hawaii, schnitze mir eine Ukulele aus der dort heimischen Brighamia insignis (Vulkanpalme) und nehme eine Neuinterpretation von „Somewhere over the Rainbow“ auf, die ich euch bei jeder Gelegenheit um die Ohren werfen werde.

Aber bevor dieser grandiose und gut durchdachte Plan B in die Wege geleitet wird, besuche ich erstmal die Schweiz.

Cherrio Deutschland, Salü Schweiz …