Von Las Vegas, über Frankfurt in den Leichenkeller!

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Ich bin drin!! Ole, Ole! Nach gefühlten 1000 Stunden habe ich es endlich geschafft meinen eigenen Block zu hacken. Was man dazu benötigt, habe ich euch kurz zusammen gestellt.

  1. Das absolute A und O dafür und unabdinglich ist seinen Block so lange zu vernachlässigen bis man sämtliche Daten, Zugänge und Passwörter vergessen hat.
  2. Danach folgt die Anmeldung über  Facebook , um überhaupt seine Blogseite im World Wide Web wieder zu finden, weil siehe Punkte 1 auch diese Adresse erfolgreich verdrängt, vergessen oder bei der letzten Supersause versoffen worden ist und zu guter letzt
  3. sämtlich infrage kommende Passwörter einzugeben, um dann fest zustellen, wie leichtsinnig man mit seiner damaligen Wahl eigentlich war.
  4. Last but not least. Passwort ändern!

So, da bin ich also wieder. Ganze zehn Monate ist mein letzter Eintrag her und ich bin ehrlich, da wieder anzuknöpfen, ist schlicht unmöglich. Ich bin ein Mensch, der schon Probleme damit hat sich an sein Mittagessen zu erinnern, wie um Gottes Willen sollte ich jemals mein Erlebtes von 1,5 Jahren Revue passieren lassen.  Okay, Herausforderung angenommen! Was bisher geschah.

Nachdem ich also die Birthday – Sause meines Lebens in Las Vegas verbrachte, die besten Glückwünsche aus allen Teilen der Welt erhielt, ging es anschließen zum Hoover Dam und an den Grand Canyon.  Der Hoover Dam ist einfach gigantisch und der Grand Canyon auch. Genauso gigantisch sind die unverschämten Preise, die man für jeden zurückgelegten Zentimeter am und um den Grand Canyon bezahlen muss. Turbo gigantisch und an Gigantischität nicht zu übertreffen ist die dortige Selbstmordrate. Wer unbemerkt und sicher sterben will, stürzt sich, laut Aussage des Guides, einfach runter. Für mich nicht vorstellbar, da ich es nicht mal annähernd an den Rand der Schlucht geschafft habe ohne mich fast einzunässen. Schon allein der Anblick von verrückte Menschen, die ihre Sprösslinge über den Abgrund hielten, um das perfekte Selfie zu erhalten, bereitete mir monsunartige Schweißausbrüche. LOCO!  Da fehlten sogar mir die Worte.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich gar nicht soviel darüber berichten, weil a) Erinnerungslücken und b) war weit und breit keine passende (Sinn) City für mich dabei. Es gab noch nicht mal ein Dorf oder ein Haus. Ab und an habe ich mal einen Busch gesehen. Dieser war aber leider dem Tod näher als dem Leben. Amerika ist für mich nicht der richtige Ort. Obwohl. Ach mal schauen. Es war auf jeden Fall nicht die letzte Reise über den großen See. Möchte ich doch noch unbedingt nach Hawaii (da es zu meinem 31-igsten Geburtstag leider nicht geklappt hat), Seattle, Miami und Los Angels. Schauen kann man ja mal. Aber zunächst stand erstmal der Rückflug an. Zum Bedauern meines Wingmans. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als er , nachdem wir die Sitzplätze unseres Fliegers einnahmen, zu mir sagte: „Franzi, versuch doch mal den Flug ohne Beruhigungsmittel zu überste….!“ Die letzten Buchstaben habe ich leider nicht mehr verstanden, weil die besagten Mittel ihre Pflicht erfüllten. Nach einem ausgiebigen, zehnstündigen Powernap wachte ich pünktlich zum Landeanflug wieder auf. Hier an dieser Stelle möchte ich mich nochmals von ganzen Herzen bei meinem Besten bedanken. Ohne dich wäre die Reise nur halb so schön gewesen. Danke für diese unvergessliche Zeit. Danke, dass ich die zehn langen Flugstunden auf deiner Schulter schlafen durfte. Danke, dass du keine Probleme damit hattest, einen halben Tag mit einer tauben Schulter rum zu laufen. Du bist einfach der Beste.

Nachdem wir also wieder sicher in good old Germany gelandet waren und problemlos durch den Zoll gelangten, wartete schon ein netter Herr auf mich, der extra von München nach Frankfurt fuhr, um mich dort zu begrüßen. Er dann leider fest stellten musste, dass ich 0,0 aktiv im öffentlichen Verkehrsleben teilnehmen sollte, er mich kurzerhand einpackte und sicher nach Hause brachte. Ja, meine Damen und Herren, es gibt sie noch. Tolle Menschen. So toll, dass sie zur Mitverantwortung meiner Blogvernachlässigung gezogen werden. That´s life. So, jetzt fragen sich manche. Wo kommt denn der tolle Mensch her? Wie hat sie es geschafft, einen anständigen Kerl kennen zu lernen, wenn sie ständig durch die Gegend bummelt? Ich will ehrlich zu euch sein. Ich habe keine Ahnung. Es war wohl das Blinde Huhn – Korn – Phänomen.

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Ganz schlaue Köpfe können nun 1 und 1 zusammen zählen. Ich tauschte meinen Lap Top gegen Grillabende. Meinen Blog gegen Netflix. Meine spontanen Städtereisen gegen Pauschalreisen zu zweit. Ja, ich weiß, es war auch für mich Neuland.  Im voraus möchte ich klarstellen, dass es wunderschön war, aber, wie soll ich sagen, es ist nun mal die bekannte Anfangszeit. Die Zeit in der man sich selbst kaum wieder erkennt. Man möchte dem Gegenüber schließlich gefallen und macht vielleicht hin und wieder Sachen, die einem selbst zum Schmunzeln bringen. Die Franziska, die man in den ersten sechs Monaten kennen lernt, hat mit der eigentlich Franziska genauso viel Gemeinsamkeiten wie ein Veganer und ein Mettigel. Was erzähl ich euch. Als ob ihr das nicht kennen würdet. Kein Mensch präsentiert in den ersten Monaten seine Leichen im Keller. „Hallo, mein Name ist Franziska und ich habe mit festen Bindungen, ob einfache Handyverträge oder Beziehungen jeglicher Art, gewisse Probleme.“ Das sagt doch kein Mensch. Nein, man sagt natürlich: „Hallo, mein Name ist Franziska und ich habe einfach noch nicht den Richtigen gefunden.“ Und zack wirft man seine Leiche elegant in den Keller. Sicher im Keller verstaut, kommen wir zum nächsten und logischsten Schritt. Der wäre?  Genau! Man macht sich auf die Suche nach seinen Leichen. Hier wäre jetzt der richtige Zeitpunkt den Blog umzubenennen. Von Sinn City – Suche nach der perfekten Stadt in  Partnerschaft City – Suche nach seinen dreckigen Leichen und tiefsten Geheimnissen.  Da dieses Unterfangen einen gewissen Aufwand beinhaltet, werden natürlich sämtliche Freundinnen mit involviert. Kurz gesagt. Diese, daraus resultierenden Geschichten sind unterhaltsam und wahnsinnig amüsant zugleich. Aber mit dem Wissen, dass auch Männer diesen Blog lesen, bin ich zum Schweigen verdammt. Dennoch werde ich den ein oder anderen Schwank aus dieser Zeit raus hauen. Und mein Blog? Ja, der bleibt bestehen. Ihr dürft gespannt sein.

 

See you later….

 

 

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New York, New York wir fahren nach New York !

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 New York! Was fällt mir zu dieser Stadt als erstes ein ? Um ehrlich zu sein: So einiges. Diese Stadt begleitet mich seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten und zwar in Form von der legendären Serie “ Sex and the City“. Sorry, ich bin mit dieser Serie groß geworden und aufgrund dessen wurde mindestens über 10 Jahre lang einmal die Woche zu meinen Freundinnen gesagt: „Irgendwann müssen wir nach New York City!“  Es mag vielleicht etwas klischeehaft klingen und mir ist auch bewusst, dass dieser Satz nicht nur in unserem Kreise gefallen ist, aber ist mir wursti. Ich muss mindestens einmal in meinen Leben auf der Brooklyn Bridge stehen und die Szene von Miranda und Steve nachspielen, einmal Nachmittags mit meinen Freundinnen in einem Kaffee sitzen, total overdressed und stilgerecht Champagner schlürfen und mindestens einmal in einem wunderschönen, mädchenhaften Kleid einem Taxi hinterher brüllen, so laut, dass jeder Bauarbeiter neidisch werden würde. Irgendwann, will ich das erleben. Irgendwann war jetzt.

Wilson Travelyst

Okay, der Masterplan, mit all´ meinen Chicas New York zu erobern, wies gewisse Lücken auf. Es wird wohl auch eine Lebensaufgabe werden, alle zu gleicher Zeit über den großen See zu bringen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich nie.  Letztendlich eroberte ich die City mit meiner besten Freundin, mit meinem besten Freund und Wilson. Wenn ihr euch jetzt fragt, wer Wilson schon wieder ist, kurz eine Erläuterung: Wilson ist mein treuer Wegbegleiter. Meistens bin ich auf meinen Reisen alleine unterwegs und ja, ich brauche auch eine gewisse Aufmerksamkeit. So wurde Wilson ins Leben gerufen, der mir stets zur Seite steht. Darin ist er wirklich gut, hat er doch schon Tom Hanks in dem Film Cast Away die Stange gehalten und da ich mich ab und an auch verschollen fühle, ist er wie geschaffen für mich. Aber zurück zu New York City. Nach 8,5 Stunden Flugzeit standen wir endlich am Gepäckband in Newark und die Zeit lief ab jetzt. Uns bleiben genau 64 Stunden bis unsere nächster Flieger nach Phoenix startet. 64 Ministunden. Wir hatten einfach keine Zeit zu verlieren. So war es klar, dass wir auf gar keinen Fall mit dem Bus zu unserem Hostel Pod 39 fahren würden. Denn jeder weiß, dass ein Bustransfer zum Hotel einer Geiselnahme gleicht. Also brüllten wir ein Taxi herbei. Okay, wir stiegen einfach in eines der zahlreichen Taxen vor dem Flughafen ein, aber das mit dem Brüllen wird noch durchgezogen.

pod 39 - New York

Ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, wie lang die Fahrt dauerte, aber an den Preis kann ich mich ganz genau erinnern. 88 $ waren mit dem Fahrer vereinbart. Was wir nicht wussten, zuzüglich Tax sowie sämtlichen Mautgebühren für Brücken, Tunnel, geteerte Straße ,what else für alles noch. Unterm Strich zahlten wir 113 $ für eine geschissen Taxifahrt. Könnt ihr auch den Skandal, der in der Luft liegt, riechen? Das ist eindeutig ein Fall für Metamathematik und Mr. X!  Ein Flug von Frankfurt nach New York (6202 km) kostet round about 400 €. Eine Taxifahrt vom Flughafen Newark zu meinem Hostel (28 km) umgerechnet 102 €. Logisches Fazit: X = 1,80 € ! Genau diese Summe werden ich dem Piloten das nächste Mal entgegen werfen mit der Aufforderungen, mich mit seinem Flieger zum Hostel zu fahren. Egal, getreu dem Motto, was kostet die Welt, ich nehme zwei, stand ich wenige Minuten später auf der hauseigenen Dachterassse und genoß den ersten Cocktail auf amerikanischen Boden. Dabei die Skyline vor Augen und fetzige Musik aus den 80igern im Ohr. Sorry, aber das lief definitiv unter  den Begriff „Leben genießen“.

new York city girls

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht, begann die Erkundungsphase. Was hat New York alles zu bieten? One World Center, Big Apple, Central Park, Time Square, Grand Central Station, nicht zu vergessen die Manhattan und Brooklyn Bridge, da gab es ja noch  gewisses Date bzw. eine Szene nachzustellen. Die Liste war lang, also machten wir uns unverzüglich auf den Weg zum – Tommelwirbel- Shopping. #Prioritätensetzenkannich. An dieser Stelle möchte ich auch gleich das Wort Zollfreibetrag in den Raum schmettern und gleichzeitig als mein Unwort des Jahres 2016 nominieren. Ganz genau beträgt der Zollfreibetrag 430 €. Lächerlich und reinste Schikane, aber das sollte man wissen, bevor man seine Kaufrauschtour beginnt. Mit einem Stadtplan bewaffnet, stürmten wir den Time Square und was soll ich sagen, er ist noch beeindruckender, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Es ist eine reinste Reizüberflutung. Tausende Lichter, Musik aus allen Ecken, begleitet vom ständigen Taxigehupe, das zugegebener Maßen, der Stadt diesen Flair verleiht, gekrönt von den verschiedenen Menschen aus aller Herrenländern. Die Geschäfte reihen sich nur so aneinander und die kulinarischen Genüsse kommen hier auch nicht zu kurz. Hier findet man einfach alles. Ich bin mir sicher, wenn es  einen Nabel der Welt geben würde, dann wäre er eindeutig hier zu finden.

Wir liefen weiter gen Downtown. Um genau zu sein, war unser Ziel Lower Manhattan. Der südlichste Teil von besagter Insel. Unser Weg sollte uns durch die Stadtteile Little Italy und China Town führen. Warum sollte? Little Italy war so „little“, das wir es einfach nicht gefunden haben bzw. waren wir laut Karte da, aber wie gesagt es war einfach zu little. Dafür machte es China Town wieder wett. Soviel China habe ich auf so wenig Platz noch nie gesehen. Aber, jeder der mich kennt, weiß, dass ich mich pudelwohl gefühlt habe. Was soll ich sagen, ich bin eben ein Fan der asiatischen Kultur. Nachdem wir uns den Weg durch das gastfreundliche Völkchen gebahnt hatten, stand sie vor uns. Überwältigend war dieser Anblick und fragt mich nicht warum, aber ein gewisses Freiheitsgefühl kam auf. Nein, wir standen nicht vor der berühmten Liberty Statue sonder mitten zwischen Manhattan und Brooklyn Bridge.

manhattan meets broocklyn

New York, you made my day und das, war erst der Anfang…