Entschuldigen Sie: Ist das das teuerste Hotel der Welt ? Wynn interessierts! #SinnCitymeetsSinCity

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Einsamkeit, Abgeschiedenheit bis hin zur völligen Isolation. Diese Wörter treffen meine Lage wohl am Besten und daher auch die Funkstille meinerseits. Wenn ihr nun denkt, ich schreibe über die Wüstengegend rund um Las Vegas, dann habt ihr euch geschnitten! Da hat man nämlich, im Gegensatz zu meiner Wohnung, WLAN in Hülle und Fülle. Sich WLAN zu beschaffen, sollte doch heutzutage kein Problem darstellen, gibt es schließlich einen Berufszweig, der allein diese Tätigkeit ausübt, um Technik-Nerds, wie meine Wenigkeit, aus der Not zu befreien. Leider gibt es hierbei ein erhebliches Problem. Sogenannte Techniker finden nie den Weg zur Klingel, jedoch wissen sie stets, wo der dazugehörige Briefkasten angebracht ist.  Der wird nämlich immer dringend benötigt, um nette Botschaften zu hinterlassen: “ Leider waren sie nicht anzutreffen, bitte wenden Sie sich erneut an ihren Anbieter, den sie leider telefonisch nicht erreichen werden, da dieser nur einen verkackten Live Chat anbietet. Da schlagen Sie sich  ca. 2-3 Stunden durch, bis Sie einen erneuten Termin in trölf Monaten bekommen, um dieses aberwitzige Spiel erneut spielen zu dürfen“. Okay, ich gebe zu, so stand es nicht ganz auf meinem Kärtchen, aber das würde die Prozedur am Besten beschreiben.  Wer will schon vereisen oder seine freien Tage sinnvoll nutzen, wenn man seinen Jahresurlaub mit Warten verbringen kann.   Wie die Geschichte letztendlich ausgeht, ist noch ungewiss. Den heutigen und längst überfälligen Eintrag, verfasse ich ganz Old School vom Internetcafé aus.

friendship,

Sich an diese Stadt zurück zu erinnern, ist alles andere als schwer. Mein erstes Erlebnis? Kurzzeitiger Verlust meines Sehvermögens, da so viele Lämpchen gleichzeitig leuchten (allein die Freemont Street Experience in der Altstadt wird von 12,5 Millionen Glühbirnen erhellt), dass daraus eine spontane Erblindung resultierte. Dazu erhält man an jeder Ecke eine kleine Live Performance, von Elvis Presley bis hin zu Michael Jackson. Thriller, in the Ghetto, so zu sagen. Die 31 Millionen Touristen, die jährlich diese Stadt aufsuchen, mögen ja vernünftig bespaßt werden. Willkommen in Las Vegas. Aber, bevor sich meine pfiffige Reisetruppe inklusive mir ins Getümmel stürzt, erstmal im Hotel einchecken. Apropos Hotel, in welches wurde ich überhaupt eingebucht? Besagte Buchung sowie sämtlich geplante Aktivitäten in Sin City wurden von meinen Freunden alias der Reisetruppe übernommen, damit mein bevorstehender 30igster Geburtstag eine Aneinanderreihung von Überraschungen wird. Toller Plan, als ob mein Herz nicht schon mit dem Alter zu kämpfen hätte, wird es nun auch noch durch regelmäßig Überraschungsattacken boykottiert. Wursti, Hauptsache mein Zimmer ist sauber und im Besitz einer Toilette. Kurz vor weg: Ich hatte eine eigene Toilette. Allein die Größe meiner „WC – Suite“ erinnerte mich an meine erste Studentenbude und wenn wir schon beim Maßstäbe setzen sind, dann beschreibe ich euch gleich noch, wie lang mein Gesicht wurde, als wir vor das berühmt berüchtigte Hotel Palazzo fuhren und mir ein Mitarbeiter aus dem Auto half. Es war nämlich genauso lang, wie der Geduldsfaden, den man für den  Wlan-Techniker benötigt.

palazzo

Aber zurück zu Steve. Steve? Ja, so hieß mein persönlicher Kofferboy, der mir die Autotür aufhielt und sich somit einen schwierigen Job ans Land zog. Reisen mit leichtem Gepäck, nicht mein Ding. Der gute alte Steve. Jeder sollte eigentlich einen Steve haben, um z. B. die Einkaufstüten hochzutragen oder um die Tür zu öffnen, wenn man wieder einmal versucht, 1000 Sachen gleichzeitig von A nach B zu transportieren, ganz nach dem Motto: „Der faule Esel schleppt sich zu Tode.“ Ich kann mir leider keinen Steve leisten,  aber mir bleibt ja noch die Möglichkeit der Eheschließung und die Hoffnung, dass mein  Zukünftiger alte Tugenden zwischen PS 4 und Tinder App nicht verloren hat. Ja, liebe Männer, es gibt leider noch keine Funktion auf eurem  PlayStation-Joystick, um der Frau in den Mantel zu helfen oder ihr die Tür aufzuhalten.

reisetruppe

Nachdem Steve unsere Koffer sicher in die jeweiligen Zimmer verstaut hatte, ist mir das Ausmaß meines Zimmers bewusst geworden. Meine Freunde hatten mich in eine Junior Suite inklusive King Size Bett mit einem Panoramablick über Las Vegas einquartiert. I know, ich habe die geilsten Freunde der Welt und am liebsten würde ich einfach den gesamten Aufenthalt in meinem pompösen Bad verbringen. Kaum war ich mit diesem Gedanken fertig, stand schon Sightseeing an. Bei 42° kann man sich durchaus etwas Schöneres vorstellen, aber in Las Vegas bewegt man sich durch Hotel Hopping fort. Ganze 16 von 20 der größten Hotels weltweit befinden sich genau hier. Das Größte und das Teuerste mittendrin. Das MGM Hotel mit aberwitzigen 5000 Betten und das Wynn, das für rund 2,1 Milliarden € erbaut wurde.  Wynn sieht aus wie Wayne, wozu mir einfällt: Wayne interessiert das Geld schon? Gönn dir, Vegas, gönn´ dir. Diese Hotels inklusive Nachbauten von weltbekannten Sehenswürdigkeiten, wie Venedig, der Eiffelturm oder Rom, kann man nicht in Worte fassen. Es ist die Detailtreue, die einen ins Staunen versetzt und mich letztendlich viel Geld sparen läßt, da ich diese Orte nun nicht mehr bereisen brauche. Außer Paris, da habe ich definitiv noch eine persönliche Challenge am Eiffelturm. Dazu mehr, wenn es soweit ist. Es wird wirklich witzig und fantastisch zu gleich.

Las Vegas

Lange Rede, kurzer Sinn. Die legendäre Sin City muss einfach erlebt und die einzigartigen Eindrücke selbst gespürt werden. Zumal Las Vegas eine von zwei Städten in den USA ist, in der man heiraten kann. Quatsch! Spielen darf man da, wie ein Gestörter. Dazu bringt man noch ein Funken Glück mit, wie der 25 jährige Ingenieur aus Los Angeles, und erfreut sich über ein kleines Taschengeld in Höhe von 39.713.982,25 Dollar. Mythos? Nein, leider nicht, das ist wirklich passiert. Diese Gewinnausschüttung ereignete sich 2001 und gilt als höchste bisher dagewesene Ausschüttung in der Geschichte von Vegas. Vorweg, ich konnte die Ausschüttung nicht toppen. Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert. Gescheitert daran, dass ich überhaupt einen Sitzplatz an einem Roulette Tisch bekommen habe. Trotz meines deutschen Pass, dem 0,0 Glauben geschenkt wurde, war es mir Anfangs nicht möglich zu beweisen, dass ich wirklich schon 29 -fast 30- Jahre alt bin. Ich nehme es den Sicherheitsbeamten nicht übel, kann es ja selbst kaum glauben, dass ich in wenigen Stunden der Ü 30 Gesellschaft angehöre. Nachdem mein Bester mir ein 0,3 Liter Bier für mickrige 18 Dollar besorgte, saß ich da und beobachtete das Spielgeschehen. An diesem Abend hatten eine Hand voll Menschen Glück, ein Dutzend eine unterhaltsame Nacht, viele Existenzen wurden in wenigen Minuten zerbrochen und eine Persönlichkeit ärgerte sich noch immer über den verkackten Preis des Bieres. Ein wahrhaftiger Teufelskreis, dieses Roulette.

Aber wie heißt es so schön, neuer Tag – neues Glück! Mit dieser Erkenntnis legte ich mich in mein King Size Bett, schaute aus meinem Panoramafenster auf die Stadt und lies mich mal kräftig am A… lecken. und lies den ersten Tag elegant ausklingen.

See you later….

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